Milorad "Michael" Trkulja lebt seit über 40 Jahren in Australien und wurde 2004 in einem Restaurant von Unbekannten angeschossen. Die Tat, die bis heute nicht aufgeklärt werden konnte, sorgte für einiges Aufsehen, da der serbisch-stämmige Trkulja in seiner Gemeinde einen durchaus prominenten Status inne hatte. Australische Medien berichteten damals, dass der Australier in keinen Zusammenhang mit der Verbrecherwelt gebracht werden könne. Dennoch weigerte sich Google 2009, die Ergebnisse zu entfernen. Der Geschädigte klagte und bekam Recht. Ob Google in Berufung geht ist noch unklar.
Kurios ist in diesem Zusammenhang, dass sich Trkulja vorher bereits mit einer gleichen Klage gegen die Suchmaschine von Yahoo, Yahoo7, durchsetzen konnte und einen Schadensersatz in Höhe von 241.000,- Australischen Dollar (circa 193.000,- Euro) für sich erstritt. Dieser Präzedenzfall hätte Google durchaus einen Hinweis auf die Erfolgschancen vor Gericht geben können. Dennoch ließ es das Unternehmen auf ein Gerichtsverfahren ankommen und argumentierte, dass die Suchergebnisse mit Hilfe automatisierter Ablaufe erstellt würden, auf die es keinen Einfluss nehmen könne. Dem stimmte der Supreme Court zwar zu, führte aber primär dagegen an, dass Google spätestens seit der Beschwerde Trkuljas hätte reagieren können. Dies, so die Richter weiter, gelte aber ausschließlich für die entsprechende Bildersuche, da der Kläger für die Web-Suche eine formal falsche Klage eingereicht habe.
Ungleich prominenter ist ein ähnlicher Fall in Deutschland. Bettina Wulff, Frau des früheren Bundespräsidenten Christian Wullf, führt derzeit eine Klage gegen Google, da bei Suchergebnissen mit ihrem Namen automatisch weitere Begriffe wie "Escort" auftauchten und sie sich dadurch ebenfalls verleumdet sieht. Hier argumentiert Google nun, ebenfalls keinen Einfluss darauf zu haben, da die Autovervollständigung eben diejenigen Suchbegriffe wiedergebe, die auch die tatsächlichen Suchbegriffe der Nutzer gewesen seien. Das Urteil aus Australien, das auch die Rechtsanwälte von Bettina Wulff wohlwollend zur Kenntnis genommen haben dürften, könnte also durchaus auch im deutschen Verfahren zur Argumentation kommen.
Bild-Quellen: Wikimedia
Text-Quellen: BBC Yahoo Heise.de
Tobias Raff (g+) am Donnerstag, 01.11.2012 14:57 Uhr
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.