Bislang gibt es noch keinen funktionsfähigen Prototypen
In Amsterdam läuft ein Projekt zur Herstellung eines Fair-Trade-Smartphones. Dieses soll bereits im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen, Kostenpunkt des mit dem Betriebssystem Android ausgestatteten Geräts sollen ohne Vertrag 250 bis 300 Euro sein. Projektleiter Bas van Abel kann zwar noch keinen funktionierenden Prototypen des Smartphones vorweisen, doch kann man sich die Schwierigkeiten, die es bei dem Trachten nach einem unter fairen Bedingungen hergestellten Gerät zu überwinden gilt, leicht vor Augen führen.
Nachdem „etwa 60 verschiedene Stoffe“ in einem Handy enthalten sind, ist es entsprechend schwierig, hier Transparenz zu schaffen, was die Herkunft der Metalle und anderen Stoffe betrifft. Die Abbaugebiete sind oft von Bürgerkrieg belastet. Es gibt jedoch auch zertifizierte Minen, deren Gütesiegel garantiert, dass der Rohstoffabbau aus ihnen nicht in Zusammenhang mit Bürgerkrieg steht und auch sonst unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen stattfindet. Das im Moment mit FairPhone bezeichnete Smartphone, mit dem sich van Abel beschäftigt, soll sich an auf diese Weise zertifizierte Abbauregionen halten, was seine Bestandteile betrifft. Wie weit der Bedarf durch solche abgedeckt werden kann, wird sich zeigen.
Darüber hinaus ist es für die Hersteller von elektronischen Geräten oft nicht nachvollziehbar, welche Zulieferer der als fair eingestufte Lieferant von Bauteilen hat; nutzen diese Kinderarbeit oder sind sie sonst irgendwie mit schlechten Arbeitsbedingungen verbunden, so kann der Handyhersteller dies oft nicht feststellen. FairPhone definiert Standards für seine direkten Zulieferer und überprüft deren Einhaltung, ist jedoch ein „kleines Start-up-Unternehmen“ und hat darum nicht den Einfluss, den die Betreiber sich wünschen würden. Welches Design das fair produzierte Smartphone haben wird, ist teilweise auch von der Erwartungshaltung schon bestimmt: Es soll sich reparieren lassen, der Akku soll austauschbar sein, und wenn möglich soll es ein Dual-Sim-System besitzen, um auf der einen Seite ein zweites Handy zu ersetzen und auf der anderen Seite für Gebiete mit unterbrochener Netzabdeckung ebenfalls geeignet zu sein.
Das Fair Phone wird von Experten als erster Schritt in einer positiven Entwicklung betrachtet. Bisher begründeten Unternehmen die Ablehnung der Produktion von fairen Handys mit dem Argument, dass es nicht genügend Nachfrage gebe. Mit dem Team rund um das neue FairPhone einen Vertrag hat bereits KPN (Mobilfunkkonzern Niederlande), mit Vodafone und T-Mobile steht man noch in Verhandlungen.
Bild-Quellen: vipitus@deviantart.com
Text-Quellen: spiegel.de
Joan Z. am Montag, 14.01.2013 13:43 Uhr
Wahrscheinlich hat Apple dem Adapter für den Versand nach Brüssel noch ein schwarzes Köfferli aus der Schweiz beigelegt. War eigentlich Ernst Strasser mal im Umweltrat tätig? Edit: Oh, dieser Adapter kostet nur sensationelle 19,99€ :T ...
Niemand legt sich gerne mit dem wertvollsten Unternehmen aller Zeiten an. Falls das Smartphone gut verarbeitet ist und die Leistung stimmt, würde ich evtl. auch drauf umsteigen. Ich habe kein schlechtes Gewissen ein HTC Phone zu besitzen, immerhin baut unsere Gesellschaft auf dem Leid anderer auf. ...
Ich hab mich auch gewundert das die EU Kommission Apple das durchgehen hat lassen. :unknown: Ohne jetzt wieder ein sinnloses Bashing anfangen zu wollen, aber von diesem Unternehmen ist man doch Extrawürste gewohnt, oder etwa nicht? ...
Jep leider muss man diesen extra kaufen. Ich hab mich auch gewundert das die EU Kommission Apple das durchgehen hat lassen. :unknown: ...
Der gewisse Hersteller ;) hat einen Adapter dafür entwickelt und somit die Auflage der EU Kommission erfüllt. Aber den Adapter muss man doch erstmal bezahlen ($$$ :T), oder liegt er etwa dem iPhone bei? :eek: ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.