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Großbritannien: Automatische Netzfilter für Familien mit Kindern

Kinder sollen vor unangemessenen Inhalten geschützt werden

Kinder sollen vor unangemessenen Inhalten geschützt werden

Der britische Premierminister David Cameron möchte Haushalte, in denen Kindern leben, automatisch mit Netzfiltern gegen Internetpornografie ausstatten. Dies soll so funktionieren, dass jeder, der einen neuen Computer oder einen neuen Internetzugang erwirbt, nach Kindern gefragt werden soll; allen Eltern würde dann automatisch ein Filter gegen anstößige Inhalte eingerichtet.

Der britische Premierminister David Cameron plant, Haushalte mit Kindern zu Netzfiltern zu verpflichten. Wie die Daily Mail berichtet, soll es zum Schutz der Kinder verstärkt zum Einsatz von Filtern gegen Internetpornografie kommen. In Zukunft soll jeder, der einen neuen Computer kauft oder einen neuen Internetanbieter wählt, danach gefragt werden, ob in seinem Haushalt auch Kinder leben. Ist das der Fall, soll automatisch ein Anti-Pornografie-Filter aktiviert werden; diesem Prozess folge dann eine Reihe von Fragen, um zu bemessen, wie streng der Filter sein solle. Eltern könnten damit nicht nur gewisse Zeitbegrenzungen im Internet setzen, was anstößiges Material betrifft, sondern auch für andere Inhalte, etwa ihren Kindern den Zugang zu sozialen Netzwerken nur zu bestimmten Zeiten möglich machen. Kontrolliert werden muss natürlich, ob die Person, die den Filter einrichten lässt, auch über 18 Jahre alt ist. Es sollen jedoch nicht nur Neukunden dazu gebracht werden, derartige Filter einzusetzen. Auch Personen, die bereits eine Internetverbindung und entsprechende Geräte besitzen, sollen dazu angehalten werden, Netzwerkfilter zu benutzen.

Die Vorschläge, die noch diesen Monat von der Regierung verlautbart werden sollen, gehen um einiges weiter als der Entwurf von Reg Bailey (Mothers' Union), der ganz einfach vorsieht, dass den Eltern ein „aktives Mitspracherecht“ zugestanden werden solle, um sich für oder gegen eine Anti-Porno-Kontrolle zu entscheiden. Geht es nach dem Premierminister, bekommen Eltern automatisch einen solchen Filter für ihren Internetzugang.

Die Daily Mail sieht die neuen Pläne als Erfolg ihrer Kampagne „Block Online Porn“, welche zur Einführung von Inhaltsfiltern für Internetzugänge aufgerufen hat. Kinder würden, so die Daily Mail, mit einem Alter von acht Jahren das Internet entdecken, und ein Drittel der Kinder unter zehn Jahren sowie vier von fünf der 14- bis 16-Jährigen seien bereits mit anstößigem Material im Internet konfrontiert gewesen. Da mindestens die Hälfte der Kinder und Jugendlichen ihren Computer nicht unter Aufsicht benutzen würden, könnten Eltern oft schwer kontrollieren, mit welchen Inhalten sich ihr Nachwuchs beschäftigen würde. 

Bild-Quellen: babykiky@deviantart.com

Text-Quellen: dailymail.co.uk

Joan Z. am Montag, 19.11.2012 13:10 Uhr

Tags: großbritannien internet kinderschutz netzfilter kinder david cameron

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20 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Trollolol am 20.11.2012 17:00:55

    Naja, ob das wirklich wünschenswert ist, daran glaube ich nicht. Meiner Meinung nach ist es falsch, Kindern ein falsches Weltbild vorzugaukeln. Ich sehe keine Notwendigkeit für überhaupt einen Kinderfilter, dafür aber für umfangreiche Erklärungen und Auseinandersetzungen mit eventuell aufkommenden " ...

  • Keule44 am 20.11.2012 11:28:09

    einfach weniger Kinder zeugen, es sind schon genug da, um die man sich kümmern sollte... ...

  • ArathornE am 20.11.2012 03:24:25

    Da sind se wieder die Stammtischpolitiker mit wenig bis garkeinem Hintergrundwissen über die Technik. Gibts ja bei uns auch immer wieder. Generel ist sicher ein Programm was Eltern hilft das internet für ihre Kinder passender zu gestalten bzw. sie alterspassend an gewisse Dinge herranzuführen wüns ...

  • godlike am 19.11.2012 19:32:42

    Und der Provider entscheidet dann nach einer riesigen Blacklist? Bei der Masse an pr0n ist das ganze Vorhaben doch sowieso zum Scheitern verurteilt :rolleyes: ...

  • Stachelfisch am 19.11.2012 19:21:39

    Also eigentlich fände ich die Idee ganz gut. Aber nur wenn man die Provider überreden würde, einen Familientarif oder so an zu bieten. Also wenn man das bei jedem Anbieter aussuchen könnte. Man macht sich einen Internetanschluss und bucht das Familienpaket. kostet 10 Euro mehr, und die Kinder sind v ...

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