"Man muss sehen, dass unser ganzes Leben, ob Wirtschaft oder Daseinsvorsorge, von Netzen gesteuert ist. Und das erhöht natürlich auch die Anfälligkeit gegenüber Angriffen auf diese Netze", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Als Beispiele nannte Friedrich Stromversorgung, Kommunikationsnetze und Logistik.
Friedrich plant nach eigener Aussage, private Betreiber derartiger kritischer Infrastrukturen zu einem "gemeinsamen Sicherheitsniveau" zu überreden. Zudem bestätigte er die bereits in den vergangenen Wochen laut gewordenen Forderungen nach einer Meldepflicht für sicherheitsrelevante Vorfälle. Nur, wenn Unternehmen verpflichtet seien, Angriffe auf ihre Systeme zu melden, seien "unsere Cyber-Abwehrkräfte in der Lage, auch möglichst schnell ein Lagebild zu erstellen und auch Abwehrmaßnahmen auf den Weg zu bringen," erklärte Friedrich. Die Meldepflicht wird jedoch durchaus kontrovers diskutiert; einige Wirtschaftsvertreter befürchten einen Vertrauensverlust, insbesondere, falls sie auch Angriffe melden müssten, bei denen kein ernsthafter Schaden angerichtet wird.
An der vom 1. bis 3. Februar in München stattfindenden Sicherheitskonferenz werden voraussichtlich ein Dutzend Staats- und Regierungschefs sowie fast 70 Außen- und Verteidigungsminister teilnehmen. Dort soll unter anderem über aktuelle Krisenherede in Mali, Syrien und dem Iran diskutiert werden. Friedrichs Äußerungen legen jedoch nahe, dass auch der Themenbereich IT-Sicherheit und kritische Infrastrukturen - der von einigen sogenannte "Cyberwar" - wieder eine Rolle spielen wird.
Text-Quellen: dpa/onlinekosten.de
Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 31.01.2013 17:37 Uhr
Diese Aussage von Friedrich finde ich ja besonders goldig: Nur, wenn Unternehmen verpflichtet seien, Angriffe auf ihre Systeme zu melden, seien "unsere Cyber-Abwehrkräfte in der Lage, auch möglichst schnell ein Lagebild zu erstellen und auch Abwehrmaßnahmen auf den Weg zu bringen," ...
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich warb im Vorfeld der morgen beginnenden der Münchner Sicherheitskonferenz für eine bessere Absicherung von kritischen Infrastrukturen gegen Hacker-Angriffe. Die IT von Regierungsstellen und privaten Betreibern wichtiger Infrastruktur sei nur unzureichend gegen ...
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Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.