EDF, ein staatliches Unternehmen, soll Dritte beauftragt haben, den Rechner des früheren Greenpeace-Vorsitzenden Jannick Yadot zu hacken und dort nach Informationen zu suchen (gulli:news berichtete). Grund dafür war höchstwahrscheinlich die Tatsache, dass EDF immer wieder Ziel von Anti-Atomkraft-Protesten, auch durch Greenpeace, wurde und sich diesbezüglich einen Informationsvorsprung verschaffen wollte.
Nun erhärtet sich der Verdacht gegen EDF. Thierry Lorho, Ex-Geheimdienstmitarbeiter und Chef der angeblich von EDF beauftragten Sicherheitsfirma, gestand den Hack und nannte ausdrücklich EDF als Autraggeber. In einem Interview sagte er: "Es wäre gut, wenn EDF, die die Operation befohlen hat, die Verantwortung dafür übernehmen würde."
Gleichzeitig verteidigte er allerdings das Verhalten des Energiekonzerns: "Die Regierung müsste die Unternehmen besser schützen, aber tut nichts. Deswegen verteidigen sich die Industrieunternehmen wie sie können und wenden sich an Privatunternehmen."
Neben Greenpeace soll auch die Anti-Atomkraftorganisation Sortir du Nucleaire im Auftrag von EDF bespitzelt worden sein. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen der beiden Vorfälle. (Annika Kremer)
(via Financial Times Deutschland, thx!)
Update:
Nach Informationen der britischen Zeitschrift Sunday Times soll EDF sogar den britischen Geheimdienst MI5 kontaktiert haben, um Informationen über Greenpeace Großbritannien zu erhalten. "Die Sunday Times konnte nach eigener Aussage Einblick in vertrauliche gerichtliche Dokumente nehmen. Aus diesen gehe hervor, wie bestellte Hacker dem Konzern Zugang zu Dateien und E-Mailkorrespondenz verschafften, die von Greenpeace Großbritannien ins internationale Greenpeace-Netz weitergeleitet wurden," berichtet Greenpeace auf seiner Website. Im britischen Parlament soll in Kürze eine Fragestunde zu diesem Thema stattfinden.
News Redaktion am Donnerstag, 30.04.2009 04:00 Uhr
Gleichzeitig verteidigte er allerdings das Verhalten des Energiekonzerns: "Die Regierung müsste die Unternehmen besser schützen, aber tut nichts. Deswegen verteidigen sich die Industrieunternehmen wie sie können und wenden sich an Privatunternehmen." Hui, wir haben hier also ein NG ...
Wie dreist ist das denn? Vor allem dieser Satz: "Die Regierung müsste die Unternehmen besser schützen, aber tut nichts. Deswegen verteidigen sich die Industrieunternehmen wie sie können und wenden sich an Privatunternehmen." Es ist genau andersherum! Der Satz müsste lauten: "Die Re ...
Die armen, preistreibenden Energiekonzerne, ich bin dafür zur nächsten 20% Strompreiserhöhung nochmal 50% Solidartrauerzuschlag zu geben! Ist auch nur gut das die Penner wo es geht gestoppt werden, gehts nach den Firmen dürften wir nurnoch extra gereinigtes Wasser konsumieren weil sie an der für si ...
"Die Regierung müsste die Unternehmen besser schützen, aber tut nichts. Deswegen verteidigen sich die Industrieunternehmen wie sie können und wenden sich an Privatunternehmen." Also bei sowas weiß ich nicht mehr ob ich lachen, oder weinen soll. Wo auf dieser Welt sind den bitte die ...
Und wer bezahlt wenns mal Bumm macht .. wer schützt dann die Bürger ... ich hab da so eine Ahnung. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.