
Eine Studie der Swedish Performing Rights Society (STIM), die unter dem Titel "Piraten, Filesharer und Musikliebhaber" veröffentlicht wurde, gelangt zu einem eindeutigen Ergebnis.
Rund 86 Prozent der schwedischen Onlinemusik-Fans wären bereit, eine monatliche Gebühr zu bezahlen, wenn sie dafür legales Filesharing betreiben könnten. Lediglich ein geringfügiger Prozentsatz von 5,2 äußerte, dass sie kein Interesse darn haben würden. "Der Rückhalt durch Musikliebhaber ist elementar, wenn unser vorgeschlagenes Filesharing-Abo Realität werden sollte. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass eine große Mehrheit der Filesharer die Künstler sowie deren Recht auf eine faire wirtschaftliche Entschädigung respektiert", erklärte Susanne Bodin, Leiterin der Presseabteilung bei STIM.
Laut der Studie würden diejenigen, die bereits eine große digitale Musiksammlung besitzen, das größte Interesse an einem solchen Abo zeigen. Dicht gefolgt von einem Drittel aller Befragten, die erklärten, nur für etwa 10 Prozent der Musik, welche sich in ihrem Besitz befindet, bezahlt zu haben. Auf die Frage, wie viel man bereit wäre monatlich für das Abo auszugeben, gab über die Hälfte (51,8 Prozent) einen Betrag 50 bis 150 Schwedischen Kronen an. Dies entspricht etwa 5 bis 17 US-Dollar. Rund 18 Prozent wären sogar bereit, zwischen 17 und 35 US-Dollar zu bezahlen. Demgegenüber stehen jedoch auch 21,7 Prozent, die weniger als rund 5 US-Dollar pro Monat bezahlen möchten.
Insgesamt eine Studie, die mit ihren Ergebnissen nicht alleine steht. Diese dürften aufgrund ihrer Erhebung jedoch dennoch skeptisch betrachtet werden. Es gab keinen Kontrollprozess bei der Auswahl der Befragten. Einzige Hürde war eine kurze schriftliche Ausfertigung, wieso Musik wichtig ist und zudem eine E-Mail-Adresse. "Da keine Kontrollen bei der Selektion durchgeführt wurden, kann die Studie nicht als repräsentativ für die gesamte Gruppe von Musiknutzern im Internet betrachtet werden", erklärte die STIM. In dem 30 Seiten starken Dokument geht man sogar noch einen Schritt weiter: "Die Teilnehmer, welche an der Befragung teilgenommen haben, sind keine Repräsentanten der Öffentlichkeit. Es handelt sich um Studenten eines Musikstudiengangs mit der Bezeichnung Musikmanagement. Daraus folgt, dass die Teilnehmer wahrscheinlich mehr an Musik interessiert waren als durchschnittliche Menschen, es ist daher wahrscheinlich, dass sich dies auch in den Ergebnissen widerspiegelt."
P.S.: Interessenten einer Kulturflatrate sollten unser aktuelles Interview mit der medienpolitischen Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen in Augenschein nehmen. (Firebird77)
(via zeropaid, thx!)
News Redaktion am Dienstag, 28.04.2009 13:31 Uhr
Wie kann man überhaupt Kultur aus dem Internet laden und dafür bezahlen? Was stellt ihr euch vor? Meine Meinung: Für Musik als Daten würde ich nicht bezahlen, weil kein Mehrwert und zu 99% schlechte Qualität oder gar keine Möglichkeit besteht Hardware (LPs z.B) zu bedienen.[/QU ...
Das sind Peanuts, wie sollen sie denn damit überleben! Außer natürlich du lässt wieder 9 andere für dich mitbezahlen. in der tat. der artikel sagt eigentlich nichts. die meisten der befragten würden max. 5 dollar, also 3€ oder so bezahlen. SUPER, ...
Realistisch ist generell nur ein Modell, welches pauschal auf jeden DSL-Anschluss erhoben wird. Damit fallen Fantasiepreise von 20€ und höher schonmal glatt weg, weil dass dann ein für viele unbezahlbar teurer Netzaccount wäre. Das einzige, was man variieren könnte, wäre ein Zuschlag entsprec ...
Die 2,5% Steuer auf Hardware hätte mich 37,50€ für meinen PC gekostet und die 5€ Flat wären 60€ im Jahr für legale Medien. Das sind Peanuts, wie sollen sie denn damit überleben! Außer natürlich du lässt wieder 9 andere für dich mitbezahlen. ...
Was ist das bitte für eine Schmonsens-Überschrift? 86% der schwedischen Online-Musiknutzer sind noch LANGE nicht 86% der Schweden! Und ist klar, dass für einen solchen Spottpreis jeder mitmachen würde... in der tat. der artikel sagt eigentlich nichts. die meisten der be ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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