Zu gut für die Tonne
Jährlich wirft jeder Deutsche rund 82 Kilogramm Lebensmittel in den Müll, was einem Wert von 235 Euro entspricht. Die Initiative „Zu gut für die Tonne“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat nun eine App entwickelt, die kostenlos ist und den Einzelnen darüber informieren soll, wie er ganz persönlich dazu beitragen kann, dass diese Lebensmittelverschwendung weniger wird.
Wer sich die kostenlose App herunterlädt, bekommt unter anderem Ratschläge, in welchem Kältebereich des Kühlschranks bestimmte Lebensmittel am besten haltbar sind, darüber hinaus finden sich jede Menge Rezepte zum Verarbeiten von Resten. Diese Rezepte stammen von Spitzenköchen wie Christian Rach und anderen Prominenten, mitgeliefert wird ein „interaktiver Einkaufszettel“ zum besseren Überblick über die benötigten Zutaten für die Gerichte (entsprechend für verschiedene Anzahl an Personen einzurichten). Nicht nur die Verantwortung und den „Respekt vor unseren Mitmenschen“ sollte man bedenken, wenn man über weggeworfene Lebensmittel spricht. Auch die Problematik, die sich bezüglich der Umwelt daraus ergibt, sollte als Faktor in die Überlegungen einbezogen werden. Verbraucht die Produktion von einem Kilogramm Äpfeln 700 Liter Wasser, sind es bei einem Kilogramm Käse an die 5.000 Liter. Es geht nicht allein um vom Verbraucher individuell verschwendetes Geld, es geht im großen Maßstab um Ressourcen, mit denen schlecht umgegangen wird.
In Deutschland sind es, so eine Studie, jährlich etwa elf Millionen Tonnen an Lebensmitteln, die einfach weggeworfen werden. Betroffen ist angeblich „jedes achte Lebensmittel“, 6,7 Millionen Tonnen stammen aus Privathaushalten. Die Initiative des BMELV hat sich zum Ziel gesetzt, Aufklärung zu leisten in Bezug auf tatsächliche Haltbarkeit von Lebensmitteln, die oft – gerade auf Milchprodukte trifft dies häufig zu – wegen Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt werden. Die auf der Projektseite zitierte Studie der Universität Stuttgart schlüsselt auf, welche Lebensmittel zu welchem Anteil im Müll landen. Ein Bild, das nachdenklich macht, bedenkt man, dass viele der weggeworfenen Lebensmittel noch genießbar wären.
Nicht nur ethisch ist unser Umgang mit den Ressourcen der Erde bedenklich, wenn man sich vor Augen hält, dass „weltweit etwa eine Milliarde Menschen“ hungert. Auch die wirtschaftlichen Folgen dürfen nicht ausgeblendet werden: Eine Folge der großzügigen Einstellung ist auch die „Verknappung“ von Lebensmitteln und dadurch eine Preissteigerung in diesem Bereich. Wer nicht Besitzer eines Smartphones ist und trotzdem verfolgen möchte, was das Projekt bringt, ist eingeladen, sich auf zugutfuerdietonne.de auf dem Laufenden zu halten.
Bild-Quellen: zugutfuerdietonne.de
Text-Quellen: fr-online.de cio.de rtl.de
Joan Z. am Dienstag, 20.11.2012 14:09 Uhr
Off topic: Ein wunderbares Beispiel, was aus gulli geworden ist. Etwas fehlt in der News, die User streiten sinnlos, bis es wieder in hirnlosem gebashe endet. Sorry, aber das musste sein. Ich wollte eigentlich schon ein paar mal einen Thread als Feedback eröffnen, weil ich nun doch mehr als 5 Jahre ...
Lade dir die App runter und iss mehr Obst! :T Meinst du Obst stimuliert auch die Abwehrkräfte gegen größere Parasiten? Wäre himmlisch. ...
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Ich wollte damit betonen, dass ich den Link in der News vermisse, du schlauer Mensch! :T no shit, sherlock. Doch alles in den Hintern gepudert bekommen zu wollen, finde ich ... naja demonstrativ. ...
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Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.