
Politik funktioniert bei jeder Partei nach demselben Prinzip. Man setzt sich Ziele, stellt ein Programm auf, versucht Unterstützer sowie Personen zu finden, die für die Partei ins Rennen gehen.
Besonders wichtig ist jedoch auch immer ein vernünftiger Aufhänger, welcher (fast) allen Menschen in den Köpfen umhergeht und sie an Bord holen kann. Ein solches Ereignis stellt zumindest für die jüngere Medien- sowie Internetaffine Generation - aber nicht nur diese - das Verfahren gegen die Betreiber von The Pirate Bay dar.
Mit wenig bis gar nichts in der Hand, der Verwerfung eines wichtigen Klagepunktes bereits am zweiten Verhandlungstag, sowie einem Richter, über dessen vehementes Bestreiten eines "Interessenskonfliktes" man nur noch müde lächeln kann, ist das Urteil inzwischen so präsent wie nur wenige andere. Dies führte insbesondere dazu, dass die schwedische Piratenpartei einen enormen Zulauf verzeichnen konnte, so dass sich die Summe der Parteimitglieder von 14.711 auf 36.624 erhöhte. Nahezu das 2,5-fache an Zuwachs, wenngleich auch zu befürchten ist, dass sich nicht alle neuen Mitglieder wirklich über die Partei informiert haben, sondern lediglich aufgrund des Urteils beitraten. Rick Falkvinge, der Vorsitzende der Piratenpartei, erklärte gegenüber der Presse, dass man in Bezug auf die Mitgliedszahlen nun "die viertgrößte Partei in Schweden" sei.
Doch damit nicht genug. Das Urteil gegen The Pirate Bay gibt der Piratenpartei vor allem eines an die Hand: Zahlreiche potenzielle Wählerstimmen für die Wahl des Europaparlaments. Hierbei hat man eine ganz klare Vorstellung, wie das Urteil gegen The Pirate Bay helfen kann. "Wenn jeder der über das Urteil gegen The Pirate Bay verärgert ist wählen geht, dann bekommen wir mindestens einen [Abgeordneten im Europaparlament]", so Falkvinge. Was auch immer man von der Piratenpartei halten mag. Sie versteht es - wie jede andere große "Volkspartei" - ein medienwirksames Ereignis zum eigenen Vorteil zu benutzen. Interessant ist dabei, dass jedoch nicht - wie oft vermutet - alle Piratenpartei-Mitglieder wenig älter als 18 Jahre sind. Wie Falkvinge erklärte, würde es eine 50-50 Aufspaltung im Bezug auf das Alter geben, wobei der Schnittpunkt bei 25 Jahren liegen würde. Jedoch hätten insbesondere die älteren Neumitglieder sich zu einem Beitritt hinreißen lassen, da sie der Ansicht seien das "genug einfach genug" sei. "Sie sehen, wie diese Gesetze einfache Bürgerrechte in einem inakzeptablen Ausmaß verletzen", erklärte Rick Falkvinge.
Kann man die Piratenpartei wählen? Eine Frage, die sich selbstverständlich jeder selbst stellen und beantworten sollte, wenn nicht sogar muss .(Firebird77)
(via bbc, thx!)
(Bild via bbc, thx!)
News Redaktion am Freitag, 24.04.2009 21:15 Uhr
Die deutschen Piraten sollten auch mal mehr medienwirksame Aktionen starten find ich. ...
Hallo, Mit dem Namen das ist wirklich so ein Problem, das wurde ja bereits gesagt, aber jeder der nen etwas ausgefallenen Familiennamen trägt muss auch damit leben. Deshalb bin ich nicht dafür die Piraten umzubennen. Eine andere "lustige" Partie zu wählen, nur weil man den großen keine Stimme ...
Es ist unglaublich. Falls dir einer einen Brief schreibt und eine Idee dir präsentiert, wo dir bein lesen schon klar ist, dass diese Idee dir Millionen einbringt - da würdest du die Idee auch nicht ablehnen nur weil der Brief Rechtschreibfehler enthält. Wieso nicht mal sowas unkonvent ...
naja, dann ist es doch per se eine tragödie :D - erfolgreich kannst du nur sein, wenn du deine ideale zurückstellst und nach den interessen "der anderen" handelst (auch wenn du dich in der CDU hoch-arschkriechst, kannst du da oben nicht das machen was du willst, ohne sehr schnell abgesägt zu werd ...
und erfolg ist sowieso ein sehr dehnbarer begriff.. was wäre das für dich? in der regierung zu sein? dann tritt in die CDU ein und "misch den laden von innen auf", wie es so schön heißt ;) Habe ich mir schon überlegt aber ohne Jahrzehntelange Arschkriecherei hast du k ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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