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DSL-Zugang: Künstliches Rauschen hilft beim Stromsparen

Auch die Anbieter von Breitbandzugängen müssen immer mehr die Aspekte des Stromverbrauchs berücksichtigen. Ein nun entwickeltes Verfahren soll erhebliche Einsparungen bringen.

Während das Thema der Green-IT bislang hauptsächlich den Betrieb von Rechnern und vorwiegend den Einsatz von Servern in Rechenzentren etwas anging, scheint dieser Bereich auch für Telekommunikationsunternehmen zu einer mehr und mehr an Bedeutung gewinnenden Angelegenheit zu werden. Durch das Erzeugen einer künstlichen Störung will man künftig Energie bei DSL-Zugängen einsparen. Den Forschern des Fraunhofer Instituts war es möglich, ein deutlich effizienteres Verfahren zu entwickeln.

Besonders interessant sind die in diesem Zusammenhang offengelegten Fakten. Denen zufolge verbraucht das weltweite DSL-Zugangsnetz etwa 20 Milliarden Kilowattstunden Energie pro Jahr. Schon seit Längerem ließen sich diese Kosten aber erheblich eindämmen, heißt es. Das Stichwort ist der sogenannte L2-Modus in gängigen ADSL2/ADSL2+-Systemen - der ferner auch als Ruhemodus bekannte Betrieb. Bislang laufen die breitbandigen Zugänge alle auf voller Leistung. Ob diese tatsächlich benötigt wird, oder nicht, scheint in diesem Fall keine Rolle zu spielen. Obwohl der Modus von vielen gängigen Geräten unterstützt wird, kommt er bisher nicht zum Einsatz. Den Experten zufolge hat dies auch einen schlüssigen Grund. Denn benachbarte DSL-Systeme werden teilweise erheblichen Störungen ausgesetzt.

Unter bestimmten und ungünstigen Umständen wäre sogar ein Ausfall des DSL-Modems denkbar. Gefolgt von einer langwierigen Neustart-Phase könnte das Gerät erst nach diversen Anläufen seinen Betrieb wieder ordnungsgemäß aufnehmen. Und selbst dies soll zwischenzeitlich nur mit einer deutlich kleineren Datenrate möglich sein. Mit all diesen Gründen rechtfertigen die Breitband-Anbieter ihr Handeln und verzichten im Interesse der Kundschaft auf den Einsatz des stromsparenden Ruhemodus.

Einer Gruppe von Wissenschaftlern ist es nach umfassenden Forschungsarbeiten nun aber gelungen, ein künstliches Rauschen auf den Weg zu bringen. Damit könnte die rein virtuelle Störung den Betrieb des L2-Modus doch noch rentabel machen und die jeweiligen Anschlüsse stabilisieren. Systemabstürze soll es sodann nicht mehr geben. Die Kunden müssten allenfalls mit geringfügigen Verzögerungen rechnen, so die Experten. Wie sich das weitere Vorgehen entpuppen wird, das liegt vermutlich in den Händen der großen DSL-Anbieter. Zunächst würden auch nur die Selbigen von dieser Tatsache profitieren. Ob auch die Kunden einen Nutzen von den markanten finanziellen Einsparungen haben könnten, bleibt fraglich. (gS-)

(via pressrelations/allianceforsustainability , thx!)

News Redaktion am Montag, 04.05.2009 19:39 Uhr

tagsTags: internet strom forschung dsl störung fraunhofer

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7 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • LordKang am 07.05.2009 17:08:51

    Weil das CO2 an Ländergrenzen auch brav anhält :rolleyes: ...

  • Qupfer am 05.05.2009 10:53:38

    die werden aber nicht in Deutlschand produziert und fallen somit nicht in unsere Bilanz. Dürfen sich dann die Chinesen mit den übermäßigen CO2 ausstoß rumägern :D ...

  • zord911 am 04.05.2009 22:54:59

    Ich habe mein Wlan auch immer auf "full power" oder wie des heißt. Ansonsten bekomme ich immer wieder Verbindungsabbrüche. Eigendlich Schade, dass so ein Technik noch Kinderkrankheiten hat. Aber: wieviel Promille an Energie spart Deutschland damit ein? Müssen im Endeffekt 100³ neue ECO-DSL-Mod ...

  • t-time am 04.05.2009 21:18:40

    Eine ordentliche Summe, allein in Deutschland über eine Million an Betriebskosten. 1.000.000? Das sind doch Peanuts. Da zahl ich lieber 1€/Monat mehr und hab dafür einen "rausch"freien Internetzugang. ...

  • gS- am 04.05.2009 20:15:06

    Und wieviel Strom soll dadurch eingespart werden? Eine ordentliche Summe, allein in Deutschland über eine Million an Betriebskosten. ...

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