Apple vs. Samsung
Apple und Samsung, die beiden größten Smartphone-Hersteller, verbindet eine innige Hassliebe miteinander. 2012 machten ihre Marktanteile zusammen mehr als die Hälfte des Smartphone-Sektors aus. Durch ihre enge Zusammenarbeit sind die beiden Technologieunternehmen stark voneinander abhängig, zugleich tragen sie seit einiger Zeit einen weltweiten Patentkrieg aus. Jetzt, kurz vor der Präsentation des neuen Smartphones Samsung Galaxy S4, fühlt sich Apple offenbar in seiner Position bedroht, anders kann man das Verhalten von Marketingchef Phil Schiller kaum deuten.
Samsung stand in den 90er Jahren durch ein Überangebot in der Halbleiterindustrie „kurz vor der Pleite“. Mit dem Aufkommen der LCD-Technologie für Fernseher erholte sich der Konzern etwas; heute führt Samsung als größter TV-Hersteller den Markt an. Als Apple noch ein relativ kleiner Konzern war, entwickelten sich „enge Bande zwischen Samsung und Apple“. Das Unternehmen aus Cupertino brauchte einen Partner, der es mit Flash-Speichern versorgte. Je erfolgreicher man mit dem iPod und der Entwicklung des iPhones war, desto mehr Speicher-Chips wurden benötigt, und der finanziell starke südkoreanische Konzern Samsung galt als verlässlicher Partner. Diese Faktoren führten zu einem Deal zwischen Jay Lee (Samsung-Chef) und Steve Jobs.
Die enge Partnerschaft bot den beiden Konzernen gegenseitigen Einblick in Strategie wie auch Tätigkeiten. Samsung konnte sich auf dem Smartphone-Markt orientieren und brachte bald sein Galaxy S auf den Markt. Dieses erste Smartphone mit Android war dem „jungen iPhone“ sehr ähnlich. Im April 2011 begann der Patentstreit ausgehend von einer Klage von Apple-Chef Steve Jobs, die er entgegen dem Anraten seines Mitarbeiters Tim Cook einbrachte. Auch Samsung verklagte Apple wegen Patentverletzung. Beide Konzerne waren und sind jedoch voneinander abhängig: Apple braucht die von Konkurrent Samsung hergestellten Komponenten für seine Produkte (ganze 80 Prozent des Umsatzes hängen daran), Samsung wiederum macht mit seinen Lieferungen an Apple jährlich 10 Milliarden Dollar Umsatz. Letzterer Umstand wirkt bei einem Jahresumsatz von 183 Milliarden Dollar vielleicht geringfügig, einschneidend wäre ein Verlust dennoch. Auch der Kurssturz, den Samsung Anfang 2012 erlebte, als Gerüchte über ein Ende der Partnerschaft mit Apple die Runde machten, spricht dafür, dass der koreanische Konzern nicht unwesentlich von Apple abhängig ist.
Momentan kämpft Samsung in den USA gegen eine gerichtlich verhängte Geldstrafe. Samsung präsentiert heute sein Modell Galaxy S4 in New York, und offenbar fühlt sich Apple dadurch bedroht. Marketingchef Phil Schiller wies letzte Woche via Twitter darauf hin, dass tatsächlich 80 Prozent aller Smartphone-Malware auf Googles Betriebssystem Android abzielt, mit welchem Samsungs Galaxy-Reihe läuft. Auch, so Schiller, biete das iPhone „ein besseres Erlebnis“ für den Nutzer, als es Android könnte, und es würden wesentlich mehr Konsumenten von Samsung zu Apple wechseln als umgekehrt.
Bild-Quellen: keikoyuchini@deviantart.com
Text-Quellen: diepresse.com focus.de rp-online.de
Joan Z. am Donnerstag, 14.03.2013 14:12 Uhr
wer wechselt denn nicht gerne, von einem offenen und praktischen Android, zum isolierten und überholten iOS? ...
Auch negative Presse ist Presse.. als Marketing-Mensch würde das vermutlich jeder so machen.. so bleibt man im Gespräch. Ob das nun von besagtem Apple-Menschen so beabsichtigt war, sei jetzt mal dahingestellt. Wie auch immer... Bei den ganzen großen Konzernen herrscht vermutlich soviel "Vetternwir ...
Wo ist denn das so krass angedeutet "niedermachen"? Das es mehr Maleware auf Android gibt ist aufzählen von einer statistisch belegten Tatsache. Das iOS ein besseres Erlebnis im Vergleich zu Android bieten soll, ist seine persönliche Meinung und vorallem Werbung (Welches Unternehmen sagt nicht "wir ...
Marketingchef Phil Schiller wies letzte Woche via Twitter darauf hin, dass tatsächlich 80 Prozent aller Smartphone-Malware auf Googles Betriebssystem Android abzielt Wenn man wenigstens ein bisschen was im Kopf hat, achtet man auch darauf welche Berechtigungen die App haben möchte be ...
Getroffene Hunde bellen. Deiner Ansicht nach, dürfte man sich dann über keine bescheuerte Aussage mehr lustig machen, weil man sie dadurch indirekt bestätigen würde. Finde den Fehler. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.