Neelie Kroes
Die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes, ließ gestern verlauten, dass sie eine EU-weite Meldepflicht für Hacking-Angriffe einführen wolle. Ihrer Meinung könnten Sicherheitsprobleme im Netz jeden betreffen, weshalb in diesem Punkt ein öffentliches Interesse bestehe.
Der deutsche Bundesverband IT-Mittelstand (Bitmi) lehnte den Plan der Niederländerin heute in einer Stellungnahme ab. Gegenüber dem IT-Portal Golem erklärte eine Sprecherin des Verbandes, dass unklar sei, welche Art von Angriffen unter den angedachten Paragrafen fallen könnten. Schließlich seien IT-Unternehmen mitunter täglich von Tausenden erfolglosen Attacken betroffen. Eine Meldepflicht wäre so kaum zu realisieren. Auch von einem möglichen Imageschaden für Unternehmen spricht der Bitmi.
Nach Ansicht der Unternehmen sei der bürokratische Mehraufwand keine Lösung für das Problem. Schließlich stelle eine Meldepflicht einer Behörde nicht sicher, dass auch die betroffenen Kunden informiert werden. Sollten Nutzer allerdings tatsächlich über jegliche Cyberattacken in Kenntnis gesetzt werden, auch wenn kein Schaden angerichtet wurde, wäre die Verunsicherung unter der Kundschaft groß. Letztlich müssten Problemlösungen von den „Stake-Holdern“ (Eigentümern) selbst, gefunden werden. Da der Hackerbereich äußert agil und diffizil sei, könne eine „Behördenlösung hier nicht Schritt halten würde“, so Bitmi-Präsident Oliver Grün.
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hingegen kritisierte gestern noch, dass viele Unternehmen IT-Angriffe durch Vernachlässigung wichtiger Bereiche selbst verschulden würden.
Bild-Quellen: rnw
Text-Quellen: golem
Julian Wolf (g+) am Freitag, 18.01.2013 18:45 Uhr
Naja, der Imageschaden würde aber alle Treffen. Versuch mal einem "normalen" Internetbenutzer zu erklären, das es ganz normal ist, das täglich hochgradig primitive hackingversuche unternommen werden ;). Und für kleinstunternehmen (1-2 Mann gerade) wäre das dann schon sehr viel Aufwand, das jeden Ta ...
Nicht zuletzt sei ein Imageschaden für betroffene Firmen zu befürchten. befürchten? Ich würde eher sagen zu erhoffen! Naja generell muss ich aber auch zugeben, dass mir der Sinn einer Meldepflicht gegenüber den staatlichen Behörden nicht so ganz klar ist. Besser fände ich es, wenn ...
Das hört sich ja fast so an, als ob die dauernd gehackt werden :D Der Imageschaden ist garantiert enorm; wahrscheinlich fordert Kroes das deshalb auch: damit die Stümper ihren Schrott mal ordentlich pflegen. ...
Der Bundesverband IT-Mittelstand hat sich gegen Neelie Kroes' Gesetzesvorschlag zur Meldepflicht von Hacking-Angriffen positioniert. Nach Meinung der Unternehmen sei eine zentrale Registrierung der Attacken keine funktionierende Lösung des Problems. Nicht zuletzt sei ein Imageschaden für betroffene ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.