Google Street View
Nachdem bereits 2010 weitgehend erfolglos in diese Richtung ermittelt wurde, ist nun offiziell: Google hat unerlaubt private Daten von unwissenden Personen gespeichert und damit schwer gegen den Datenschutz verstoßen.
Bei seinen Aufnahmen für Street View, einem Zusatzdienst zu Google Maps, zeichnete Google nebenbei Passwörter, eMail-Inhalte und andere persönliche Informationen auf, die über unverschlüsselte Heimnetzwerke unwissentlich preisgegeben wurden. Am Dienstag gab der Megakonzern diesen Vorfall zu.
38 US-Staaten gingen gegen Google vor, und erreichten dieses Geständnis. Verhängt wurde dem Unternehmen eine Geldstrafe von $7 Millionen (bei täglichen Einnahmen von etwa $32 Millionen) sowie etliche Auflagen, die sowohl intern als auch öffentlich verbindlich erfüllt werden müssen.
Unverschlüsseltes WLAN ermöglicht Datenspeicherung
Doch auch öffentlich hat Google einige Auflagen zu erfüllen, eine davon innerhalb der nächsten sechs Monate: ein Video für YouTube, mit der Erklärung, wie private Daten im eigenen WLAN verschlüsselt und damit geschützt werden können. Eben dieses muss für die nächsten zwei Jahre auf täglicher Basis im Internet beworben werden, ebenso muss Google informative Werbeanzeigen zum Thema Datenschutz in den größten Zeitungen der 38 Staaten (unter anderem New York, Kalifornien und Texas) schalten.
Google-Kritiker sind erfreut. Man spricht von einem großen Durchbruch gegen den Konzern, der – so die Kritiker – zum Serientäter im Verletzen des Datenschutzes geworden sei. Das Unternehmen sei weiters ausschließlich auf Innovation und Fortschritt fokussiert, ohne um Erlaubnis zu fragen. Die Einigung Googles mit besagten Staaten wird jedoch auch als Wegpflasterung für den Datenschutz-Kampf gegen Google Glass gesehen.
"Wenn man Google Glass zur Aufzeichnung eines flüsternden Pärchens bei Starbucks verwendet, ist das ein Verstoß gegen den Datenschutz?", vergleicht Scott Cleland, Fachberater für Googles Konkurrenz. "Nun, 38 Staaten haben soeben entschieden, dass sie sehr wohl ein Problem mit unberechtigter Sammlung persönlicher Daten haben."
Andere wiederum sehen in Googles Geständnis eine positive Wendung und ein Versprechen zur Besserung. "Wir arbeiten hart, um dem Datenschutz gerecht zu werden", meint Niki Fenwick, Sprecherin für Google, "doch in diesem Falle haben wir versagt, weswegen wir unser System umgehend abgedichtet haben, um dieses Problem zu beheben."
Doch so vorbildlich verhielt sich das Unternehmen nicht von Beginn an. Google stritt anfangs sämtliche Vorwürfe der beiläufigen Datenspeicherung ab. Anschließend wurde versucht, die Relevanz der gesammelten Daten herunterzuspielen, ebenso wurden Behörden zur Untersuchung der Daten abgewehrt. Schließlich hieß es seitens Google, die unberechtigt aufgezeichneten Daten seien vernichtet worden, doch stellte sich heraus, dass ein Teil nach wie vor vorhanden ist. Diesen will der Konzern aufbewahren, bis alle Rechtsverfahren abgeschlossen sind.
Bild-Quellen: website-marketing.ch insidegoogle.com
Text-Quellen: nytimes.com
A. K. am Mittwoch, 13.03.2013 17:30 Uhr
Wobei ich mich frage wie man sowas ausversehen aufzeichnet :) Der Sniffer muss ja alles geladen haben :D Naja das geht doch einfach. Der Entwickler der das gemacht hat, irgendwann mal "erwähnt" was er tut, dann hat der einfach sein Ding gemacht und das geht dann bli ...
Also wer sein Netzwerk nicht verschlüsselt , hatt auch irgentwie kein interesse an Datenschutz ... oder ist einfach nur Strunzdumm :D Und die die es mit absicht unverschlüsselt offen halten haben ehh ne Soziale Ader :) Aber die Verschlüsseln ihre Private dinge Trotzdem :) Naja das sind die Läpich ...
Kann mir jemand erklären welche und vor allem wie man passwörter aufzeichnen konnte? W-LAN unverschlüsselt -> Alle Daten mitlesbar Login ohne SSL o.Ä. -> Passwörter im klartext -> mitlesbar Es gibt genug Leute die sich über Mailprogramme ohne SSL einloggen. ...
... Aufnahmen Passwörter, eMails... Kann mir jemand erklären welche und vor allem wie man passwörter aufzeichnen konnte? ...
Man muss nur kurz überlegen wie das passiert. Warum "scheiß aktion" also ? Man fährt mit dem auto sowieso durch die Gegend, da ist es förderlich wenn man zur zusätzlichen Standardortbestimmungen auch nach WLAN sucht, das gibt gleich zusätzliches Material um dann Wohnorte genauer festlegen zu könn ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.