
Seit Jahren bekämpft die Union das Internet bereits. Zunächst hatte sie über Jahre hinweg versucht, das Internet so weit wie möglich zu boykottieren. Die Verweigerung von modernen Internetpräsenzen hat lange angehalten und auch der Versuch, das durch die Meidung von Computern trocken zu legen ist noch heute hochaktuell. Doch scheinbar hat das Internetausdrucken seine gewünschte Wirkung nicht gezeigt und deshalb suchen die Soldaten der Union nach neuen Wegen. Die aktuelle Strategie: Die Einführung der Internetzensur. Chefstratege Wolfgang Schäuble hat lange gebraucht, bis er seine Pläne zur richtigen Offensive bekannt gegeben hat. Bei diesem heiklen Thema darf man nicht patzen!
Schäuble hat sich schließlich für einen Überraschungsangriff von seiner Geheimwaffe entschieden. Ursula von der Leyen alias Zensursula schleust ein trojanisches Pferd ins Internet ein.
Das trojanische Pferd, damit ist kein Computerwurm gemeint, sondern die Sperrung von kinderpornografischen Seiten. Ist die Technologie einmal eingerichtet, die Mauer Trojas also eingerissen, ist der Rest ein Kinderspiel. Verraten darf die Union aber selbstverständlich nichts, sonst geht der Plan ja nicht auf. Um dem Plan den letzten Schliff zu geben, heuert die Union sogar Söldner von der SPD an und erpresst die Pförtner des Internets, die Internet Service Provider (ISP), um leichter Zugang zu erhalten.
Auch gegen den aktiven Widerstand ist die Union bestens gewappnet. Der geplante Streich kam so unerwartet, dass sich noch keine starken, rebellierenden Strukturen bilden konnten. Schon zu Beginn wurde einer der schärfsten Kritiker der geplanten Offensive beseitigt: Heute ist Jörg Tauss als Konsument von Kinderpornografie stigmatisiert und der Defensivbewegung nicht mehr hilfreich. Nun ist es Aufgabe der Offiziere der Union, die Öffentlichkeit weiter zu verunsichern. Die Taktik: Zensursula täuscht die Bevölkerung mit Falschinformationen und zwingt ihre Gegner, sich zu zerstreuen. Bisher hat sich dabei vor allem der Verweis auf die Kinderpornoindustrie gelohnt, die bisher nie nachgewiesen werden konnte und die es vermutlich überhaupt nicht gibt. Während die Zensurkritiker damit beschäftigt sind, die Falschinformationen zu korrigieren, startet Parteioffizier Hans-Peter Uhl seine Diffamierungskampagne gegen das Internet und die Zensurkritiker. "Im Internet sehen wir entsetzliche, unbeschreibliche Bilder einer ganz abscheulichen Tat", ruft er im Bundestag aus. Wer mit "wir" gemeint ist, ist allerdings noch nicht ganz klar, wie ein Zwischenruf von Christel Humme (SPD) deutlich macht: "Ich nicht!" Auch andere sehen sich scheinbar nicht betroffen. Kinderschützern von Carechild wirft er auf der Online-Plattform abgeordnetenwatch.de einen Pakt mit dem bereits erfolgreich diffamierten Jörg Tauss und die "Verharmlosung des Problems" vor. "Pfui Teufel!" Das ist seine Reaktion auf die Verteidigungsversuche der Internetschützer. "Geächtet gehört [...] der Freiheitsbegriff, mit dem jeder staatliche Eingriff ins Internet abgewehrt wird", zitiert er einen Redakteur der verbündeten Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seine Botschaften sind klar: Wer die Freiheit des Internets fokussiert, unterstützt die Kinderpornografie.
Als einer von vielen profiliert sich der Offizier Uhl durch seine aktive Öffentlichkeitsarbeit. Noch ist der Kampf nicht eindeutig entschieden - die Internet-Pförtner brauchen noch ein paar Monate, um die Zensurtechnik zu installieren. Aber die trojanische Mauer ist ja auch nicht an einem Tag eingerissen worden. (Malo)
News Redaktion am Sonntag, 26.04.2009 20:32 Uhr
@Sempralon Kein "Ossi" hat als "Schläfer" mit einer friedlichen Revolution ein Regime gestürzt. Das waren die Russen (unter anderen Gorbatschow). j. @jmat17, selbstverständlich warst du dabei, hast in den Gruppen mitgearbeitet ... weißt also gaaanz genau, das Gorbatscho ...
Zunächst hatte sie über Jahre hinweg versucht, das Internet so weit wie möglich zu boykottieren. Hier wird die ganze Motivation hinter den Aktivitäten sichtbar. Es ist die Angst vieler technophober Politiker vor dem ihnen unverständlichen Netz. Da klickt man auf einen ...
Es ist traurig das es überhaupt hier soweit kommen musste... Wir haben hier bald Zustände wie in China (Apropo: War da nicht das risen Gejammer wegen der Zensierten Berichterstattung als die Olympiarde da war?)... Und das die da jeden der sich ihnen in den Weg stellt konsequent aus dem Weg räume ...
Ich verstehe die Logik nicht die hinter dieser Zensurmaßnahme steckt! Nur weil man etwas nicht sehen kann heist es nicht das es nicht existiert! Da setz ich doch gleich meine DREI AFFEN Brille auf und harre der Dinge die da kommen! Es scheint fast so als ob die wehrten Herren in Berlin noch fauler ...
Passend dazu Schäuble gestern bei Anna Will zum Thema DDR. Wie er da immer gelacht hat bei einigen Dingen, wohingegen andere ziemlich stark auf die Diktatur eingegangen sind. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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