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USA: Verbrechensprognose durch Software

Verbrechensbekämpfung via Software

Verbrechensbekämpfung via Software

In den USA findet mancherorts bereits eine Software zur Senkung der Verbrechensrate Verwendung. Aufgrund breiter Datenanalysen wurde ein Algorithmus entwickelt, der vorhersagen soll, ob ein bereits straffällig gewordener Mensch ein potentieller Mörder ist. Die Software soll Bewährungsbeamte unterstützen, aber auch den Gerichten Anhaltspunkte für Verhängung von Strafmaßen oder Kaution liefern.

In den USA wird zur Verbrechensbekämpfung an manchen Orten ein Algorithmus eingesetzt, der angeblich voraussagen kann, ob jemand ein potentieller Mörder ist. Die neuartige Vorhersagesoftware zur Verbrechensvermeidung wird demnächst in Maryland und Pennsylvania eingesetzt werden und soll bald auch in Washington D.C. zur Verfügung stehen. Sie verspricht, die Verbrechensrate zu senken, indem sie vorab erkennt, welche auf Bewährung freien Straftäter potentielle Mörder sind und aus diesem Grund strengere Überwachung benötigen.

Die Software, die bereits in Baltimore und Philadelphia zur Anwendung kommt, zielt darauf ab, die Beurteilungen der Bewährungsbeamten zu ersetzen, die diese im Moment vornehmen müssen. Richard Berk, Kriminologe an der University of Pennsylvania, ist einer der Entwickler des Algorithmus. Er gibt an, dass dieser helfen werde, die Rate von Mord und anderen Verbrechen zu senken. Außerdem werde er den Gerichtshöfen helfen, Kautionsbeiträge festzulegen und Strafmaße zu erarbeiten. Die Software werde die Gefühlsentscheidung der Bewährungsbeamten ersetzen, welche diese bisher zu treffen hatten. Für ihre Entwicklung verglichen Forscher eine Datenmenge von mehr als 60.000 Verbrechen inklusive Tötungsdelikte. Der Algorithmus soll nun diejenigen Menschen herausfiltern, welche nach dem Begehen eines Verbrechens im Hafturlaub oder auf Bewährung eher zu Mord neigen als andere.

Berk gibt an, dass die neue Software acht von hundert künftigen Mördern im Voraus ausfindig machen kann. Sie analysiert an die zwei Dutzend Variablen, darunter Strafregister und geographische Zuordnung des Straffälligen. Die Art des Verbrechens und das Alter des Betreffenden zum Zeitpunkt der Straftat stellten sich hierbei als besonders aussagekräftig heraus. Worauf es laut Berk bei der Prognose neuer Straftaten ankomme, sei nämlich genau die Analyse des Verhaltens eines Straftäters zu seiner Jugendzeit. Habe jemand im Alter von 14 Jahren bewaffneten Raub begangen, sei das ein aussagekräftiges Indiz für die Zukunft. Sei der Täter zum Zeitpunkt des Vergehens bereits 30 Jahre alt gewesen, habe dies kaum Aussagekraft über sein künftiges Verhalten.

Bild-Quellen: deviantart.com

Text-Quellen: derstandard.at wired.com

Joan Z. am Freitag, 11.01.2013 13:57 Uhr

Tags: software verbrechensbekämpfung usa algorithmus richard berk

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vgwort
 
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17 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • KidZler am 14.01.2013 11:41:00

    Au Weia ! Ich Schreib mal fix nen Alg. und wir sind alle Probleme der Welt loss keine Kriege mehr und keine Dumköpfe ... ...

  • Malicus am 13.01.2013 21:52:22

    . Klar sollten die dann nicht als Beweis dienen oder gar als Fakt hingestellt werden, wenns aber beim Ermitteln hilft warum nicht? Da ist nichts mit ermitteln. Die Software soll Bewährungsbeamte unterstützen, aber auch den Gerichten Anhaltspunkte für Verhäng ...

  • loopzone am 13.01.2013 21:20:44

    Ein bisschen voreilig soetwas von anfang an zu verurteilen, oder? Wie heißt's so schön? "Nachtigall, ick hör' dir trapsen". Und angesichts von Überschriften wie "Studie ...

  • War-10-ck am 13.01.2013 11:56:10

    Toll! Eine Software die in die Zukunft blicken kann. Sie ist bestimmt mindestens so genau wie die Wettervorhersage. Deswegen: Doppel-Toll Ein bisschen voreilig soetwas von anfang an zu verurteilen, oder? Schließlich kommt es auf die Nutzung und Auslegung der Ergebm ...

  • Trollolol am 13.01.2013 11:48:52

    Fortschritt! Wuhuu! :beer: ...

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