David E. Coombs, Bradley Mannings Anwalt
Neben Coombs sprachen Emma Cape und Kevin Zeese vom Bradley Manning Support Network, Michael Ratner vom Center for Constitutional Rights, Jesselyn Radack vom Government Accountability Project und Marsha Coleman-Adebayo vom National Whistleblower Center.
Coombs berichtete unter anderem über die berichteten Misshandlungen Mannings im Militärgefängnis in Quantico. Diese zieht Coombs derzeit als Argument heran, eine Einstellung des Verfahrens oder zumindest eine mildere Strafe zu fordern. Im gestrigen Vortrag erklärte der Jurist, er genieße seine Gelegenheit, "diejenigen, die Bradley Manning neun Monate lang diesen Bedingungen aussetzten, ins Kreuzverhör zu nehmen".
Daneben ging es aber auch um die Person Bradley Manning, ein Thema, das die rund 100 Zuhörer besonders zu interessieren schien. So kamen Mannings Persönlichkeit und seine Zukunftspläne zur Sprache. Coombs bezeichnete Manning als einen der intelligentesten jungen Männer, die er jemals getroffen habe, und als eine Person, die Dinge mit dem Herzen entscheide. Er berichtete außerdem, Manning habe den Wunsch geäußert, zu studieren, in den öffentlichen Dienst zu gehen und womöglich eines Tages für ein öffentliches Amt zu kandidieren. Zur Begründung habe der mutmaßliche Whistleblower gesagt, er wolle "etwas verändern".
Coombs gab zu, er habe es anfangs als einschüchternd erlebt, gegen die Regierung, die über "unbegrenzte Ressourcen und Personal" verfüge, vor Gericht anzutreten. Die Aktivitäten von Manning-Unterstützern hätten ihn aber ermutigt und ihm Hoffnung gegeben.
Den Fall Manning hält Coombs für politisch äußerst bedeutsam. Der Fall sei nicht nur für das Militär, sondern für alle US-Bürger relevant. "Wir leben in einem Land, das auf Meinungsfreiheit gegründet wurde. Wir leben in einem Land, das auf informierte Bürger und die Möglichkeit, die Regierung zur Verantwortung zu ziehen, gegründet wurde," sagte der Anwalt. Er berichtete, Manning sei "aufgeregt" darüber, dass sein Fall endlich vorwärts gehe.
Annika Kremer (g+) am Dienstag, 04.12.2012 17:48 Uhr
Warum schreibt der in Ösiland ansässige Gulli nicht über die global interessante Datebschutz-Initiative österreichischer Studenten gegen Facebook? http://www.europe-v-facebook.org https://www.crowd4privacy.org Der Befindlichkeitsstatus von einem US-Daten-Lutscher interessi ...
Am gestrigen Montag sprach Bradley Mannings Verteidiger David Coombs zum ersten Mal öffentlich über den spektakulären Fall des mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten und seine Rolle als Verteidiger Mannings. Daneben gab es Vorträge von Aktivisten, die sich für die Rechte Mannings einsetzen. Dies geht au ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.