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Cyberkriminelle fälschen QR-Codes auf Werbeplakaten

QR-Code

QR-Code

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer neuen Masche von Cyberkriminellen. Offenbar traten in letzter Zeit vermehrt Fälle auf, in denen Betrüger QR-Codes von Werbeplakaten überklebten, um Smartphones mit Schadsoftware zu infizieren. Auf diesem Wege können sensible Daten, die auf dem entsprechenden Handy hinterlegt sind, in falsche Hände geraten.

Im Rahmen der neuen Betrugsmasche werden herkömmliche Werbeplakate, auf denen sogenannte QR-Codes aufgedruckt sind, überklebt. Die viereckigen Schwarz-Weiß-Bildchen sind letztlich nicht mehr als eine Anweisung für Endgeräte, einen bestimmten Link aufzurufen. Werbetreibende nutzen diese Technik gern, um Kunden auf ihre eigene Seite zu locken, auf der diese eventuell weitere Informationen zu einem beworbenen Produkt erhalten. Allerdings kann der Nutzer, der den Code zumeist mit seinem Smartphone ausliest, mit bloßem Auge nicht erkennen, auf welche Adresse das Muster letztlich verweist.

Diese Eigenschaft machen sich nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mittlerweile Kriminelle zunutze, indem sie die Plakate mit ihren eigenen Codes überkleben. Mittels dieser „Atagging“ genannten Methode sollen Nutzer auf Links verwiesen werden, die ihr Handy mit schädlicher Software infizieren. Ist das Endgerät letztendlich mit einem Virus oder Trojaner belastet, stehen dem Angreifer etliche Möglichkeiten offen, beispielsweise gespeicherte Bankdaten auszulesen. Die Hemmschwelle für das Opfer, ein verlinktes Programm zu installieren, dürfte im Falle einer seriösen Werbung ohnehin her abgesetzt sein.

Um derartigen Manipulationen nicht auf den Leim zu gehen, ist in erster Linie ein gewisses Misstrauen gegenüber abgedruckten QR-Codes auf öffentlichen Werbeplakaten hilfreich. Weiterhin ist es sinnvoll die verlinkte URL nicht direkt zu öffnen, sondern sich zunächst die Adresse genau anzusehen. Denn im Normalfall dürfte ein gefälschter Link nicht auf den zu erwartenden Server der werbenden Firma verweisen. Eine effektivere Methode, seine Daten zu schützen ist es allerdings natürlich, erst gar keine sensiblen Informationen auf seinem Handy mit sicher herumzutragen und nicht auf QR-Codes unbekannter Herkunft zu vertrauen.

Text-Quellen: it-news-world

Julian Wolf (g+) am Freitag, 21.12.2012 19:11 Uhr

Tags: cyberkriminalität smartphone qr-code

vgwort
 
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11 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Chillaholic am 23.12.2012 13:05:27

    Sehr kreativ! Würde nie auf die Idee kommen mit meinem Handy ein Plakat-QR zu öffnen, aber scheint ja leichte Opfer zu geben die sich Freiwillig Werbevideos und son Kram angucken. ...

  • Sempralon am 23.12.2012 11:39:36

    Das nennt man Fortschritt! ... wer sagt denn, das die Kriminalität nicht fortschrittlich wäre? :D Ich stelle mir das so vor, wenn ein Markt mal wieder Ramsch anpreist, könnte man ja per QR-Code auf eine Testside verweisen, die diese Anpreisung richtig stellt! :T ... zum Thema, es scheint so, das d ...

  • thegreenvirus am 22.12.2012 19:57:26

    Die meisten Smartphone Besitzer würden das doch auch so nicht merken. Menschen die eine Desktop-Verknüpfung auf einen USB stick kopieren und dann meinen das sie das Programm auf ihrem USB Stick hätten kennen sich doch mit diesen Links aus. ...

  • Raeven am 22.12.2012 18:36:27

    Ein Scanner, der einfach einen Domainnamen (meinetwegen in einer Standardschrift) lesen kann, wäre da schon viel sicherer (weil dann gehen nur noch Dinge, wie mit "Rechtschreibfehlern" überkleben, aber das könnte einem dann sogar noch eher auffallen ;) ). ...

  • thegreenvirus am 22.12.2012 01:00:02

    rl rickrolling ;) Der ist leider meistens geblockt ...

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