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Kaspersky Lab veröffentlicht IT-Sicherheitsprognosen für 2013

Stand des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky Lab auf der CeBIT 2012

Stand des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky Lab auf der CeBIT 2012

Das in Moskau ansässige IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab veröffentlichte kürzlich IT-Sicherheitsprognosen für 2013. Vor allem erwarten die IT-Sicherheitsexperten mehr zielgerichtete Angriffe gegen Unternehmen, verstärkte Spionageversuche und andere Angriffe gegen Unternehmen und Staaten, weitere Hacktivismus-Aktionen sowie Angriffe gegen Cloud-Dienste.

In den vergangenen beiden Jahren haben zielgerichtete Attacken gegen Unternehmen stark zugenommen. Kaspersky Lab rechnet damit, dass sich dieser Trend auch 2013 fortsetzen wird. Das Unternehmen erwartet für das kommende Jahr einen weiteren Anstieg von "Targeted Attacks". Insbesondere "Cyberspionage", also den Versuch, sensible Informationen unautorisiert zu kopieren, sieht Kaspersky Lab als Bedrohung an, mit der Unternehmen 2013 verstärkt zu rechnen haben werden.

Darüber hinaus, so Kaspersky Lab, werden sich Firmen und Regierungsorganisationen mit Hacktivismus und "politisch motivierten Cyberattacken" auseinandersetzen müssen.

"Die auffälligsten Bedrohungen im Jahr 2012 zeigen, wohin die Reise im Bereich Cybersecurity zukünftig geht", so Costin Raiu, Director of Global Research and Analysis Team bei Kaspersky Lab. "Wir erwarten im kommenden Jahr viel beachtete Attacken gegen Privatanwender, Unternehmen und Regierungsorganisationen. Zudem werden wir erste Anzeichen für Angriffe auf kritische Industrieanlagen erleben. Die bemerkenswertesten IT-Sicherheitstrends für das Jahr 2013 werden neue Arten von Cyberkriegsoperationen, ein Anstieg zielgerichteter Attacken gegen Unternehmen und neue, hoch entwickelte mobile Bedrohungen sein."

Auch mit weiteren "staatlich unterstützten Cyberwaffen" nach dem Vorbild von Flame oder Stuxnet ist nach Ansicht Raius 2013 zu rechnen. Die Experten gehen davon aus, dass weitere Länder ihre eigenen Programme für Spionage und Sabotage gegen IT-Systeme entwickeln werden. Deren Attacken werden laut Prognose nicht nur Regierungsorganisationen, sondern auch Unternehmen und "kritische Infrastrukturumgebungen" betreffen.

Kaspersky Lab rechnet außerdem mit einer Fortführung der Diskussion um "Staatstrojaner" und die Frage, "ob Regierungen spezielle Überwachungssoftware für ihre Kriminalermittlungen entwickeln und nutzen sollten." Kaspersky Lab rechnet damit, dass die Regierungen ihre diesbezüglichen Bemühungen 2013 eher noch intensivieren werden. "Sobald die Strafermittlungsbehörden versuchen, den Cyberkriminellen einen Schritt voraus zu sein, werden voraussichtlich auch regierungsgestützte Überwachungswerkzeuge weiterentwickelt werden. Gleichzeitig werden in diesem Kontext Themen rund um Zivilrechte und Privatsphäre der Anwender kontrovers diskutiert werden," so die Prognose.

Kaspersky Lab rechnet damit, dass der Wert persönlicher Daten - und somit die Attraktivität von Angriffen auf Cloud-Dienste - 2013 weiter steigen wird. Daneben rechnen sie auch mit einer Weiterentwicklung von Angriffen auf Mobilgeräte. Auch Apples iOS wird nach Ansicht der Experten dabei zunehmend zum Ziel, während sich bislang die meisten Attacken auf Googles Mobil-Betriebssystem Android konzentrierten. Daneben rechnen die Experten mit einer Fortsetzung der Angriffswelle auf Java-Sicherheitslücken. Adobe Flash und Adobe Reader werden hingegen laut Vorhersage weniger als bisher als Einfallstor für Schädlinge missbraucht werden, weil "mit der jüngsten Version dieser Programme automatische Systemupdates für das Schließen von Sicherheitslücken mitgeliefert werden."

Text-Quellen: Kaspersky Lab

Annika Kremer (g+) am Samstag, 08.12.2012 17:08 Uhr

Tags: it-sicherheit kaspersky kritische infrastrukturen malware cloud computing staatstrojaner

 
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