
Die Intellectual Property Rights Enforcement Directive (IPRED) ist noch nicht einmal einen Monat in Kraft, doch die Rechteinhaber bekommen bereits jetzt immer größere Probleme.
Nicht etwa, weil illegales Filesharing bereits auf einen Nullpunkt gebracht worden wäre. Vielmehr weil sich immer mehr Internet Service Provider quer stellen und die Daten der Kunden unbedingt schützen wollen. Erst vor wenigen Tagen berichteten wir über den schwedischen Provider Bahnhof, welcher verlautbaren ließ, dass sämtliche Daten zum schnellstmöglichen Zeitpunkt gelöscht werden. Selbst bei einer gerichtlichen Anordnung Daten auszuhändigen könnte man nichts tun, da man keine mehr speichern würde. Mit dieser Einstellung ist Bahnhof inzwischen nicht mehr allein.
Seit heute stößt Tele2 (etwa 600.000 Kunden) hinzu. Diese haben erklärt, dass sie dem Beispiel von Bahnhof folgen werden und ohne jedwede Verzögerung die Verbindungsdaten löschen werden. "Bis vor kurzem haben wir einige Informationen über die IP-Adressen unserer Kunden für interne Zwecke gespeichert, aber die Problematik unserer Integrität wurde durch die IPRED-Diskussion auf eine neue Stufe gehoben. Wir tun dies, um die Integrität unserer Kunden zu stärken", erklärte der Chief Executive Officer (CEO) von Tele2, Niclas Palmstierna.
"Es gibt keine Passage im Gesetz für elektronische Kommunikation, welches darlegt, was wir speichern sollen, lediglich was wir nicht speichern sollen. Wir haben die rechtliche Lage intensiv geprüft und festgestellt, dass wir im Prinzip gar keiner Verpflichtung unterliegen, Informationen über die IP-Adressen unserer Kunden zu speichern."
Peter Danowsky, seines Zeichens Anwalt der IFPI, zeigte sich selbstverständlich äußerst verärgert über die Haltung der Provider und möchte am liebsten selbst ein neues Gesetz in Kraft setzen: "Jeder im Parlament agiert unter der Haltung, dass die ISPs der Legislative gegenüber loyal sind und sich an keinem Rechtsbruch beteiligen. Wenn Tele2 eine andere Haltung einnimmt und weitere Provider folgen, dann wird es eben ein härteres Gesetz in der Zukunft geben."
Glücklicherweise hat Danowsky darüber nicht zu entscheiden, doch selbst wenn, es wäre nicht von besonderer Bedeutung. Das Europaparlament hat sich erst jüngst für eine Regelung ausgesprochen, wonach das Recht auf Privatsphäre von Internetnutzer nicht ohne ein Urteil der Gerichte beeinflusst werden darf.
(via torrentfreak, thx!)
News Redaktion am Dienstag, 28.04.2009 15:53 Uhr
Kennt jemand gute VPN Anbieter ausserhalb der EU die gut sind? Ich nutze nämlich zZt Cyberghost VPN zum Filesharing (wuala) und swiss VPN zum surfen (habs mir mal geholt zwecks Wilmaa, ich weis das die auch loggen). Sollte nicht mehr als 5 Euro kosten und Flatrate haben. Gibts irg ...
Kennt jemand gute VPN Anbieter ausserhalb der EU die gut sind? Ich nutze nämlich zZt Cyberghost VPN zum Filesharing (wuala) und swiss VPN zum surfen (habs mir mal geholt zwecks Wilmaa, ich weis das die auch loggen). Sollte nicht mehr als 5 Euro kosten und Flatrate haben. Gibts irgendwo ne Liste von ...
EU-Richtlinien müssen nicht befolgt werden. Das Land muss sich dazu bereit erklären, jeden Dreck umzusetzen, so wie Deutschland es macht. sorry, aber das ist ganz einfach falsch. EU-Richtlinien werden die Rechtsetzungen der Europäischen Gemeinschaft genann ...
EU-Richtlinien müssen nicht befolgt werden. Das Land muss sich dazu bereit erklären, jeden Dreck umzusetzen, so wie Deutschland es macht. Und bei den Providern gibt es, wie überall, die Feiglinge, die sagen "Machs einfach und hör auf zu diskutieren!" und die Normaldenker überstimmen. da ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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