Bradley Manning
Mannings Anwalt David Coombs hielt ein leidenschaftliches Schlussplädoyer. Er forderte, die Anklage gegen Manning müsse aufgrund der gegen ihn verhängten unrechtmäßigen Sanktionen fallen gelassen werden, und warf dem Gefängnis-Personal vor, Manning "wie ein Zootier" behandelt zu haben. Mannings Haftbedingungen einschließlich Einzelhaft und erzwungener Nacktheit seien ein "klarer Verstoß" gegen US-Militärvorschriften gewesen, erklärte Coombs. Er bezeichnete das Verhalten gegenüber Manning als "willkürlich" und erklärte, wenn die eingesetzten Maßnahmen nicht notwendig gewesen seien - Befürworter erklären, Manning habe durch die strikten Bedingungen von Selbstverletzung oder Suizid abgehalten werden müssen - begründe dies eine Einstellung des Verfahrens aufgrund von "illegaler Bestrafung" vor der Verurteilung. Coombs warf dem Gefängnispersonal der Militärbasis Quantico, Virginia vor, es sei offenbar mehr darauf bedacht gewesen, sich vor negativer Medien-Berichterstattung zu schützen, als sich an die Vorschriften zu halten und Manning angemessen zu behandeln. "Sie haben sich mehr Sorgen darüber gemacht, wie es aussehen würde, wenn PFC Manning etwas passiert, als darüber, ob PFC Manning wirklich in Gefahr war. Ihre Herangehensweise war: 'Sehen wir zu, dass nichts auf unserer Wache passiert. Lassen wir nichts passieren, das uns schlecht aussehen lässt," sagte Coombs. Er kritisierte, die korrekte Befolgung von Vorschriften sei im Fall Manning "komplett zusammengebrochen" und "alle Logik von jedem, der für Manning etwas verändern konnte, wurde an der Tür abgegeben."
Die Anhörung dauerte insgesamt zwei Wochen und entwickelte sich zu einem dramatischen Schlagabtausch. Manning sagte erstmals selbst aus und übte dabei harsche und eloquente Kritik an den US-Streitkräften.
Wie aus der Anhörung zu entnehmen war, hatte Manning direkt nach seiner Festnahme in Kuwait suizidale Gedanken gehegt und niedergeschrieben und sogar eine Schlinge aus einem Bettlaken gebaut. Er betonte aber, dass er diese Dinge zwar gedacht habe, aber nicht vorgehabt habe, nach ihnen zu handeln. Zudem habe er sich nach einer Weile erholt. Davon konnte er aber das Gefängnispersonal nicht überzeugen, obwohl psychologische Gutachten auf seiner Seite waren. Was auch immer Manning tat oder nicht tat, wurde als Beweis für seine suizidalen Tendenzen gewertet. Dementsprechend missachtete die Gefängnisleitung die Gutachten des Fachpersonals und bestand darauf, Manning weiterhin extrem einzuschränken.
Die US-Regierung räumte in ihrem Schlussplädoyer ein, man habe Manning eher aus der höchsten Sicherheitsstufe, der "Suicide Watch" entlassen und in diesem Punkt den Empfehlungen der Gefängnis-Psychologen folgen sollen. Man behauptete aber, es habe lediglich sieben Tage gegeben, in denen Manning unnötigerweise dieser Sicherheitsstufe zugeordnet worden sei, und rief die Richterin auf, lediglich eine 1:1-Reduzierung von Mannings letztendlicher Haftstrafe - also eine sieben Tage kürzere Strafe - anzuordnen. Bei einer Haftstrafe, die womöglich mehrere Jahrzehnte oder gar lebenslänglich betragen könnte, dürfte der tatsächliche Unterschied in diesem Fall marginal sein. Major Ashden Fein, der Haupt-Vertreter der Anklage, verteidigte das Verhalten des Gefängnispersonals mit den Worten: "Als die Gefängnis-Offiziellen jemanden sahen, der nicht wie andere war, haben sie versucht, es nach bestem Wissen Tag für Tag zu entscheiden."
Manning-Unterstützer zeigten sich empört sowohl über die von der Anklage geforderte lediglich einwöchige Reduzierung einer möglichen Haftstrafe als auch über Feins Aussage.
Wann genau Richterin Colonel Denise Lind eine Entscheidung treffen wird, ist noch nicht bekannt. Sie sagte, es werde wahrscheinlich längere Zeit dauern, da sehr viele Zeugenaussagen transkribiert und ausgewertet werden müssten.
Die nächste Anhörung Mannings ist für den 8. Januar 2013 angesetzt; die Hauptverhandlung wird - sollte die Anklage nicht fallen gelassen werden, was aber derzeit sehr unwahrscheinlich erscheint - planmäßig im März 2013 stattfinden.
So the U.S. government argues that Bradley Manning should be sentenced to the rest of his life in prison...minus seven days. #bureaucracy
— Nathan Fuller (@nathanLfuller) Dezember 11, 2012
Text-Quellen: AFP The Guardian
Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 12.12.2012 15:52 Uhr
Dont drink and post. ...
Die Iraner brauchen ja einer Ungläubigen den sie Köpfen können damit sie Weiter Bomben in die Welt Streuen können .... dafuq??? ...
Die Iraner brauchen ja einer Ungläubigen den sie Köpfen können damit sie Weiter Bomben in die Welt Streuen können .... ...
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Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
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