Bradley Manning
Wie bereits erwartet (gulli:News berichtete) entschied Lind über einen Antrag der Verteidigung, die Anklage gegen Manning aufgrund einer Verletzung seines verfassungsmäßigen Rechtes auf einen zügigen Prozess fallen zu lassen. Die Richterin kam zu dem Schluss, dass dieses Recht durch die mittlerweile knapp drei Jahre andauernde Untersuchungshaft nicht verletzt worden sei.
Mit dieser Entscheidung Linds wurde die letzte Hürde vor einem vollen Kriegsgerichtsprozess gegen Manning - der planmäßig Anfang Juni beginnen und zwölf Wochen dauern soll - ausgeräumt.
Bei der heutigen prozessvorbereitenden Anhörung in Fort Meade, Maryland, verbrachte Lind rund zwei Stunden damit, die Begründung ihrer Entscheidung zu verlesen. Sie kam zu dem Schluss, dass Regierung "gewissenhaft" gearbeitet habe und die Verzögerungen fast ausnahmslos durch die sensible und komplexe Natur des Falles gerechtfertigt seien. Somit seien Mannings Rechte nicht unverhältnismäßig eingeschränkt worden.
Linds Urteil kommt nicht sonderlich überraschend - kaum jemand hatte wohl damit gerechnet, dass die Richterin tatsächlich alle Vorwürfe gegen Manning fallen lassen würde. Dennoch dürften viele Manning-Unterstützer enttäuscht sein, dass die extreme Länge der Untersuchungshaft - erschwert durch zeitweise problematische Haftbedingungen - in dieser Form für gerechtfertigt erklärt wird. Zudem werden Linds heute verkündete Entscheidung und deren Begründung nicht öffentlich einsehbar sein, was bereits mehrfach erhobene Vorwürfe, der Fall finde "im Geheimen" und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, nicht zum Verstummen bringen dürfte.
Text-Quellen: The Guardian
Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 27.02.2013 00:21 Uhr
Und dann ist in den Nachrichten 1 Tag lang die rede von einem, von Mithäftlingen ermordeten, Bradley Manning, der aber bis dahin jedem galant am Arsch vorbei geht. Außerdem ist es ein viel besseres Exempel, wenn man einen Hochverräter elendig in der Zelle verrotten lässt. ...
"wird bei einem Unfall sterben" :m) Zu viele Thriller gesehen ? Übrigens wäre es wohl einfacher, wenn ihn ein anderer Insasse umbringt... Auch das bezeichne ich mal frecherweise als "Unfall" nein ich bin der festen Überzeugung das er dann sterben wird um die Sache ...
Ich kann mir nicht helfen aber ich finde es etwas vorverurteilend, wenn man so eine lange U-Haft als Norm annimmt, weil man die Zeit ja dann der Haftstrafe anrechnen kann. So im Sinne von, eigentlich bräuchten wir gar keinen Prozess machen, der ist eh schuldig und kommt in den Knast und zwar solange ...
Angesichts der Schwere der Verbrechen dürfte die Sache tatsächlich nicht ungewöhnlich lang sein. Viel mehr sollte man doch froh sein, dass anders als früher, heutzutage in solchen Ländern nicht mehr "kurzer Prozess" mit Hochverrätern gemacht wird. Da die Gefängnisstrafe aller Wahrscheinlichkeit nac ...
"wird bei einem Unfall sterben" :m) Zu viele Thriller gesehen ? Übrigens wäre es wohl einfacher, wenn ihn ein anderer Insasse umbringt... Es ist auch nicht unüblich, dass Häftlinge in den U.S.A so lange auf ihren Prozess warten. Soweit ich weiß, wird die U-Haft der endgültigen Freiheitsstrafen ang ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.