In dem Bericht, der den Zeitraum zwischen Januar und Juni 2011 umfasst, analysiert Google wie üblich sowohl die Anfragen nach Entfernung bestimmter Inhalte als auch die Fälle, in denen von den Ermittlungsbehörden gespeicherte Daten angefordert wurden. Transparenz, so heißt es in der Einleitung zum aktuellen Bericht, gehöre "zu den Kernwerten von Google". Als Unternehmen fühle Google sich "dazu verpflichtet, zu gewährleisten, dass der Informationsfluss in Bezug auf unsere Tools und Dienste möglichst große Transparenz bietet". "Wir glauben, dass mehr Informationen auch mehr Auswahl, mehr Freiheit und letztendlich mehr Einflussmöglichkeiten für jeden Einzelnen bedeuten," betont Google.
Im Untersuchungszeitraum nahm die Anzahl der Anträge auf Entfernung urheberrechtsverletzender Inhalte massiv zu. Von rund 129.000 URLs in einer Woche Mitte Juli 2011 stieg deren Zahl bis zum November 2012 auf fast zwei Millionen URLs in einer Woche. Von diesen Anfragen sei man 97% nachgekommen, erklärt Google. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit habe dabei bei rund zehn Stunden gelegen.
Insgesamt leicht gesunken ist die Anzahl der Anträge von Regierungen auf Entfernung von Inhalten. Diese befassten sich mit rechtswidrigen Inhalten wie etwa Volksverhetzung oder Verletzungen von Persönlichkeitsrechten. Aus Deutschland kamen entgegen dem globalen Trend im Berichtszeitraum mehr Anfragen als zuvor. Um beachtliche 140% sei die Zahl derartiger Anfragen im zweiten Halbjahr 2011 gestiegen, berichtet Google.
Für den folgenden, aktuellen Berichtszeitraum - also Januar bis Juni 2012 - stellt Google eine Auflistung "relevanter Beobachtungen" zur Verfügung. In diesem Zeitraum habe das Unternehmen "aufgrund einer gerichtlichen Verfügung […] acht Suchergebnisse mit Links zu Websites, auf denen die Ehefrau eines Politikers verleumdet wird, gelöscht". Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei diesem Fall um die Ehefrau des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff, Bettina Wulff, handelt, deren Vorgehen gegen unerwünschte Assoziationen im Internet zeitweise Schlagzeilen machte. In einem anderen Fall habe Google "eine gerichtliche Verfügung zur Löschung von 111 Suchergebnissen mit Links zu Websites erhalten, deren Inhalte gegen Markenrechte verstoßen sollen." Diesem Ersuchen sei man jedoch nicht nachgekommen, "da die angegebenen URLs keinen Zusammenhang mit dem in der Verfügung genannten Löschungsgrund besaßen." Immerhin teilweise erfolgreich war dagegen ein Antrag der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Diese habe um Löschung eines YouTube-Videos, das "anstößige Sprache im Zusammenhang mit der Polizei enthielt", ersucht (YouTube gehört mittlerweile zu Google). Das Video wurde zwar nicht gelöscht, es wurde aber dessen "Anzeige […] in Übereinstimmung mit den örtlichen Gesetzen eingeschränkt". Ähnlich verfuhr man mit 316 anderen Videos, die vom Projekt "Jugendschutz.net" aufgrund angeblicher Verstößer gegen das Jugendschutzgesetz gemeldet wurden.
Ausschnitt aus Googles Transparency Map
Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 14.11.2012 17:36 Uhr
Diese Wulff's haben schon Klasse ...
Internet-Gigant Google veröffentlichte am heutigen Mittwoch die aktuellste Version seines alle sechs Monate erscheinenden Tranzparenzberichtes. Diesem ist zu entnehmen, dass die Anzahl der Löschanfragen und allgemein die Kontrolle, die Regierungen auf das Internet auszuüben versuchen, stark zugenomm ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.