Kinderseiten sollten mit möglichst wenig Werbung auskommen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat 52 Webseiten für Kinder genau unter die Lupe genommen. Bei 29 der Angebote wurden Unterlassungsverfahren eingeleitet, da „redaktioneller Inhalt und Werbung nicht klar genug getrennt“ werden. Das bedeutet, dass Spiele oft mit Werbung verknüpft sind, was für Kinder und auch für Erwachsene dann schwer trennbar ist. Es gibt auch Werbung, die „als Quiz getarnt“ ist und am Ende die Handynummer der Kinder abfragt; die Antwort kommt dann der Bestellung eines kostenpflichtigen Abonnements gleich. Bereits 2010 hatten die Verbraucherschützer festgestellt, dass viele der an Kinder gerichteten Internetseiten „unzulässige Werbung“ aufweisen. Schon damals wurde betont, dass man, wenn Kinder die Ansprechpartner sind, einen „strengeren Maßstab“ anwenden müsse als bei Werbung, die auf Erwachsene ausgerichtet ist. Damals reagierte man seitens der Werbebranche mit dem Argument, dass Kinder ohne Einverständnis ihrer Eltern ohnehin nichts kaufen würden. Ist es so einfach abzutun?
Es stimmt, dass bis zu einem gewissen Grad die Aufklärung der Kinder, was Werbung betrifft, vom Elternhaus, der Schule und sonstigen Einrichtungen her geschehen muss. Doch wer rechnet denn ohne Verdacht damit, dass kostenpflichtige Abos den jungen Konsumenten auf Kinderseiten untergeschoben werden? Untersucht wurden Seiten wie kika.de, wasistwas.de und kindercampus.de. Bei letzterer Seite fallen die Reklameeinschaltungen vom ersten Betreten an unangenehm auf: Kaum klickt man etwas an, öffnen sich Pop-up-Fenster mit Werbung für Pom-Bären oder für Skylanders für die PS3. Klar kann man diese Werbefenster schließen. Aber ist es tatsächlich angebracht, Kindern auf einer Unterhaltungsseite permanent mit Werbung zu kommen? Kindgerecht ist das definitiv nicht. Wir werden ohnehin von allen Seiten mit Reklame bombardiert, da sollten als pädagogisch wertvoll eingestufte Webseiten doch etwas mehr Niveau beweisen.
„Es ist schon erschreckend, wie hemmungslos manche Anbieter die Unerfahrenheit von Kindern für Geschäfte ausnutzen“, prangert Gerd Billen (VZBV-Vorstand) die Vorgangsweise der Betreiber an. Es mag sein, dass es für die Refinanzierung einer Seite notwendig ist, Werbeeinschaltungen zu tätigen, auch auf Kinderseiten. Doch in so einem Fall sei immer noch ein gesundes Augenmaß entscheidend, so Billen. Gerade Kinder, welche ja die gesamte Tragweite des Datenverkehrs nicht einschätzen können, haben das Recht auf den Schutz ihrer Daten. Auch Gewinnspiele, die oft als Lockangebote eingesetzt werden, sollten laut den Datenschützern unterbleiben. Die Verlinkung auf nicht altersentsprechende Webseiten, welche ebenfalls vorkommt, sei auszumerzen, indem die Betreiber hier genauer kontrollieren, wohin sie mit ihren Links verweisen.
Bild-Quellen: bellaluna7298@deviantart.com
Text-Quellen: heise.de magazin.spiegel.de donaukurier.de
Joan Z. am Montag, 19.11.2012 10:42 Uhr
Das Wort "ausmerzen" stammt aus der Schafzucht. Im März wurden nicht für die Zucht geeignete Schafe "aussortiert", also geschlachtet. Im 3. Reich wurde dieser Terminus auf Menschen übertragen - für die Fortpflanzung ungeeignete Menschen (Juden, Roma, Homosexuelle, psychisch ...
@joanZ: Nur weil ein Deutscher mit dem Gebrauch des Wortes ein Problem hat, solltest Du Dir den Schuh aber nicht anziehen. Das ist als Nicht-Deutsch-Sprachiger (bist ja Oestereicher) nicht Dein Problem. :-) Man kann es auch übertreiben, da dürfte man ja schon di ...
@joanZ: Nur weil ein Deutscher mit dem Gebrauch des Wortes ein Problem hat, solltest Du Dir den Schuh aber nicht anziehen. Das ist als Nicht-Deutsch-Sprachiger (bist ja Oestereicher) nicht Dein Problem. :-) ...
Im 3. Reich wurde dieser Terminus auf Menschen übertragen - für die Fortpflanzung ungeeignete Menschen (Juden, Roma, Homosexuelle, psychisch Kranke, geistig Behinderte...) wurden "ausgemerzt". MMn sollte daher mit diesem Wort sehr sparsam und vorsichtig umgegangen werden. ...
„Es ist schon erschreckend, wie hemmungslos manche Anbieter die Unerfahrenheit von Kindern für Geschäfte ausnutzen“ Das sehe ich auch so, Ich finde es nicht gut das hier so viele Betriebe einfach versuchen Kinder zu betrügen. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.