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Nicolas Sarkozy: MGMT gewinnt Urheberrechtsstreit

Der Urheberrechtsstreit zwischen dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und der Band MGMT ist nun beendet.

Erinnern wir uns einige Wochen zurück. Der französische Staatspräsident sorgte in allen politischen Bereichen für Wirbel und war aus der Presse nicht mehr wegzudenken.

Im Urheberrechtsbereich fiel er insbesondere durch seine Haltung gegenüber Filesharern auf, die er mit drakonischen Strafen zur Räson bringen wollte. Gelingen sollte dies mithilfe des Three-Strikes-Gesetzes, einem abgestuften Sanktionsmodell, welches von Sarkozy vorgestellt wurde, und enorm restriktiv für die Internetuser war und massive Eingriffe in die Grundrechte vorgenommen hätte. Eine eigens für das Three-Strikes-Gesetz gegründete Behörde hätte die Erhebung der relevanten Daten vorgenommen, über die tatsächliche Rechtsverletzung entschieden und schlussendlich sogar die Strafe ausgesprochen. Die Gewaltenteilung hätte man damit ad absurdum geführt. Beim ersten Verstoß hätte es eine schriftliche Verwarnungen geben sollen. Beim zweiten Verstoß eine Drosselung der Internetgeschwindigkeit und zu guter Letzt die vollständige Trennung des Kunden vom Internet. Ein unglaubliches Vorhaben, an dem der französische Staatspräsident stets kontinuierlich festhielt.

Umso interessanter war es vor einigen Wochen, als die Band MGMT die Partei des französischen Staatspräsidenten wegen einer Urheberrechtsverletzung belangte. Man hatte einen Track der Band ohne entsprechende Lizenz verwendet und schien auch gar nicht daran interessiert zu sein, faire und angemessene Gebühren zu bezahlen. Aufgrund des drohenden Rechtsstreits hat die Partei, zu welcher Nicolas Sarkozy gehört, nun das Handtuch geworfen. Es war bereits damals mehr als unschicklich, dass der Bekämpfer der Urheberrechtsverletzer selbst zu einem solchen wurde. Mehr negative Presse schien man hierzu jedoch ertragen zu wollen, weshalb man sich nun auf eine Zahlung von 30.000 Euro einigte. Den Track selbst hatte man während des Wahlkampfes als musikalische Begleitung genutzt. Ursprüngliche wollte die UMP lediglich einen symbolischen Euro bezahlen, was erfolglos war. Auch die geleisteten Standardgebühren von 53 Euro für die Nutzung waren der Band nicht genug, da sich der Track auch auf Videos wiederfindet, die Sarkozy im Wahlkampf zeigen. Mit einem Betrag von 30.000 Euro hat man nun jedwede Pflicht erfüllt, die Summe selbst wurde von der Band an einen Rechteinhaber-Verband gespendet. (Firebird77)

(via reuters, thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 30.04.2009 13:57 Uhr

tagsTags: filesharing p2p three strikes gesetz urheberrechtsverletzung illegal frankreich nicolas sarkozy mgmt

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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • talk hard am 30.04.2009 19:39:02

    Hätt ich ja nicht gedacht das diese Band so lonservativ in Sachen Nutzungsrechten ist. an der spende des betrages siehst du doch, dass es nicht ums geld ging. ...

  • .drunken am 30.04.2009 17:47:21

    irgendwie erinnert mich das an unseren "ehemaligen" verkehrsminister :D Die 30K zahlt der bestimmt aus der Portokasse... ein Sieg für die Gerechtigkeit :D ...

  • robotangel am 30.04.2009 17:35:32

    Ursprüngliche wollte die UMP lediglich einen symbolischen Euro bezahlen Ich würde es für meine genutzte Musik auch gerne dabei belassen. Soll das eigentlich ein Witz sein? ...

  • Grey40561465183 am 30.04.2009 17:34:46

    Hätt ich ja nicht gedacht das diese Band so lonservativ in Sachen Nutzungsrechten ist. ...

  • ever-online am 30.04.2009 15:48:37

    Mich würde interessieren ob Herr S aus F dafür ein schreiben seiner eigenen Behörde bekommen hätte. Das wage ich zu bezweifeln, da er ja nichts runtergeladen hat ;) Welchen Song hat er verwendet? ...

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