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Joel Tenenbaum: RIAA präsentiert "mysteriösen" Zeugen

Der Prozess der Recording Industry Association of America (RIAA) gegen Joel Tenenbaum, welcher von Professor Charles Nesson verteidigt wird, nimmt immer merkwürdigere Ausmaße an.

Zugegebenermaßen schenken wir der Klage, die gegen Joel Tenenbaum seitens der Recording Industry Association of America ins Feld geführt wird, überdurchschnittlich viel Beachtung.

Dies liegt jedoch insbesondere an der Tatsache, dass das Verfahren an sich gerade außergewöhnlich geführt wird. Der bekannte amerikanische Filesharer-Verteidiger Ray Beckermann kritisiert die Situation seit langer Zeit, was durchweg verständlich ist. Beide Seiten agieren auf eine höchst unorthodoxe Weise vor dem Gericht, wobei die gewünschte Live-Übertragung der Verhandlung bestenfalls die Spitze des Eisbergers darstellt. Jedoch ist das Verfahren eben insbesondere aufgrund der vollzogenen Arbeitsweise mehr als nur hochinteressant. Die RIAA versucht mit allen erdenklichen Mitteln die Öffentlichkeit vom Verfahren fernzuhalten, während Professor Charles Nesson mit dem gleichen Aufwand versucht, die Verfahrenspraktiken der RIAA zu veröffentlichen.

Wohin das Verfahren gehen wird, ist nach wie vor unklar, insbesondere nachdem der Live-Übertragung eine Absage erteilt wurde. Besonders interessant wird der Prozess nun jedoch aus einem neuen Grund. Die RIAA hat eine Verlegung des Prozesstermins um eine Woche beantragt. Wie Ray Beckermann erklärt, ein völlig untypischer Schritt, welchen kein angehender Jurist adaptieren sollte. Der Auslöser für diesen Antrag der RIAA liegt darin, dass man eine Woche später einen neuen "Zeugen" präsentieren könnte. Dieser wäre zu dem Zeitpunkt in Chicago und könnte per Telefon befragt werden. Die Ergebnisse würden dann als neues Beweismaterial in das Verfahren einfließen. Die Major-Labels argumentieren in einem Dokument damit, dass ein Flug nach Chicago zur Abnahme der Aussage inklusive einer eidesstaatlichen Versicherung das Verfahren unnötig verteuern würde. Fragwürdig ist, ob diesem Ersuchen der Klägerseite stattgegeben wird. Denn interessanterweise weigern diese sich dem Gericht mitzuteilen, wer der Zeuge ist und welche Aussage er zu tätigen gedenkt. Laut Ray Beckermann eine eigentlich unmögliche Konstellation.

Ein Verfahren, welches immer merkwürdigere Züge annimmt, dessen Ausgang aber nach wie vor vollends unklar ist. (Firebird77)

(via p2pnet&recordingindustryvspeople, thx!)

News Redaktion am Samstag, 02.05.2009 12:56 Uhr

Tags: musik filesharing p2p klage joel tenenbaum riaa professor charles nesson chicago zeuge urheberrecht

 
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7 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • elim am 02.05.2009 22:06:30

    also ich finde, es passt perfekt :D ...

  • salbei am 02.05.2009 15:26:39

    Immer diese Doppelposts von ihnen. Hoffentlich installieren die Gulli:Admins bald ein Add on, dass zwei hintereinander geschriebene Posts eines Autos automatisch zusammenfügt. Toller Schreibfehler :D Genau an der richtigen Stelle :p ...

  • DasFragezeichen am 02.05.2009 15:17:43

    Immer diese Doppelposts von ihnen. Hoffentlich installieren die Gulli:Admins bald ein Add on, dass zwei hintereinander geschriebene Posts eines Autos automatisch zusammenfügt. ...

  • Gravenreuth am 02.05.2009 15:08:09

    nicht persönlich vor Gericht erscheinen, wie sich das gehört? Telefon und Videobefragungen gibt es (zumindest in Deutschland) nur in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn der Zeuge noch schwer verletzt im Krankenhaus liegt und eine baldige Genesung unwahrscheinlich ist. [/QUOTE ...

  • Gravenreuth am 02.05.2009 15:06:10

    Der Prozess der Recording Industry Association of America (RIAA) gegen Joel Tenenbaum, welcher von Professor Charles Nesson verteidigt wird, nimmt immer merkwürdigere Ausmaße an. Joel Tenenbaum ist IMHO selbst "mysteriös". :D ...

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