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Österreich: Das Bundesrechenzentrum als IT-Factory

Logo des BRZ

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Wie kann ein modernes Amt aussehen, welche Möglichkeiten bietet es? Futurezone führte ein Interview mit den beiden Geschäftsführern des österreichischen Bundesrechenzentrums (BRZ) Roland Jabkowski und Christine Sumper-Billinger. Die beiden legten darin ihre Vision vom BRZ 2027 dar und lieferten damit eine Reihe von Denkanstößen, was die Grundbausteine der modernen Verwaltung betrifft.

Schaut man 15 Jahre in die Vergangenheit zurück, war das BRZ ein „Rechenamt“. 2027 sehen sich die Geschäftsführer als Mitglieder einer „professionellen, zuverlässigen und innovativen IT-Factory“.  Man wolle zu einem globalen Vorreiter in Sachen Rechenzentrum werden, wobei auch die Nutzung nachhaltiger Energiekonzepte eine große Rolle spielt. Es geht aber nicht nur auf diesem Sektor um technischen Fortschritt, sondern auch um die Nutzung moderner Technologien für die Erfüllung der diversen Dienstleistungen. Dafür ist es notwendig, Standards zu setzen, zu automatisieren, zu spezialisieren und zu konsolidieren. All das kann mithelfen, Energieeffizienz zu erreichen. Schließlich werden Budgetsituationen immer angespannter. Die Verwaltung eines modern arbeitenden Amts werde in der Zukunft aufgrund der Ausschöpfung der technischen Möglichkeiten dennoch leistbar sein. Man verfolgt im BRZ das Ziel, entweder mit bestehenden Ressourcen (beispielsweise an Personal) ein Mehr zu erwirtschaften oder „die Entwicklungen auf gleichem Niveau zu halten“ und dabei Kosten einzusparen.

Das BRZ soll als IT-Factory nicht eine unüberschaubare Größe von 10.000 Mitarbeitern erreichen, sondern es soll als kreative „Experten-Organisation“ funktionieren; jenes Fachpersonal, das benötigt wird, soll mit externen Firmen zusammenarbeiten, was das Umsetzen der Technologien, das Eingehen von Industriepartnerschaften und das Entwickeln von Services anbelangt. Gefragt ist für den Aufbau einer derartigen Mannschaft auch der Bildungsbereich. In diesen fallen Schulpartnerschaften und Stipendien, welche zur Wahl entsprechender Studienrichtungen am Wirtschaftsstandort Österreich beitragen könnten. Außerdem seien auch andere Maßnahmen zu treffen, um die Voraussetzungen zugunsten des durch die neuen Technologien erschlossenen Arbeitsmarkts zu ändern. Darunter falle beispielsweise, dass „technische Bildungseinrichtungen“ zu forcieren seien.

All diese Innovationen könnten auch an andere Einrichtungen angepasst werden und dort zum Tragen kommen, nicht nur in Bezug auf das „kürzlich erst mit dem European Cloud Award ausgezeichnete“ BRZ. Nicht nur diesen Preis für Innovation, auch den SAP-Innovationspreis konnte die Institution dank ihrer „mobilen SAP-Apps“. Ideen und Techniken aus Spieleindustrie, Holographie oder auch der Augmented Reality könnten aktuelle Budgets darstellen, landwirtschaftliche Flächen bewerten helfen und Dienstreisen einsparen helfen – das alles würde den Kostenaufwand deutlich reduzieren.

 

Bild-Quellen: brz.gv.at

Text-Quellen: futurezone.at

Joan Z. am Mittwoch, 05.12.2012 14:36 Uhr

Tags: Österreich cloud computing open government sap bundesrechenzentrum brz virtuelles amt

vgwort
 
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