DigiBaeck
Das Leo-Baeck-Institut (LBI) in New York ist das weltweit größte Nachlassarchiv der deutschsprachigen Juden. Mehr als 3,5 Millionen Seiten Material umfassen Bücher, Fotografien, Kunst, Briefe, Memoiren und Alltägliches wie Kochrezepte, was Kultur und Errungenschaften der deutschsprachigen Juden dokumentiert. Mit dem Projekt DigiBaeck wurde das Kulturerbe, welches „fünf Jahrhunderte zurückreicht“, digitalisiert und ist seither per Mausklick für jeden kostenlos abrufbar.
Vier Jahre dauerte es, bis die 10.000 Briefe, 25.000 Fotos, 80.000 Bücher und noch vieles mehr zur Gänze in digitaler Form aufbereitet waren; die Arbeit ist fast abgeschlossen. Jeden Monat wurden 15 Kartons voll mit Material in Zusammenarbeit mit dem Internet Archive, einem Nonprofit-Projekt für digitale Archivierung und freien öffentlichen Zugang zum archivierten Material, gelesen, transkribiert, übersetzt und dann fotografiert und eingescannt. Außerdem existieren alle Dokumente nun auch auf Mikrofilm, was eine sehr langlebige Form der Archivierung ist. Drei Gebäude und zwölf Etagen sind es, die das Archivmaterial besetzt. Mit den 25 fix Angestellten hätte das LBI diese Arbeit nicht bewältigen können, einer Menge Freiwilliger ist es zu verdanken, dass die Dokumente alle durchgesehen und verarbeitet werden konnten. Neben persönlichen Tagebüchern, Urkunden und Briefen Einzelner, die familien- und auch kulturgeschichtlich interessant sein können, beherbergt die Sammlung auch Material aus dem Nachlass von Albert Einstein, der Mendelssohn-Dynastie, Briefe von Heinrich Heine und Goethe. Nicht nur Schattenseiten, so betont Carol Kahn-Strauss (Direktorin), sondern „Einblicke in jüdisches Leben". Doch auch die Schattenseiten sind Realität, abgesehen von den Holocaust-Dokumenten und den 400 Interviews Holocaust-Überlebender finden sich hier unter anderem auch „Martin Luthers judenfeindliche Traktate“.
Durch das Zugänglichmachen des archivierten Materials über das Internet möchte das LBI im Besonderen „auch die jüngste jüdische Generation ansprechen“. Auch junge Menschen sollen sich mit der Geschichte anhand der Vielzahl an Dokumenten auseinandersetzen können, auch ihrem Interesse soll man entgegenkommen. Das LBI ist zu einem Drittel auf Spenden und Nachlässe angewiesen, eine Summe, die weniger wird. Auch deshalb ist es wichtig, neue Wege zu finden, um die Geschichte der deutschsprachigen Juden nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Bild-Quellen: lbi.org
Text-Quellen: spiegel.de lbi.org
Joan Z. am Montag, 19.11.2012 11:53 Uhr
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.