
Insgesamt fünf Telefone des Unternehmens sollen abgehört worden sein. Der Skandal ist während einer Inspektion im Büro der Geschäftsführung aufgeflogen. Das Telefon hatte "technische Auffälligkeiten" gezeigt. Als daraufhin weitere Telefone untersucht wurden, sind ähnliche Wanzen auch in Telefonen des Gesamtbetriebrats und der Pressestelle entdeckt worden.
Die Abhörgeräte seien zwar professionell in die Telefone eingebaut worden, allerdings ist bisher noch nicht eindeutig festgestellt, ob die Geräte jemals funktioniert hatten. Auch das Motiv für den Lauschangriff auf den Klinikbetreiber ist bisher noch unklar. Denkbar wäre ebenso Betriebsspionage durch Konkurrenten wie auch eine Überwachung durch die eigene Konzernzentrale in Königstein. Diese will nach Medienberichten mehr Kontrolle über die zehn Kliniken am Standort Hamburg erlangen. Der Asklepios-Konzern hatte die städtischen Kliniken mehrheitlich übernommen, nachdem diese sich hoch überschuldet hatten.
Der Abhörskandal wird von Gewerkschaftlern scharf kritisiert. Dieser Skandal hätte Wut und Empörung, aber auch Unsicherheit und Angst ausgelöst, meint Wolfgang Rose, Landesbezirksleiter von ver.di Hamburg. Seiner Ansicht nach geraten die Hamburger Asklepios-Kliniken "in eine schwere Vertrauenskrise". Das Unternehmen hatte den Vorfall mehr als vier Wochen vor dem Hamburger Senat, der Mitgesellschafter bei den Asklepios-Kliniken ist, geheim gehalten. Rose erwarte vom Senat, "dass er ihre Interessen gegenüber dem Weltkonzern Asklepios wahrt und schützt". Auch die Opposition in der Hamburger Bürgerschaft fordert Konsequenzen. Kersten Artus, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion die Linke verlangt eine "schnelle Aufklärung" und fordert: "Wer Interessenvertretungen und Belegschaften ausschnüffelt, muss hart bestraft werden." Auch SPD-Fraktionschef Michael Neumann mahnt zu einer raschen Aufarbeitung. "Dieser Skandal muss rückhaltlos aufgeklärt werden. Es muss klar werden, wer hinter dieser Aktion steckt, und es muss öffentlich gemacht werden, wer von dieser Aktion wusste." (Malo)
(via Hamburger Morgenpost & kn-online, thx!)
News Redaktion am Samstag, 25.04.2009 10:33 Uhr
Kann man nicht viel zu sagen ne:( In Deutschland hören se Krankenhäuser ab, um "was weiß ich zu tun" In Frankreich hören se Handys von mutmaßlichen Bahnenentgleisern ab. Wer weiß was noch kommt *kopfschüttel*! Mfg ...
@alle Einträge, stimmt soweit, nur:wir arbeiten in dem wAnzSKLEPIOS-Laden, deshalb sehen wir das verständlicherweise nicht so locker...IT Abteilung = Arbeitnehmer = wenn man Familie hat und befristete Vertäge...:rolleyes: , dann machen doch viele die 3 Affen... so läuft das und bedroht am ...
Das ist ja mal echt heftig mit der Krankenhausüberwachung, per Kamera frei im Netz. Da hat die IT Abteilung wohl total gepennt!!:confused: ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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