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Games-Markt: Absatz um 17 Prozent gestiegen

GfK und Media Control haben für den Verband BITKOM den deutschen Markt für digitale Spiele beobachtet. Dieser wuchs allen Unkenrufen der Branche zum Trotz im Jahr 2008 um satte 16,9 Prozent auf 2,68 Milliarden Euro an, die ursprüngliche Prognose wurde sogar um vier Prozent übertroffen.

Damit wuchs der Games-Markt in Deutschland im dritten Jahr in Folge zweistellig. In den Vorjahren lagen die Wachstumsraten bei 29 Prozent (2007) und 11 Prozent (2006). Die neuen Zahlen legte der Branchenverband BITKOM heute in Berlin vor. Man rechnet weiterhin mit einem moderaten Wachstum und schätzt, dass neue Spielkonzepte auch neuen Käuferschichten wie ältere Personen oder Frauen die Games attraktiv haben erscheinen lassen, was sich letztlich auch auf die Verkaufserlöse ausgewirkt hat.

Großen Absatz fanden dabei erneut die Spielekonsolen. Im Jahr 2008 wurden 4,6 Millionen Geräte verkauft. Das sind gut 650.000 Stück bzw. 16,6 Prozent mehr als 2007. Das Umsatzvolumen betrug 960 Millionen Euro. Dieser Zuwachs kam ohne Sondereffekte zustande, wie neu auf den Markt gekommene Konsolen-Modelle.

Zukunftstrends sind das mobile und das vernetzte Spielen. Nachdem die klassischen Spielkonsolen im Wohnzimmer schon länger mit Internetanschluss ausgeliefert werden, verfügen jetzt auch die neue Generation der portablen Konsolen sowie viele aktuelle Handymodelle über die notwendige technische Ausstattung. "Schnelles mobiles Internet, Bewegungssensoren und attraktive Zusatzfeatures wie die GPS-gestützte Ortsbestimmung ermöglichen neue Spielformen und Einsatzmöglichkeiten", ergänzt BITKOM-Vize Achim Berg. Ein zunehmend wichtiges Genre sind außerdem die sogenannten Serious Games, die Wissen vermitteln oder komplexe Vorgänge simulieren. Mit diesen Spielen können junge wie alte Menschen die Leistungsfähigkeit ihres Gehirns trainieren und sich fortbilden.

ghandy von gulli meint:

Schön wäre es, die Publisher würden bei derlei Zahlen künftig auf jegliche DRM-Maßnahmen bei neuen Top-Titeln verzichten. Glücklicherweise haben diese noch nicht durchgängig Einzug gehalten, was beweist, dass sie letztlich auch nicht nötig sind. Es zeigt sich erneut, dass man auch ohne Secu-ROM & Co. ausreichend viele Verkäufe realisieren kann. Leider ist nicht davon auszugehen, dass die Hersteller von diesem Kunden-Ärgernis abweichen werden. Sind die Einschränkungen des Digital Rights Managements (DRM) zu extrem, werden die Anwender heute wie morgen schlechte Rezensionen im Web veröffentlichen und lieber auf eine Raubmordkopie zurückgreifen. Es ist fraglich, ob die Hersteller trotz der positiven Zahlen freiwillig auf diese Käufer verzichten wollen.

News Redaktion am Montag, 27.04.2009 11:27 Uhr

tagsTags: drm achim berg gfk secu-rom media control bitkom

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13 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • redfox2809 am 27.04.2009 16:29:24

    Ich glaube ohne VPN wird man warscheinlich bald nur noch Stopschilder auf dem Bildschirm haben!:) Hm rapidshare, wenns es bis dahin denn noch geben sollte! Die deutsche Regierung ist doch dämlich und dumm wie Brot! ...

  • unimatrix01 am 27.04.2009 15:37:25

    Doktorspiele bei Kids lassen den Umsatz ja auch steigen ... xD ...

  • am 27.04.2009 15:11:34

    Warum sollte die Wii Fit kein Spiel sein? In dem Spiel geht es halt darum Balance zu halten etc. Warum sollten "richtige Spiele" nur die Spiele sein, die dir gefallen? :P ...

  • Perrydotto am 27.04.2009 15:04:38

    Ich frage mich, ob diese Spiele für die Damenwelt wirklich noch Spiele in dem Sinne sind - Kram wie Wii Fit ist doch nicht ernsthaft ein Game? Ich würde mir wünschen, dass solche Software mehr von den "richtigen" Spielen abgegrenzt wird, denn es nervt einfach tierisch überall supertolle Frauensp ...

  • ELok-rum am 27.04.2009 14:49:04

    Die Raubkopierer sind doch eh schon Schuld, dass der Absatz nicht noch höher ausgefallen ist.;) Bin mal gespannt, wann genau das wieder gesagt wird. ...

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