Captain Crunch
John T. Draper hat das Hacken maßgeblich beeinflusst. Er machte das Telefonhacking (später genannt: Phreaking, Blue Boxing) bekannt. Ein blinder Junge hatte ihm erzählt, mit der Spielzeugpfeife aus der Müslipackung der Marke Cap’n Crunch könne man weltweit kostenlos telefonieren. Die Pfeife erzeugte zufällig exakt den gleichen Ton, mit dem die US-amerikanische Telefongesellschaft Ma Bell ihre Gebührenübermittlung steuerte. Das Bekanntwerden derartiger Schwachstellen und nicht zuletzt die Verhaftung von Draper führten dazu, dass andere Hacker anfingen, systematisch nach Schwachstellen bei Telefongesellschaften zu suchen. Entweder es gelang ihnen, die Dokumentationen der Unternehmen aufzuspüren. Oder aber sie probierten wild auf der Suche die Frequenzen durch, um die Telefonleitung oder dessen Abrechnung zu manipulieren. Später waren vom Blue Boxing unzählige Telefongesellschaften aus aller Welt betroffen. Die Töne wurden ab den 90er Jahren von einem herkömmlichen Amiga oder MS-DOS PC erzeugt. Der Ton wurde über einen Kopfhörer auf den Telefonhörer übertragen. Werbebeilagen von Müslipackungen spielten zu diesem Zeitpunkt keine Rolle mehr.
John T. Draper studierte Ingenieurwesen und arbeitete später als Mitarbeiter der US-Luftwaffe. Sein höchstes Ziel war es aber nicht, Geld mit seinem Wissen zu verdienen. Die Informationen eines blinden Jungen, der die Telefonleitungen unter anderem mit einer Orgel manipulierte, verschenkte er an Gleichgesinnte. Hinter seinem Rücken verbreitete sich diese Methode wie ein Lauffeuer. Seine Gutgläubigkeit und seine Fähigkeiten brachten ihm im Jahr 1971 eine Bewährungsstrafe von fünf Jahren ein, von denen er vier Monate absitzen musste. Die Zeit von Oktober 1976 bis Februar 1977 verbrachte Draper zudem im Staatsgefängnis von Lompoc, Kalifornien. Von den negativen Folgen seiner Aufenthalte in den Gefängnissen hat er sich nach eigenen Angaben bis heute nicht erholt.
In den 70er Jahren schloss Draper Bekanntschaft mit den Apple-Gründern Steve Jobs und Steve Wozniak. Von Steve Jobs sagt Draper, dem späteren Chef von Apple sei es stets nur ums Geld verdienen gegangen. Wozniak und Jobs gaben ihm unter anderem den Auftrag, die Textverarbeitung EasyWriter für den Apple II zu entwickeln. Draper entwickelte auch die Umsetzung der Programmiersprache Forth für den Apple II.
Captain Crunch Pfeife
Wer John T. Draper eigenhändig zum 70. gratulieren möchte, kann dies beispielsweise auf seiner Facebook-Seite oder per Twitter tun.
Bild-Quellen: John T. Draper @ Facebook
Lars Sobiraj (g+) am Dienstag, 12.03.2013 20:56 Uhr
Warum wurde der kleine junge ignoriert?! Ich meine wtf, da ist ein ( sagen wir mal 10 Jahre alt= klein) 10 Jahre alter und BLINDER Junge der eine Telefongesellschaft hackt , nur durch diesen scheint der Captain Crunch berühmt geworden zu sein ( nehme man die Information des Jun ...
Ganz ehrlich: Ich bin sicher, Draper würde ZU GERNE mit dem Jungen tauschen! Was nützt einem letztlich der ganze Ruhm? ...
ja genau, warum musste der Junge nicht ins Gefängnis? Na weil er blind ist!! Das nennt man mildernde Umstände. ...
Warum wurde der kleine junge ignoriert?! Ich meine wtf, da ist ein ( sagen wir mal 10 Jahre alt= klein) 10 Jahre alter und BLINDER Junge der eine Telefongesellschaft hackt , nur durch diesen scheint der Captain Crunch berühmt geworden zu sein ( nehme man die Information des Jun ...
Warum wurde der kleine junge ignoriert?! Ich meine wtf, da ist ein ( sagen wir mal 10 Jahre alt= klein) 10 Jahre alter und BLINDER Junge der eine Telefongesellschaft hackt , nur durch diesen scheint der Captain Crunch berühmt geworden zu sein ( nehme man die Information des Jungen als Grundlage für ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.