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MEGA: Schwachstelle ermöglicht massenhaften Versand von Spam-Mails

MEGA: spam or stuff wanted?

MEGA: spam or stuff wanted?

Eine bislang unbekannte Schwachstelle in Kim Dotcoms One-Click-Hoster ermöglicht es Angreifern, über MEGA massenhaft E-Mails zu verschicken. Die unzureichende Filterung der Registrierung neuer Benutzer macht es Cyberkriminellen leicht, darüber Spam- oder Phishing-E-Mails zu verschicken. Der Absender der E-Mails bleibt dabei stets MEGA, die Identität der Täter bleibt hingegen verborgen.

Alles begann so pompös und Aufsehen erregend. Mit einem wahrlich showreifen Auftritt stellte der Internet-Millionär Kim Dotcom letzten Sonntag seinen neuen Online-Speicherdienst „MEGA“ vor, der allen Nutzern eine Verschlüsselung mittels RSA-Schlüsseln mit 2048 Bit Stärke anbietet. Wenige Stunden nach der Eröffnung meldeten sich über eine Million Anwender an, was die Server regelrecht in die Knie zwang (gulli:news berichtete). Doch die Downtime soll nicht nur am extremen User-Ansturm gelegen haben. Bereits am Tag der Eröffnung wurden auf mega.co.nz die ersten XSS-Lücken entdeckt, deren Ausnutzung ebenfalls zu einer Überlastung führten. Das zumindest glaubt der Erdinger IT-Dienstleister Heiko Frenzel.

Eines seiner neuen Videos zeigt eindrücklich, dass bei MEGA die Registrierung neuer Anwender nur mangelhaft gegen Missbrauch geschützt ist. Beim neuseeländischen Filehoster gäbe es nach Informationen von Frenzel keine Captcha-Abfrage und auch keine IP-Sperre, die einen Missbrauch verhindern könnte. Zu Demonstrationszwecken wurde nun von ihm ein Bot programmiert, der dazu in der Lage ist, den ungewollten Massenversand von Werbemails vorzuführen. Frenzel moniert weiterhin, das Verschicken eines eigenen Codes oder Links zu Phishing-Webseiten via E-Mail sei ebenfalls möglich. Weder habe man die Länge der E-Mails begrenzt, noch würde man den Inhalt der Formulare überprüfen. Diesbezüglich gäbe es noch viel zu tun. "Es lässt sich eine Menge Unsinn damit treiben, darum sollte man bei MEGA vielleicht doch nochmals ein wenig am Portal schrauben", schreibt der IT-Sicherheitsberater aus dem Raum München. Man müsse sich also nicht wundern, sollte man überraschend eine E-Mail des Megaupload-Nachfolgers im eigenen Posteingang finden. Mit Filehsharing oder dem Thema Cloudstorage habe diese E-Mail aber nicht immer etwas gemeinsam.

der MEGA bug im Detail

der MEGA bug im Detail

Wer sich das Programm von sicherheit-online.org herunterladen will, um die Lücken selbst auszunutzen, wird hingegen enttäuscht. Der Bot wird aus rechtlichen Gründen natürlich nicht zum Download angeboten. Dem Ersteller ging es primär darum, allen Interessenten im Video die problematische Schwachstelle in Aktion zu zeigen.

Bild-Quellen: sicherheit-online.org

Text-Quellen: sicherheit-online.org

Lars Sobiraj (g+) am Dienstag, 22.01.2013 11:59 Uhr

Tags: megaupload sicherheit online heiko frenzel kim dotcom mega

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15 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Videos am 25.01.2013 08:00:21

    Jeder einigermaßen anständige, nicht mal guter, Hoster lässt Dich per URL hoch laden. Du glaubst offensichtlich, Du gibst dort youtube.com ein und alles wird hochgeladen, ja? Viel Spass dabei youtube in 40GB (Dein Freeacc) zu pressen. Wird dann wohl ne Lebensaufgabe werden. ...

  • privet am 25.01.2013 00:36:24

    musste grad festellen das man sogar urls uploaden kann und da wundert der sich warum seine server überlastet sind... wenn jemand ein backup von youtube haben will oder paar porn seiten wär das kein probelm mehr da man ja sogar relativ einfach freeaccs erstellen kann ...

  • Ghandy am 24.01.2013 08:36:30

    Bezüglich der Verschlüsselung sind andere Leute da ganz anderer Ansicht als Du. Wegen der XSS-Lücke würde ich an deiner Stelle den Heiko Frenzel selbst über Twitt ...

  • PiratenPinky am 23.01.2013 11:51:13

    Nur mal so, wenn es keine Limitirung gibt, könnte man sich dann nicht auch einen benutzernamen machen, der dann selber schon 40 GB (oder mehr) groß wäre? :P Na dann mal los! :D :coffee: ...

  • avalax am 23.01.2013 07:13:33

    MEGA angelegte promotion. gibt es einen schnelleren Weg, DIE Leute von FRÜHER, die für den damaligen Umsatz gesorgt haben, wieder auf die Seite zu locken? Genau DIE laden doch später auch wieder Dinge hoch, die andere teuer runterladen müssen. Kommen die Emails denn wirklich bei jemandem an? od ...

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