AMD: Dynamisches Übertakten bald auch für Radeon Grafikkarten?
So kennt AMDs "PowerTune Boost"-Modus bisher nur zwei Zustände, nämlich an und aus. Solange die Karte unterhalb einer vorher definierten Maximaltemperatur arbeitet und nicht zuviel Energie aufnimmt, wird der GPU Boost-Takt verwendet. Läuft die Karte besonders heiß oder arbeitet an einer Anwendung, die die Karte extrem hoch auslastet und somit den Energieverbrauch hochtreibt, greift nur der Standarttakt der Grafikkarte. In der Praxis bedeutete diese Umsetzung des GPU-Turbos, dass in fast allen 3D-Anwendungen der Maximaltakt verwendet wird, einige wenige Anwendungen jedoch immer mit Standardtakt ausgeführt werden.
Hinweise in der ADL (AMD Display Library) deuten nun darauf hin, dass auch AMD an einem dynamischen Turbo arbeitet. Ein ähnliches Konzept setzt Konkurrent Nvidia bereits bei der GeForce GTX 600-Serie ein. Bei dem dynamischen Turbo-Modus sind weit mehr Zwischenschritte zwischen dem Standardtakt der Karte und dem maximalen Turbo-Takt vorgesehen. So kann die Karte deutlich genauer an die aktuelle Lastsituation angepasst werden. Der dynamische Turbo verspricht hierbei eine bessere Ausnutzung des Energielimits und höhere Bildwiederholraten in Spielen. Anders als Konkurrent Nvidia möchte AMD anscheinend sogar einen Schritt weiter gehen und das "PowerTune Boost"-Feature auch auf den Speicher der Grafikkarte anwenden. Bisherige Umsetzungen eines GPU Turbo-Modus passen lediglich die Chipspannungs- und Taktrate des Grafikprozessors an. Mit einem zunehmend komplexer werdenden dynamischen Turbo-Modus wird allerdings auch der Vergleich zwischen einzelnen Grafikkarten schwieriger. So haben bessere Kühllösungen und niedrige Umgebungstemperaturen einen deutlichen Einfluss auf den tatsächlich von der GPU verwendeten Turbo-Takt. Eine Grafikkarte mit dynamischem Turbo arbeitet also in einem gut gekühlten Gehäuse meist schneller. Die Serienstreuung der Grafikprozessoren hat ebenfalls einen Einfluss auf die Leistungsaufnahme des Grafikprozessors und somit auch auf den Turbo-Takt.
Text-Quellen: techpowerup
Malte Kremer (g+) am Mittwoch, 06.02.2013 13:33 Uhr
Umgekehrt ist eine solche Karte mit einem "besseren" Kühler genial, die gibt es ja mittlerweile Haufenweise. Und es gibt auch ein paar Hersteller bei denen man beim Kühlertausch nicht die Garantie verliert, zB EVGA und Asus (bin mir bei letzterem nicht sicher). Und auch die gute alte WaKü wurde woh ...
Eine Grafikkarte mit dynamischem Turbo arbeitet also in einem gut gekühlten Gehäuse meist schneller. Die Serienstreuung der Grafikprozessoren hat ebenfalls einen Einfluss auf die Leistungsaufnahme des Grafikprozessors und somit auch auf den Turbo-Takt. Allein deswegen halte ich von s ...
Mit Markteinführung der AMD Radeon HD 7000 Serie veröffentlichte AMD erstmals eine "PowerTune Boost" genannte automatische Übertaktungs-Funktion für seine Radeon Grafikkarten. Diese soll nun offenbar für kommende Radeon Grafikkarten deutlich überarbeitet werden und einen dynamischen GPU- und RAM-Tak ...
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Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
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