Meldung über die Schließung von Google Reader
Google hat in der Nacht auf heute in seinem offiziellen Blog die Schließung mehrerer Dienste angekündigt, unter anderem die des Google Reader-Services. Urs Hölzle postete im Namen des Konzerns, dass Googles 2011 begonnener Frühjahrsputz weitergehe, mit den heuer ihrer Einstellung entgegenblickenden seien insgesamt 70 Features von der Bereinigungsaktion betroffen. Begründet wird die Neuorientierung mit dem Argument, dass in der heutigen Zeit so viel Veränderung im Bereich des Computing stattfinde wie zuletzt vor etwa 40 Jahren. Der Konzern wolle das Beste aus den sich eröffnenden Chancen machen, wozu er sich jedoch auf weniger Produkte fokussieren müsse – andernfalls würde man sich in Details verlieren und an Bedeutung einbüßen.
Der 2005 eingeführte Online-RSS-Feed-Reader sei in dem Bestreben eingeführt worden, den Menschen die Auseinandersetzung mit den ihren Interessen entsprechenden Seiten einfach zu machen. Es gebe zwar eine treue Gefolgschaft des Google Readers, doch seien die Zugriffe über die Jahre hinweg weniger geworden. Aus diesem Grund werde man den Dienst mit 1. Juli 2013 einstellen. Um einen möglichst glatten Übergang zu gewährleisten, bietet Google an, mittels Google Takeout die persönlichen Reader-Daten inklusive Abonnements zu alternativen RSS-Readern zu exportieren. Als Alternativen gelten laut futurezone NewsBlur, Feedly und Pulse für iOS, Android und Web sowie NetNewsWire und Newsrack für Mac und iOS. Auch Google selbst bietet eine Art Alternative in Form der App Currents an, die auf Android und iOS läuft.
Viele Nutzer sind weltweit betroffen – schließlich genoss der Google Reader beinahe „Monopolstellung“ – und machen ihrer Enttäuschung auf Twitter, Google Plus und anderen sozialen Netzwerken Luft. Auf change.org kann man eine Petition unterzeichnen, die sich für eine Beibehaltung des Google Readers einsetzt. Die Petition von Daniel Lewis spricht davon, dass der Reader seine Konsumenten viele Jahre lang als täglicher Informationspool begleitet habe und eine Bedeutung im täglichen Leben gehabt habe. Lewis gibt zu, dass die Anzahl der täglichen Zugriffe mit der Zeit abnahm, bezeichnet den Reader aber nichtsdestotrotz als Kern der täglichen Information. Die Petition appelliert an Google, doch das Vertrauen der Nutzer in seine Dienste ernst zu nehmen und ihnen diese nicht wegzunehmen.
Google möchte also auf Qualität statt auf Quantität setzen und hat daher beschlossen, den Reader und einige andere Dienste einzustellen. Ob eine Petition, wenngleich in kürzester Zeit von 17.000 Menschen unterzeichnet, etwas dagegen ausrichten kann, ist fraglich, schließlich plant ein großer Konzern auch in umfassendem Rahmen und auf lange Sicht.
Bild-Quellen: google.at
Text-Quellen: futurezone.at change.org googleblog.blogspot.co.at
Joan Z. am Donnerstag, 14.03.2013 12:20 Uhr
Was ich an solchen Abschaltungen seitens Google immer nicht so ganz kapiere, ist das warum? Die Software ist ja nunmal schon geschrieben, also vorhanden, sie muss auch nicht grossartig weiterentwickelt oder supported werden und wieviel Serverleistung kann sowas schon kosten, bei den Unmengen die bei ...
wasn fürn kack google da wieder verstaltet? Ich nutze im Moment Reeder auf OSX und IOS und nutze ein GoogleReader konto zum abgleichen welche artikel schon gelesen wurden, geht das auch weiterhin mit einem der verlinkten dienste? ...
Als Alternativen gelten laut futurezone NewsBlur, Feedly und Pulse... Feedly schaut auf den ersten Blick noch am ähnlichsten aus, aber wäre schön, wenn die Petition Erfolg hätte. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier :unknown: ...
Google verkündete in der Nacht auf heute die Einstellung seines Online-RSS-Feed-Readers Google Reader. Millionen Nutzer sind weltweit betroffen, doch angesichts der im Lauf der letzten Jahre gesunkenen Zugriffszahlen hat der Konzern beschlossen, sich lieber auf andere Projekte zu konzentrieren. Eine ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.