Websense
Websense schreibt in einer Presseerklärung vom heutigen Mittwoch von einem "explosionsartigen Anstieg" verseuchter Websites im Jahr 2012. Gegenüber 2011 habe sich deren Zahl nahezu versechsfacht. Insbesondere sogenannte Drive-by-Downloads, also die Infektion seriöser Seiten durch Schwachstellen etwa bei der Webserver-Software oder bei der Einbindung von Werbebannern, sind demnach im Kommen. "85 Prozent der Malware findet sich [...] auf vertrauenswürdigen Webseiten, die von Hackern mit Schadcode infiziert wurden," berichtet Websense. Somit ist das Vermeiden fragwürdiger Websites - etwa von Porno- und Warez-Angeboten, die in der Vergangenheit häufig als Umschlagplatz von Schadsoftware dienten - aktuell kaum noch hilfreich, wenn es darum geht, eine Infektion mit Viren oder Trojanern zu vermeiden.
Auf Social-Media-Diensten wurden Malware-Links in rund einem Drittel der Fälle hinter URL-Shortenern wie bit.ly und tinyurl versteckt. "Der Hintergrund: Haben Cyberkriminelle Zugriff auf einen Host, verbergen sie ihre schadhaften Seiten meist tief in dessen Verzeichnisstruktur. Dieser Prozess generiert sehr lange und komplexe Weblinks, die vorsichtige Nutzer abschrecken könnten. Das wird durch verkürzte URLs verhindert," berichtet Websense.
Die meiste Schadsoftware wird nach Angaben von Websense in den USA, Russland und Deutschland gehostet. Phishing-Websites finden sich in letzter Zeit zunehmend auf den Bahamas. Geht es um Command-and-Control-Server für Botnets, liegen - wenig überraschend - China, die USA und Russland auf den ersten drei Plätzen.
Das Spam-Aufkommen nahm prozentual im Jahr 2012 eher ab; Spam-Mails machen derzeit rund 76% aller E-Mails aus, nachdem dieser Wert in der Vergangenheit teilweise die 90-Prozent-Marke überschritt. Absolut gesehen stieg die Zahl der unerwünschten Werbemails, die teilweise auch mit Schadsoftware verseucht sein können, aber weiter an; das weltweite Spam-Volumen erreichte mehr als eine Viertelmillion E-Mails pro Stunde.
Websense-Sprecher Charles Renert berichtet zusammenfassend, dass die Internet-Kriminellen zunehmend raffinierter und gezielter vorgehen und lohnende Ziele sorgfältig aussuchen. Dies erfordere auch neue Schutzkonzepte und verbesserte Software-Lösungen wie "proaktive Echtzeitschutz-Technologien, die den gesamten Lebenszyklus einer Bedrohung untersuchen".
Annika Kremer (g+) am Dienstag, 05.03.2013 14:51 Uhr
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.