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MiniDuke: Angreifer zielen auf europäische Regierungsbehörden

Angreifer kompromittierten offenbar zahlreiche Computer von Regierungsbehörden in verschiedenen europäischen Ländern, indem sie kürzlich entdeckte Sicherheitslücken in verschiedenen Adobe-Programmen ausnutzten. Dies berichteten Experten des russischen IT-Sicherheits-Unternehmens Kaspersky Lab sowie des ungarischen "Laboratory of Cryptography and System Security" (CrySyS) am heutigen Mittwoch.

Unter anderem sollen Rechner in der tschechischen Republik, Irland, Portugal und Rumänien Ziel des Angriffs geworden sein. Daneben sollen auch ein "Think Tank", ein Forschungsinstitut sowie ein Medizin-Unternehmen in den USA Ziel der Kampagne geworden sein. Kaspersky verpasste der Cybercrime-Kampagne den Spitznamen "MiniDuke".

Die Angreifer nutzten offenbar von Sicherheitsexperten des Unternehmens FireEye vor rund zwei Wochen dokumentierte Lücken in den Programmen Adobe Acrobat und Adobe Reader aus. Der Angriff erfolgte durch mit Malware verseuchte PDFs, unter anderem angebliche Forschungsberichte.

CrySyS-Sicherheitsforscher Boldizsár Bencsáth erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, er gehe davon aus, die Angreifer hätten auf den Systemen Backdoors installiert, die ihnen ermöglichte, Informationen auf den Systemen einzusehen und bei Bedarf herunterzuladen. Es gebe allerdings bislang keine Hinweise darauf, dass es tatsächlich schon zum Download der Daten gekommen sei.

Über die Identität der Angreifer wollten die Kaspersky-Sicherheitsforscher nicht spekulieren. Bencsáth allerdings zeigte sich weniger zurückhaltend. Er erklärte, er glaube, dass ein Nationalstaat hinter den Angriffen stecke. Diese Vermutung begründete er mit dem hohen technischen Niveau der Angriffe sowie mit der Identität der Ziele. Der Experte sagte allerdings, es sei schwer, festzustellen, welche Staaten genau involviert seien.

Die von den Angreifern ausgenutzten Sicherheitslücken wurden von Adobe vergangene Woche durch ein Update behoben.

Text-Quellen: Reuters

Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 27.02.2013 16:06 Uhr

Tags: cyberwar kaspersky cybercrime malware it-forensik

 
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3 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Annika_Kremer am 27.02.2013 17:43:26

    Das weiß ich auch nicht genau. Fakt ist aber, dass sie seit Jahren in jeder "Negativ-Hitliste" besonders häufig erfolgreich angegriffener Programme oben dabei sind... ...

  • thegreenvirus am 27.02.2013 17:40:37

    Wieso haben denn Adobe Produkte so viele Sicherheitslücken? ...

  • sumpfratte_ am 27.02.2013 16:13:39

    Richtig so, gerade thinktanks die ja wohl propagieren und gehirnwäsche betreiben gehören unter beschuß. ...

  • Annika_Kremer am 27.02.2013 16:06:51

    Angreifer kompromittierten offenbar zahlreiche Computer von Regierungsbehörden in verschiedenen europäischen Ländern, indem sie kürzlich entdeckte Sicherheitslücken in verschiedenen Adobe-Programmen ausnutzten. Dies berichteten Experten des russischen IT-Sicherheits-Unternehmens Kaspersky Lab sowie ...

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