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Wikipedia verliert durch neue Regeln Autoren

Wikipedia (Logo)

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Die Online-Enzyklopädie Wikipedia scheint sich mit seinem neuen Regelwerk ins eigene Fleisch geschnitten zu haben. Wie ein wissenschaftlicher Bericht der Universität Minnesota dokumentiert, fiel die Zahl der freiwilligen Autoren im englischen Bereich Ende 2012 auf 35.000. Vor fünf Jahren waren es noch 56.000 Personen, die sich an der Arbeit beteiligten.

Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgte im Rahmen eines Artikels von Wissenschaftlern der Universität Minnesota, der in der Zeitschrift American Behavioral Scientist veröffentlicht wurde. Dort dokumentieren die Experten für Ende 2012 einen erheblichen Rückgang der Autorenzahlen. Während 2007 noch 56.000 Personen regelmäßig englische Artikel für das Lexikon verfassten, sollen es Ende des letzten Jahres nur noch 35.000 gewesen sein.

Nach Einschätzung der Wissenschaftler soll Wikipedias neues Regelwerk hinter diesem Defizit von 37,5 Prozent stecken. Denn die freie Online-Enzyklopädie implementierte in den letzten Jahren immer weitere Algorithmen und Richtlinien, die zur Löschung einiger neuer Inhalte führten. Durch diese restriktiven Mechanismen, die ursprünglich der Qualitätskontrolle dienlich sein sollten, seien sehr viele neue Autoren abgeschreckt worden, so die Forscher. Unter dem Strich habe der Versuch, die Masse an verschiedenen Informationen zu kontrollieren, also dazu geführt, dass die Menge der Inhalte abgenommen habe.

Neue Autoren für das Projekt zu begeistern ist nicht die einzige Herausforderung, der sich der Gründer der Plattform, Jimmy Wales zurzeit stellen muss. Erst kürzlich forderte er die gesamte Nutzerschaft mit einem Spendenappell dazu auf, Wikipedia finanziell zu unterstützen. Insgesamt 25 Millionen US-Dollar konnten auf diesem Wege eingenommen werden. Der deutschsprachige Teil konnte mit 5,2 Millionen Euro seinen Vorjahresrekord sogar um 40 Prozent steigern.

Bild-Quellen: wikimedia

Text-Quellen: n-tv

Julian Wolf (g+) am Samstag, 05.01.2013 20:31 Uhr

Tags: jimmy wales wikipedia

vgwort
 
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13 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Karies am 08.01.2013 09:50:09

    Das Problem, welches ich bei dem Verlust an Autoren sehe, ist dass die Gemeinde immer mehr auf einen harten Kern zusammenschrumpft. Jene Leute sind aber leider nicht unbedingt die, die ein spezielles Fachgebiet haben, zu welchem sie eine begrenzte Anzahl von Artikeln schreiben, sondern in höherem Ma ...

  • IronCandy am 07.01.2013 18:01:05

    Das primäre Problem ist die Infrastruktur und die Kosten. Auf Dauer wird es eine umfasssende Wikipedia nur durch staatliche Unterstützung geben und warum auch nicht? Der Staat existiert um dem Allgemeinwohl zu dienen. Momentan besteht die Illusion das Wikipedia als eine Art NGO alleine weiterexisti ...

  • TheOnlyOne6520 am 07.01.2013 03:28:36

    Viele wollen aber, dass das "richtige" Wikipedia "wissenschaftlich" ist, was auch immer damit gemeint ist. Deshalb auch meine Kompromiss-Idee, dass halt ein extra Reiter mit Trivia und sonstigen Infos eingeführt wird, der einfach nur gesammelt alles enthält, was nicht in de ...

  • Trollolol am 07.01.2013 02:58:10

    Mit diesen ganzen Fan-Wikis gibt es aber zahlreiche Probleme. Beispielsweise, dass es verschiedene zum gleichen Thema gibt, also keine zentrale, umfangreiche Anlaufstelle existiert, sondern lauter mehr oder weniger zusammengeschusterte Infoschnipsel. Diese sind nicht einheitlich gestaltet was profes ...

  • TheOnlyOne6520 am 07.01.2013 01:12:05

    ...tja da wird Wikipedia am Ende den Weg eines jeden Lexikons gehn: nen oberflächlicher Vers was sich dahinter verbirgt und des wars. Aber es werden sich spezial wikis bilden und bestimmte Themen aufgreifen... Lustig wirds wenn jemand mal ernsthaft nen Hacker-wiki aufzieh ...

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