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Spracherkennung: Der Trend bei elektronischen Geräten

Spracherkennungskonzepte sind bereits in einer Vielzahl an Geräten enthalten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man von Touchscreen und Tastatur völlig abkommen wird. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel der verschiedenen Systeme. Dank Cloud Computing können auch komplexe Anfragen gelöst werden, einfache Befehle führen sprachgesteuerte Geräte auf sich gestellt aus.

Auf der CES wurden von mehreren Anbietern Produkte mit Sprachsteuerung präsentiert. Es gibt „Sprache als Eingabemethode“ bei Intel, Ford, Samsung, LG und Panasonic. Auch in Apples iPhone ist eine Spracherkennungssoftware enthalten. All diese Lösungen haben Entwicklungen der Firma Nuance (Boston) als Grundlage, deren Chief Marketing Officer Peter Mahoney im Interview mit Futurezone die Funktionsweise von Sprachsteuerung erläuterte.

Zunächst einmal muss man verstehen, dass Sprache andere Formen der Bedienung wie Tastendruck oder Geste am Touchscreen niemals vollständig ersetzen werden. Vielmehr stellt die Steuerung durch mündliche Befehle eine Ergänzung des herkömmlichen Bediensystems dar. „Entscheidend ist […] das Zusammenspiel aller Bedienkonzepte“, der Nutzer wird je nach Situation die Methode anwenden, welche ihm gerade effizient erscheint. Das bedeutet, dass Geräte künftig eine Vielfalt an Bedienkonzepten zugleich anbieten und dass der Nutzer selbst entscheiden kann, zu welchem er greifen möchte. Die sprachliche Interaktion variiert ebenfalls je nach Situation, wird manchmal im klaren Befehlston ablaufen und zu anderer Zeit in entspanntem Ton, natürlicher. Neben Befehlen wie „lauter“, „leiser“ oder den Sendernamen gibt es auch die Möglichkeit, differenziertere Anfragen zu stellen wie beispielsweise „Ich will das Spiel sehen“. Doch diese Art von Umgang mit Geräten ist dem Nutzer nicht geläufig, er muss sie „erst entdecken und erlernen“.

Was die Berührungsangst mit den Geräten betrifft, so meint Mahoney, diese sei weitgehend verschwunden, seit die Technik ausgereifter ist und mehr leisten beziehungsweise mehr verarbeiten kann. Je intelligenter sich ein Gerät präsentiert, umso normaler wird mit ihm umgegangen. Grundsätzlich geben die Entwickler von intelligenten Geräten diesen eine Art Persönlichkeit, indem sie ihr eine Stimme mit gewissem Tonfall (witzig, seriös, gesprächig) verleihen, die in gewissen Situationen spezifisch reagiert. Im Allgemeinen wird „für komplexere Anfragen auf die Cloud zurückgegriffen“, während einfache Befehle am Gerät direkt verarbeitet werden. Durch die Verbindung mit dem Internet können die Entwickler Interaktionsdaten auswerten und ihre Services entsprechend verbessern. Je mehr Daten aus dem Anwenderbereich eingesehen werden können, desto stärker geht der Fortschritt auf dem Sektor Spracherkennung voran. Was noch ausständig ist, ist die Verbindung von künstlicher Intelligenz und Spracherkennung; dieses Projekt steht in den nächsten Jahren bevor.

Text-Quellen: futurezone.at

Joan Z. am Mittwoch, 16.01.2013 12:18 Uhr

Tags: ces spracherkennung

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