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US-Untersuchung: Traffic-Limits dienen grundsätzlich nur der Umsatzsteigerung

"Internet Open"

Begrenzungen von Daten und Traffic dienen Internet-Providern nur selten, ihre Netze vor Überlastung zu schützen. Wie eine Untersuchung der New America Foundation ergab, bewirkt das künstliche Einschränken der Datenübertragung in der Regel nur eine Umsatzsteigerung für den jeweiligen Konzern. Vor allen Dingen Festnetzanbieter sollen wegen ihrer geringen Ausgaben von den Tarifen profitieren.

Sowohl Mobilfunk- als auch Festnetz- und Kabel-Provider begrenzen das Internetangebot ihrer Kunden nicht selten auf eine bestimmte Datenmenge. Sobald diese Trafficgrenze erreich ist, müssen die Nutzer meist mit einer wesentlich geringeren Übertragungsgeschwindigkeit zurechtkommen. Als Begründung für das Geschäftsmodell liest man oft, dass die Anbieter die eigenen Netze vor Überlastung schützen müssen. Eine Studie der New America Foundation ergab nun allerdings, dass der Zwang zur Datendrosselung in der Regel nur der Umsatzsteigerung diene.

Unter anderem erklären die Experten in ihrem Bericht, dass gerade für Festnetz-Provider der Ausbau der Netze nur selten mit der Verlegung neuer Leitung verbunden sei. Ganz im Gegenteil erfolgen Updates auf optimierte Bandbreiten zumeist über Anpassung der Knotenpunkte, die teilweise lediglich aus einem Software-Update bestünden. Anbieter von Handytarifen müssten für die Erweiterung ihrer Netze zwar tiefer in die Tasche greifen. Allerdings würden sich auch hier die immer günstiger werdenden Kosten der Technologien kaum in den Konditionen der Verträge widerspiegeln.

Neben den finanziellen Nachteilen für den Verbraucher sieht die New America Foundation durch die Maßnahmen der Provider allerdings auch marktwirtschaftliche Auswirkungen. So seien Kunden durch die Traffic-Limits eher geneigt, Video-on-Demand-Plattformen des eigenen Anbieters zu nutzen, statt auf Dienste wie Hulu oder Netflix zu setzen. Schließlich würde der Datentransfer von Drittanbietern über das festgelegte Kontingent abgerechnet, weshalb die Nutzung finanziell weniger rentabel werde.

Bild-Quellen: flickr

Text-Quellen: newamerica winfuture

Julian Wolf (g+) am Mittwoch, 19.12.2012 13:04 Uhr

Tags: mobilfunkanbieter provider internettraffic trafficlimit

vgwort
 
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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • MystiqueMax am 20.12.2012 04:36:26

    Von wegen Captain Obvious. Es ist eine Sache so etwas zu haben, doch eine andere ist es dies nun auch vor Gericht bringen zu können. Ich habe die selbe Aussage über LTE schon öfters getroffen und ein Jurafreund von mir hat mir eine Reihe von Möglichkeiten aufgezählt, sollte ich dies den beweisen kön ...

  • eigs am 19.12.2012 17:08:04

    Folglich müssten dann doch in der ersten Woche des Monats immer alle Netze zusammenbrechen? Passiert es? NEIN Oder am Ende des Monats wenn die Leute merken, dass noch so viel Datenvolumen übrig ist und sie es noch schnell aufbrauchen? Oder in der Mitte des Monats, ...

  • just_spam am 19.12.2012 14:06:26

    Thanks, Captain Obvious... Oh mann, wer hat den jemals gegelaubt, dass man mit Datenlimits die Netzauslastung verringert? Folglich müssten dann doch in der ersten Woche des Monats immer alle Netze zusammenbrechen? Passiert es? NEIN! Was noch viel mehr nervt als diese Beschränkungen ist, wenn man die ...

  • Serious am 19.12.2012 13:32:10

    Ich liebe diese Studien, die nur das bestätigen, was schon längst bekannt ist. ...

  • Julian_ am 19.12.2012 13:04:37

    Begrenzungen von Daten und Traffic dienen Internet-Providern nur selten, ihre Netze vor Überlastung zu schützen. Wie eine Untersuchung der New America Foundation ergab, bewirkt das künstliche Einschränken der Datenübertragung in der Regel nur eine Umsatzsteigerung für den jeweiligen Konzern. Vor all ...

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Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?

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