Die Truppe, die den Namen "Militärisches Computer Emergency Readiness Team" oder kurz "milCERT" tragen soll, soll "das Land auf Cyber-Angriffe auf den Gesamtstaat vorbereiten, beziehungsweise im Ernstfall die Grundfunktionen der staatlichen Infrastruktur aufrechterhalten". Primär geht es also um den Schutz sogenannter kritischer Infrastrukturen wie Strom- und Wasserversorgung, Verkehrsnetz, Gesundheitssystem und Telekommunikation. Sowohl die Absicherung dieser Strukturen als auch die Schadensbegrenzung und Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit im Falle eines Angriffs soll das milCERT übernehmen. Daneben wird die Truppe aber auch weniger spektakuläre Aufgaben übernehmen und beispielsweise, wie das deutsche Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den Behörden Warnungen über aktuelle Sicherheitsrisiken zukommen lassen. Dazu werde man eng mit ausländischen Nachrichtendiensten und auch mit der freien Wirtschaft kooperieren, kündigten die Verantwortlichen an.
An der Planung für das milCERT war unter anderem der auf Kommunikationstechnologie spezialisierte Inlandsnachrichtendienst des Bundesheeres, das Abwehramt, maßgeblich beteiligt.
Die Planungen für die Gründung der neuen Spezial-Einheit sind offenbar schon recht weit fortgeschritten: das Vorhaben stehe kurz vor der Vollendung, erklärte der Projektleiter, Oberst Christof Tatschl. Innerhalb der nächsten drei Jahre will man den aktiven Dienst aufnehmen. Als Herausforderung könnte sich allerdings die Rekrutierung geeigneten Fachpersonals erweisen. Man überlegt, Fachkräfte aus der Wirtschaft mit befristeten Verträgen zu locken. Diese, so hofft man, seien trotz geringerer Verdienstmöglichkeiten attraktiv, da eine Tätigkeit im Umfeld eines Nachrichtendienstes den Marktwert steigern und die spätere Karriere fördern könne.
Auch die österreichische Gesetzeslage soll offenbar an die "Cyberkriegs-Bedrohung" angepasst werden. Es werde "Begleitgesetze zur neuen Sicherheitsstrategie geben müssen", die definieren, wie auf entsprechende Angriffe reagiert wird, glaubt Walter Unger, Leiter der Abteilung für IT-Sicherheit im Abwehramt.
Text-Quellen: Die Presse
Annika Kremer (g+) am Freitag, 09.11.2012 13:08 Uhr
Die Cyber Avengers :D ...
Haben die auch tolle Superhelden-Namen und Capes? ...
Das österreichische Verteidigungsministerium widmet sich bereits seit Jahren der Planung des "Cyberkrieges". Ein Teil dieser Planungen wurde nun öffentlicht bekannt. Demnach plant das Bundesheer, in den nächsten Jahren eine bis zu 100 Personen starke Einheit speziell für den "Cyber War" aufzubauen. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.