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Erpresser versuchte sich Arbeitsplatz durch Plagiatsvorwurf zu verschaffen

VroniPlag Methode zur farblichen Kenntlichmachung von Plagiaten

VroniPlag Methode zur farblichen Kenntlichmachung von Plagiaten

Mit einem mutigen Plan versuchte ein namentlich nicht näher bekannter Mann, eine Festanstellung bei der Deutschen Bank zu erpressen. Er drohte einem Manager des Unternehmens damit, dessen Doktorarbeit auf dem Internetportal VroniPlag zu veröffentlichen. Der Plan mündete allerdings in einer Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft Frankfurt statt in einem Jobangebot.

Unter einem Vorwand soll der Verdächtige einen führenden Angestellten des deutschen Bankunternehmens in ein Frankfurter Café gelockt haben. Dort stellte sich der mutmaßliche Erpresser als Administrator der Plattform VroniPlag vor, durch die bereits mehrere Doktorarbeiten als fehlerhaft eingestuft wurden. Im Rahmen seines dubiosen Angebotes drohte der Mann dem Mitarbeiter an, auch dessen Doktorarbeit auf der Webseite zu veröffentlichen. Da sich der promoviert habende Angestellte allerdings sicher war, bei dem Verfassen seiner Arbeit keinerlei Fehler begangen zu haben, wies er den augenscheinlich Arbeitssuchenden zurück. Dieser konterte, dass die bloße Veröffentlichung des Werkes auf VroniPlag bereits für eine empfindliche Rufschädigung sorgen würde. Der Manager beharrte allerdings auf seinem Standpunkt.

Nachdem der Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen des fehlgeschlagenen Versuchs nun Anzeige erstattet hat, wird deutlich, dass es sich wohl nur um eine leere Drohung gehandelt hatte. Die zuständige Staatsanwaltschaft Frankfurt erklärte, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass der Verdächtige tatsächlich zu VroniPlag gehöre. Ein Aktivist der Plattform machte derweil deutlich, dass ohne eine erhebliche Fundstelle ohnehin keine Dissertation auf der Internetseite veröffentlicht werde. Der Erpresser verweigerte gegenüber der Polizei die Aussage, wie Bild berichtet.

VroniPlag dient freiwilligen Helfern die Möglichkeit, Dissertationen bekannter Persönlichkeiten gemeinsam unter die Lupe zu nehmen. Falls mehrere Nutzer Plagiate innerhalb einer Arbeit feststellen konnten, wird der Urheber öffentlich gemacht und gegebenenfalls die entsprechende Universität in Kenntnis gesetzt. Dieses Vorgehen führte bereits zu mehreren Titel-Aberkennungen.

Bild-Quellen: vroniplag

Text-Quellen: spiegel

Julian Wolf (g+) am Donnerstag, 31.01.2013 20:34 Uhr

Tags: plagiat erpressung

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vgwort
 
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15 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Schulterfraktur am 25.02.2013 00:25:48

    Genau! Eigeninitiative und Ideen sind doch heute gefragt :cool: ...

  • griever91 am 24.02.2013 20:26:35

    vielleicht wollte er mit der erpressung nur zeigen, das er bestens in die kriminelle welt der banken passt. ...

  • Raeven am 10.02.2013 12:08:00

    Aber der Erpresste wäre ja nicht der erste, der sich "sicher" ist, das seine Arbeit vollkommen ok ist, und dann selber in den Angriff übergeht ;). ...

  • Zeor am 03.02.2013 12:48:51

    Bei ein Manager der Deutschen Bank ein Wochenlohn. Plus Endjahresprämie :dozey: ...

  • Babaros am 03.02.2013 12:26:16

    .. na ja, es ging wohl im einen arbeitsplatz mit 160.000 € jahresgehalt. da kann man´s ja mal versuchen. :o Bei ein Manager der Deutschen Bank ein Wochenlohn. Da ist doch die Versuchung groß. Warum die Aufregung? Ist doch im Business nic ...

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