Gulli-Glosse
Wie eigentlich immer bei Produkten von Apple gab es auch Meldungen, die für das Unternehmen nicht so vorteilhaft waren. So hat das iPhone 5 wohl einen Bug, der, wenn man zu schnell mit dem Finger über den Touchscreen streicht, das Programm crashen lässt. Dieses Problem erscheint nicht so gravierend, dass es einer Eilmeldung bedarf. Wohl aber könnte es wichtig sein für Spieleentwickler, für deren Games eben diese Bewegung wichtig ist. Da sind die augenscheinlichen Verarbeitungsfehler beim neuen Tablet von Microsoft, dem Surface, schon schlimmer. In vielen Foren haben sich Stimmen gemehrt, dass das Touch-Cover des Tablets schlecht verarbeitet sei und an den Rändern die Nähte aufplatzen. Es solll sogar davon die Rede sein, dass sich das Microsoft-Logo auf dem Surface selbst schon nach kurzer Zeit ablöst. Microsoft hat aber schnelle Abhilfe versprochen, die von einigen Usern mittlerweile bestätigt wird. Die Touch-Cover zumindest werden vorbehaltlos ausgetauscht. Den Verkaufszahlen hat dies nicht so gut getan. Der Chef von Microsoft, Steve Ballmer, ist mit den bisherigen Absatzzahlen nicht wirklich einverstanden.
Ebenfalls interessant ist eine Studie von Kaspersky, nach der 23% der Internet-Nutzer eine unsichere und veraltete Version eines Browsers benutzen. User eines solchen Browser gehen ein sehr hohes Sicherheitsrisiko ein, da die Programme sehr leicht angreifbar sind. Anscheinend ist ein nicht unerheblicher Teil der User schlicht zu bequem, dem Abhilfe zu verschaffen, da ein Update eigentlich schnell installiert ist und somit das Risiko eines Angriffs von außen erheblich verkleinert wird. Interessant war auch eine Meldung über die Arbeitsbedingungen in den Apple-Stores. So begründet das Unternehmen die "härtere Gangart" gegenüber seinen Angestellten mit der "Tatsache, dass diese für das innovative Unternehmen schließlich arbeiten dürften". Apple-Angestellte haben laut der Meldung weniger Urlaub und müssen länger arbeiten als vergleichbare Angestellte in vergleichbaren Arbeitsverhältnissen. Ob die Begründung Apples die Angestellten zufrieden stellt, ist nicht bekannt.
Auch die dunkle Seite der Softwareentwicklung machte Schlagzeilen. Eine in Norwegen ansässige Firma, die sich auf IT-Sicherheitsforschung spezialisiert hat, entdeckte ein komplettes Malware-Spionage-Netzwerk, das schon seit rund einem Jahr Schadsoftware auf Rechner in Israel und Palästina platziert. Wer die Programmierer sind, weiß niemand. Man kann aber davon ausgehen, dass es keine gewöhnlichen Kriminellen sind, die hier arbeiten. Fast zeitgleich kommt die Meldung aus Deutschland von der Telekom, die den Wunsch nach einer eigenständigen "IT-Eingreiftruppe" laut werden lässt, die ausschließlich dafür da sein soll, Wirtschaftsunternehmen gegen Cyberattacken zu schützen. Die Telekom, und die Unternehmen die bei den Gesprächen mit am Tisch sitzen, wollen damit aber wohl nur eine bessere Stellung bei ihren Kunden erreichen, was etwas irritierend ist, da eigentlich der Schutz sensibler Kundendaten an erster Stelle stehen sollte.
Nun zum Filesharing-Urteil: ein Familienvater wurde angeklagt, über 2.000 Audio-Dateien auf eine öffentliche Filesharing-Plattform hochgeladen zu haben. Die Musikfirmen, die Klage eingereicht hatten, legten dem Gericht die IP des Beklagten und einen Screenshot derselben vor. Das Gericht allerdings, und das ist wirklich signifikant, glaubte dem Vater mehr. Der konnte nämlich zu seiner Entlastung einen Mietvertrag seines Urlaubs-Domizils den Richtern vorlegen, wo er während des behaupteten Uploads gewesen war. Und was passierte? Die Richter glaubten ihm! Es gab aber noch ein Urteil zum Filesharing, das mindestens ebenso spektakulär war: Eltern müssen demnach ihre Kinder zwar über die Illegalität von Filesharing aufklären, sind dann aber nicht mehr für etwaige Missetaten ihrer Sprösslinge verantwortlich! Die Musikindustrie reagierte prompt und empfahl den Eltern, man höre und staune, Ohrfeigen (sic!), um ihre Kinder zur Räson zu bringen.
Auch technisch gesehen war die Woche interessant. Samsung mitten in der Entwicklung flexibler Displays. Nachdem was das Unternehmen verspricht, wird das den Smartphone-Markt neu aufmischen. Man kann nur hoffen, dass Samsung da den Mund nicht zu voll genommen hat, weil nämlich auch andere Firmen an solchen Displays arbeiten. Sony tut das zum Beispiel schon seit zwei Jahren.
Und politisch? Auch da gabs was. Die Meldung, dass die Länderchefs unserer Republik den Anlauf für einen neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag wagen wollen, verpuffte eigentlich gänzlich. Aber gerade solche Meldung sollten uns aufhorchen lassen. Wir erinnern uns nur noch zu gut, was beim letzten JmStV war und welchen Aufwand es von aktivistischer und netzpolitischer Seite benötigte, um dem einen Riegel vorzuschieben. Es war zu erwarten, dass es die Staatsbediensteten nicht bei ihrer Niederlage von damals belassen werden. Also sollten wir alle bei entsprechenden Meldungen sehr sehr hellhörig werden.
Die Gulli-Redaktion wünscht Euch allen noch einen schönen restlichen Sonntag und einen guten Start in die Woche!
Bild-Quellen: gulli.com
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Tobias Raff (g+) am Sonntag, 18.11.2012 17:29 Uhr
Jaaa, ich kenn das mit den Trollen (*sinnier!*) Viele regen sich wahnsinnig über die auf. Ich seh das ganz anders. Grade kürzlich hab ich wieder einen kennen gelernt. Hat in nem Forum was geschrieben. Ich muss ja jedes Mal fürchterlich lachen, wenn solche Leute denken, mir wäre ihre Meinung irgendwi ...
Schmunzeln über Deinen "1-Euro-Vergleich" auf Twitter konnte ich auch nicht. Soviel mal dazu. Und über konstruktive Kritik freue ich mich immer und setze sie dann auch um. Sorry, der war echt nötig. Mir fällt von dir bislang kein Artikel ein, der nicht entweder vo ...
Schmunzeln über Deinen "1-Euro-Vergleich" auf Twitter konnte ich auch nicht. Soviel mal dazu. Und über konstruktive Kritik freue ich mich immer und setze sie dann auch um. ...
Ich weiß nicht, wies euch geht, aber ich konnte nicht ein einziges Mal auch nur schmunzeln... was für ne Glosse etwas mager ist. Dafür kann ich die Formulierung "auch interessant" jetzt in allen Variationen... ...
Ohman wie geil "diese dürfen für das Unternehmen arbeiten" *weghau* das ist doch mal ein Argument! damit bekommt man auch lohnkürzungen bis zu 40 % durch. tja damit ist Apple für den fail der Woche nominiert. Wäre das toll wenn es wirklich so funktionieren würde :D ich hätte sofort ein Unterneh ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.