Turing erwarb sich im Zweiten Weltkrieg immense Verdienste um die Entschlüsselung deutscher Enigma-Codes und brachte die Entwicklung der ersten Computer maßgeblich voran. Dennoch wurde ihm aufgrund seines Privatlebens lange Zeit nicht der zu erwartende Respekt zuteil. Erst im Jahr 2009 entschuldigte sich der damalige britische Premierminister Gordon Brown offiziell für das Turing angetane Unrecht (gulli:News berichtete). Aufgrund des 100. Geburtstags Turing am 23. Juni 2012 (gulli:News berichtete) bemühen sich viele Bewunderer dieses Jahr verstärkt darum, Turing positiver darzustellen und einen zumindest symbolischen Ausgleich des vor sechzig Jahren geschehenen Unrechts zu erreichen.
Elf Wissenschaftler, darunter der Physiker Stephen Hawking, der Astronom Martin John Rees und der Biologe Paul Maxime Nurse, schrieben einen offenen Brief an die britische Zeitung "Daily Telegraph". Darin fordern sie Großbritanniens Premierminister David Cameron auf, "diesem britischen Helden förmlich zu vergeben". Sie bezeichnen Turing als "einen der brillantesten Mathematiker der modernen Ära" und betonen vor allem seine Verdienste als Codeknacker im Zweiten Weltkrieg. Dennoch, so heißt es in dem Brief, seien die aufeinander folgenden britischen Regierungen scheinbar unfähig, "ihm seine Verurteilung für das damalige Verbrechen, ein Homosexueller zu sein, die im Alter 1941 zu seinem Suizid führte, zu vergeben". Die Unterzeichner betonen, es werde Zeit, dass Turings Ruf wiederhergestellt werde.
Im Februar hatte die britische Regierung eine von 21.000 Menschen unterzeichnete Petition für die Rehabilitation Turings mit der Begründung abgelehnt, Turing sei in einem ordentlichen Verfahren einer Handlung verurteilt worden, die - wie Turing auch gewusst haben müsse - nach damaligem Recht eine Straftat gewesen sei (gulli:News berichtete). Diese Verurteilung rückgängig zu machen sei ein Versuch, "den historischen Kontext zu verändern und wieder gut zu machen, was nicht wieder gut gemacht werden kann", erklärten die Richter damals.
Text-Quellen: BBC
Annika Kremer (g+) am Freitag, 14.12.2012 11:42 Uhr
Der hat rehabiliert und geehrt zu werden, alles andere ist doch jämmerlich Das wäre dann aber Willkür. Er wird ja nicht der einzige gewesen sein, bei dem dieser Paragraph zu einer Verurteilung geführt hat. Das müßte dann also für alle durchgeführt werden, oder gar n ...
Wurde eigentlich Dietrich Bonhoeffer rehabilitiert? ...
Sogar Galilei wurde rehabilitiert. Und so ein hexenprozess war nach den damaligen Regeln völlig korrekt. Wer drei Folterrunden ohne Geständnis schafft ist unschuldig. Der hat rehabiliert und geehrt zu werden, alles andere ist doch jämmerlich! ...
Aus heutiger Sicht ist es fast unglaublich, dass vor nicht allzu langer Zeit Homosexualität unter Strafe stand. Ein paar "Grenzen" sind eben relativ willkürlich und stellen alles mögliche unter Strafe, das ist auch heute noch so. Je nachdem wie stark man sich auf sei ...
Aus heutiger Sicht ist es fast unglaublich, dass vor nicht allzu langer Zeit Homosexualität unter Strafe stand. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.