Google Glass
Das Produkt Google Glass hat wie alles im Leben seine zwei Seiten. Ellis Hamburger (theverge.com) stellt die Frage in den Raum, ob uns das im Gesicht getragene Gerät denn „in Daten ertränken“ wird. Ganz unbegründet erscheinen seine Gedanken zum Thema nicht, denn es steht außer Frage, dass mit Google Glass die Durchsetzung des Alltags mit Technologie stärker wird. Hamburger empfiehlt Google, mit dem neuen Produkt vorsichtig an die Konsumenten heranzutreten, damit diese das Gerät nicht als Belastung empfinden.
Mittlerweile gibt es nur mehr wenige Menschen, die die Nachrichtenfunktion ihres Smartphones gerne abdrehen. Das genaue Gegenteil ist der Fall, es gibt immer mehr Apps, die man installiert, um auf dem Laufenden zu sein. Man installiert diese und stimmt den Geschäftsbedingungen zu, und ehe man sich's versieht, wird man mit Statusupdates, Fotos von Freunden und Nachrichten über Freunde in der Nähe überschwemmt. Die Definition von „dringend“ wird immer schwieriger.
Laut Timothy Jordan von Google ist das Glass etwas, was „Technologie aus dem Weg räumt“. Bei näherem Hinsehen drängt sich jedoch der Gedanke auf, dass es bloß ein weiterer Bildschirm unter vielen sein könnte, ein Bildschirm, der summt und piepst und um Aufmerksamkeit kämpft. Sitzt dieser Bildschirm auf dem Gesicht, kann ihn der Träger kaum mehr ignorieren. Auf einer Präsentation im Rahmen der South by Southwest demonstrierte Jordan diverse Optionen für den Umgang mit Nachrichten und zeigte Interaktionen, die mit Google Glass möglich sind. Man kann Meldungen von Nachrichtenmagazinen und Zeitungen abonnieren oder etwa Kontakte zu sozialen Netzwerken herstellen. Der Service der New York Times bietet beispielsweise an, die aktuellsten Neuigkeiten direkt auf das Headset des Glass zu übermitteln; eine Überschrift erscheint, die man per Berührung des Trackpads oder per Augenaufschlag anwählen kann. Jordan wies darauf hin, dass das Gerät sogar imstande ist, Nachrichten laut vorzulesen. Meldet man sich bei Path an, bringt das Fotos von Freunden auf das Glass Headset, auf die man mit einem Text oder einem Emoticon antworten kann. Überhaupt ist Google Glass eine Art Benachrichtigungszentrum für alles und jedes, wie Hamburger schreibt. Auch Gmail hat seine Funktion auf dem Gerät, indem es E-Mails an das Headset weiterleitet. Diese seien zwar, so Hamburger, weniger aufdringlich als Fotos, doch die ständige Erreichbarkeit ist auch hier der Kerngedanke.
Wollen wir, so fragt sich der Redakteur, wirklich in einer Zukunft leben, wo während jeder Konversation die Augen des Gegenübers nach rechts oben wandern, um wichtige Nachrichten zu checken? Wenn Freunde ihr Smartphone auf Nachrichten überprüfen, ist dies wenigstens offensichtlich. Mit dem Glass könnte es weniger klar sein, wem das Gegenüber gerade seine Aufmerksamkeit schenkt.
Bild-Quellen: commons.wikimedia.org
Text-Quellen: theverge.com
Joan Z. am Mittwoch, 13.03.2013 16:27 Uhr
Ich finde es auch schon schlimm genug, wenn viel zu viele Leute anscheinend keine Minute mehr ohne Smartphone auskommen können und schon völlig in einer 'Social-Network'-Parallelwelt leben. Nennt mich ruhig altmodisch, aber so eine Brille rangiert auf meiner 'Dinge, die die Welt nicht braucht'-List ...
Leute die das so machen sind eben so oder so zurückgeblieben, oder du bist ein schlechter Gesprächspartner ^^ Keines von beidem. Es hält sich zum Glück in Grenzen, habe ich bei vllt 5 Leuten aus meinem Freundeskreis bemerkt. Meist Weiber die einfach die ganze Z ...
So interessant Google Glass auch sein mag, ich befürchte ja, dass die Gesellschaft damit in einen Dauer-Burn-Out-Modus reinrennt. Immer erreichbar, immer online, und ich kann nicht wie beim Smartphone mal eine Stunde bewusst *nicht* draufgucken... ...
Liest sich wirklich sehr realistisch, was dieser User auf Reddit geschrieben hat. Aber was mich zumindest freut ist, dass hier auch Leute rumsurfen wie ich, die es auch nicht abkönnen, wenn der/die Gegenüber dauernd auf das Handy starrt. Stört mich total, was ich der betroffenen Person auch so ins G ...
Wer des Englischen mächtig ist, dem würde ich dringend empfehlen, sich das hier mal durchzulesen: http://www.reddit.com/r/privacy/comments/19umzs/google_glass_youll_kiss_your_privacy_goodbye_and/c8rjrnc Ein, wie ich finde, sehr realistisches Worst-CaseSzenario, das viele Aspekte von dem ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.