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Flasbarth für europaweites Verbot von Geräten mit fixem Akku

Ressourcenschonung ist angesagt

Ressourcenschonung ist angesagt

Jochen Flasbarth (Präsident Umweltbundesamt) erklärt, weshalb er Geräte mit fest eingebauten Akkus europaweit verbieten lassen möchte. Recycling gehört auch zum Themenkreis, dem sich das erste Nationale Ressourcen-Forum in Deutschland widmet. Von 13. Bis 14. November befasst es sich vor allem mit den Themen Ressourcenschonung, Innovation in diesem Bereich und dem qualitativen Wirtschaftswachstum.

Von 13. Bis 14. November findet das erste Nationale Ressourcen-Forum in Deutschland statt. Am Vorabend, dem 13. November, geht es um ein „Get-Together“, auf dem auch Bericht vom European Resources Forum Berlin 2012 Bericht erstattet wird. Begleitet wird das Forum von einer „Ausstellung zu Beratungs- und Fördermöglichkeiten für Unternehmen“ in Bund und Ländern. Wie die Pressemeldung auf der Webseite besagt, steht die Nutzung der vorhandenen Ressourcen in keinem tragbaren Verhältnis mehr zur „Regenerationsfähigkeit der Erde“. Ressourcenschonung ist deshalb der Schlüsselbegriff, um den es auf der Konferenz gehen wird.

Ein großes Feld im Bereich Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit stellt die Welt der elektronischen Geräte dar. Gerade auf diesem immer weiter werdenden Sektor ist es notwendig, in Zukunft besonders auf umweltverträgliche Produktion und Klimaschutz zu achten. Der Präsident des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth begrüßt die Aufnahme des Punktes Ressourcenmanagement in die Agenden der EU-Kommission und des deutschen Bundeskabinetts, kritisiert jedoch die seiner Meinung nach zu lange Dauer für die Erreichung eines Fortschritts. Bei Baustoffen (Sand, Kies) solle man eine Steuer einführen, „um schnellere Fortschritte zu erzielen“, was das Recyceln betrifft. Bei elektronischen Geräten komme es, so Flasbarth, verstärkt auf die Bauweise an. Wo – wie bei Tablet-PCs – Akkus als fester Bestandteil eingebaut und nicht austauschbar seien, dort bleibe die Nachhaltigkeit auf der Strecke. So eine Bauweise sei „grotesk“ und gehöre verboten. „Nur ein europaweites Verbot“ sei hier zielführend, was durch die Aufnahme in die Ökodesign-Richtlinie „innerhalb weniger Jahre“ umgesetzt werden könne.

Die Nutzungsdauer von elektronischen Geräten wie Tablets und Smartphones verkürze sich oft mit fest eingebauten Akkus, hänge im einzelnen Fall von diversen Faktoren ab wie „Reparaturkosten und Software-Updates“. Das Recycling gestalte sich durch diese Bauweise äußerst kompliziert, da man das verwendete Kobalt lediglich durch eine Trennung von Akku und Gerät wieder freisetzen könne. Eine Modul-Bauweise wäre eine Alternative, die Demontage wäre so einfach durchführbar. Der Akku sei schließlich „das verschleißträchtigste Bauteil“ der genannten Geräte. Haushaltsnahe Rückgabestellen empfiehlt Flasbarth ebenfalls, da Kleingeräte aus dem elektronischen Bereich oft aufgrund des logistischen Aufwands nicht fachgerecht entsorgt würden. 

Ressourceneffizienz, so ruft das Ressourcenforum ins Bewusstsein, begrenze nicht nur Umweltbelastungen, sondern könne auch „die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken“ und einen positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt sowie auf die Sicherheit der Arbeitsplätze haben. Auf der Konferenz, wo sich politisch, wirtschaftlich und wissenschaftlich tätige Entscheidungsträger zusammenfinden, werden EU-Richtlinien, „neue Herausforderungen für die Bildungslandschaft“ und wissenschaftlich innovative Projekte diskutiert werden. Es soll aufgezeigt werden, dass auch im Wirtschaftswachstum die Qualität, nicht die Quantität oberste Priorität haben sollte. 

 

Bild-Quellen: digitalheavens@deviantart.com

Text-Quellen: ressourcenforum.de heise.de fr-online.de

Joan Z. am Dienstag, 13.11.2012 14:34 Uhr

Tags: tablet-pc smartphone deutschland akku jochen flasbarth nationales ressourcen forum

vgwort
 
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14 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • kanser am 14.11.2012 16:52:32

    Von Samsung, Nokia und Sony hatte ich einige Geräte, keines hatte fest verbaute Akkus. Du kennst aber nicht alle Geräte. Nokia Lumia zum Beispiel. Das ist nunmal der Nachteil an Unibody gehäusen, die zur zeit in Mode sind. ...

  • Raeven am 14.11.2012 06:44:27

    Wäre es dann nicht auch gleich angebracht die Batterien im selben Zug auch zu standardisieren? Die Dinger sind doch eh schon oft in sehr ähnlichen Größen, nur oft mit eher kleinen "Designunterschieden" damit die auch ja nicht wo anders reinpassen. Auf diese Weise würde es sich dann zB auch Lohnen, ...

  • ATMega8 am 14.11.2012 01:21:41

    Dachte noch jemand bei dem Namen an Slartibartfas (per Anhalter durch die Galaxis)? Dieses Gesetz wäre jedenfalls mal sinnvoll, im Gegensatz zu Vorschriften über die Krümmung von Gurken und Bananen Auf die Schnelle: Samsung, Apple, Nokia, HTC, Sony... Ohne weiteres kann ma ...

  • schgeedaa am 13.11.2012 20:19:24

    Aber eben nicht alle Modelle^^. Ich mag zwar Unibodygehäuse, aber auswechselbare Akkus sind mir auf jeden Fall wichtiger. Schließlich hat man dadurch die Option, zB größere Akkupacks zu verwenden und wie gesagt das Gerät länger zu nutzen. Wobei bei den Geräten nicht nur durch die Akkus sichergeste ...

  • NewIdenty am 13.11.2012 19:58:31

    Auf die Schnelle: Samsung, Apple, Nokia, HTC, Sony... Ohne weiteres kann man dort die Akkus nicht entnehmen. In den meisten Sony- und Samsung-Smartphones sind die Akkus entnehmbar. ...

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