Das übertragene Bild vor und nach der Anwendung der Reed-Solomon-Codierung.
Das Bild wurde von der "Next Generation Satellite Laser Ranging (NGSLR)"-Station des Goddard Space Flight Center im US-Bundesstaat Maryland zum LRO übertrugen. Dieser empfing die Daten mit Hilfe seines "Lunar Orbiter Laser Altimeter" (LOLA). Die Daten legten eine Strecke von 240.000 Meilen - rund 386.000 Kilometern - zurück. Die Daten wurden huckepack auf den regelmäßig zur Positionsbestimmung des Flugkörpers gesendeten Laser-Signalen übertragen. So erreichte die NASA gleichzeitige Laser-Kommunikation und -Positionsbestimmung.
"Das ist das erste Mal, dass jemand eine Laser-Kommunikation über planetare Entfernungen erreicht hat," so der am Projekt beteiligte Wissenschaftler David Smith vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), "In naher Zukunft könnte dieser Typ simpler Laser-Kommunikation als Backup für die Funk-Kommunikation, die Satelliten benutzen, dienen. In der weiter entfernten Zukunft könnte sie Kommunikation mit höherer Datenübertragungsrate, als sie aktuelle Funk-Verbindungen bieten können, erlauben."
Die verwendete Version der Mona Lisa umfasste 152 mal 200 Pixel - eine noch vergleichsweise geringe Auflösung. Jedes Pixel wurde durch einen Laser-Puls übertragen. Das Bild wurde in schwarz-weiß übertragen. Jedes Pixel konnte so einen von 4096 verschiedenen Werten, die verschiedene Graustufen repräsentierten, annehmen. Diese wurden durch 4096 verschiedene Zeitfenster innerhalb des kurzen für Laser-Tracking vorgesehenen Zeitraums repräsentiert. Das Bild wurde mit einer gesamten Datenrate von rund 300 Bit pro Sekunde übertragen.
Das LOLA-Instrument rekonstruierte das Bild anhand der Ankunftszeiten der einzelnen Laser-Pulse, was nach Angaben der NASA geschah, ohne die eigentliche Aufgabe des LRO - die Kartographierung des Mondes - zu unterbrechen oder einzuschränken. Das rekonstruierte Bild wurde anschließend zur Überprüfung über die normale Telemetrie-Verbindung des LRO wieder an die Erde übertragen. Durch Turbulenzen in der Erdatmosphäre kam es trotz klaren Himmels zu Übertragungsfehlern. Um diese zu korrigieren, verwendete die NASA die sogenannte Reed-Solomon-Codierung, die auch bei CDs und DVDs Verwendung findet. Durch das Experiment sammelte die NASA auch Daten über Signal-Fluktuationen durch Besonderheiten der Erdatmosphäre.
Die NASA plant, zukünftig Laser-Kommunikation mit höheren Datenraten für ihre Missionen einzusetzen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Verfahren in nicht allzu ferner Zukunft auch für eine zivile Nutzung interessant werden könnte.
Bild-Quellen: Xiaoli Sun, NASA Goddard
Text-Quellen: NASA
Annika Kremer (g+) am Freitag, 18.01.2013 17:34 Uhr
Das Interessante an dieser Nachricht ist nicht das Verfahren an sich, sondern die Distanz (fast 400.000 km). Dresden ist schön und auch sehr groß, aber so groß? ...
Zivile Nutzung existiert doch bereits, hier in Dresden hat man z.B. in den Netzwerken der Studenten-Wohnheime damit experimentiert (mit welchem Erfolg kann ich allerdings nicht sagen, da ich nicht beteiligt war). Siehe auch hier. ...
Wann wird die Technik marktreif? Das Bild wurde von der "Next Generation Satellite Laser Ranging (NGSLR)"-Station des Goddard Space Flight Center im US-Bundesstaat Maryland zum LRO übertrugen. Wurde übertrugen? Ich habe eben erst einen ähnlichen Fehler in den News gelesen. :confused: ...
Genau, nicht das da auf einmal morgens die Bullen mit nem Durchsuchungsbefehl vor der Einstiegsluke stehen... ich würde denen auf jeden Fall nicht aufmachen. Dann kommt es wohl darauf an, wer den längeren Atem hat *G* (wörtlich in dem Fall). ...
Lichtspruch zur Erde! ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.