Der Hersteller von Cloud Identity Security und Internet Single Sign-On-Software kommt in seiner Umfrage noch zu weiteren Ergebnissen, die nahe legen, dass viele Arbeitnehmer mit der Passwort-Sicherheit überfordert sind. So geht Ping Identity davon aus, dass deutschen Unternehmen durch derartige Probleme ihrer Mitarbeiter ein Verlust an produktiver Zeit entsteht, der finanzielle Verluste in in Höhe von etwa sechs Milliarden Euro pro Jahr verursacht. Diese Verluste gehen einerseits auf vergessene Passwörter, andererseits auf Schwierigkeiten bei der Passwort-Verwaltung und dem Umgang mit im Unternehmen gültigen Zugriffsbeschränkungen hervor.
Neben dieser Überforderung im Umgang mit Sicherheitsmaßnahmen ist bei einigen Arbeitnehmern auch ein sorgloses Verhalten, das Angriffe fördern könnte, zu beobachten. 36 Prozent der Befragten nutzen trotz bekannter Risiken gelegentlich bis regelmäßig unsichere Netzwerke zum Zugriff auf Unternehmensdaten. Außerdem gab über die Hälfte der Befragten an, sich schon einmal an ungewöhnlichen Orten wie der Toilette oder dem Strand im Urlaubsort in ihre Firmen-Anwendungen eingeloggt zu haben. Für die IT-Verantwortlichen ist daher vor allem der externe Zugriff von Mitarbeitern auf das Firmennetz eine Herausforderung.
Ping Identity sieht das Problem allerdings - was wohl in der IT-Sicherheitsbranche durchaus eine kontroverse Meinung sein dürfte - eher in einem zu hohen Sicherheitsbewusstsein deutscher Unternehmen. "Die Partner deutscher Unternehmen müssen nicht selten unter dem hohen Sicherheitsbedürfnis dieser Firmen leiden: Hierzulande verweigern immerhin 40 Prozent der Befragten ihren Partnern oder Kunden auf den externen Zugriff auf Unternehmensanwendungen. Damit nehmen sie sich selbst die Möglichkeit der effektiven Zusammenarbeit an gemeinsamen Daten und Anwendungen," kritisiert die Firma - und empfiehlt als Lösung des Problems wenig überraschend die eigenen Produkte. "Da Mitarbeiter zunehmend von unterwegs Zugang zu Unternehmensdaten brauchen, müssen die entsprechenden Anwendungen jenseits von On-Premise und in der Cloud erweitert werden. Sicherheitsmaßnahmen müssen mit der Identität einer Person beginnen, nicht mit der Anwendung, auf die sie zugreifen oder dem Gerät, das sie verwenden", sagt Jason Goode, Regional Director EMEA bei Ping Identity. Den Mitarbeitern einen nahtlosen Zugriff auf Ressourcen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens zu gewähren und diese Verbindungen eng zu verwalten, ist nach Ansicht von Goode von wesentlicher Bedeutung, um den geschäftlichen Erfolg eines Unternehmens zu sichern.
Unabhängig davon, ob man Ping Identitys Lösungsansatz befürwortet, sind Probleme vieler Menschen mit der heutigen Vielzahl komplizierter Passwörter vielfach dokumentiert und werden von der Mehrheit der Sicherheitsexperten als ernst zu nehmendes Problem angesehen. Dass sich dies auch im Unternehmensumfeld negativ bemerkbar macht, ist wenig überraschend. Bislang allerdings konnten sich alternative Authentifizierungsmethoden nur in wenigen Fällen durchsetzen.
Text-Quellen: crn.de
Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 01.11.2012 11:33 Uhr
Irgendwann wurde es mir auch zu viel mit den Passwörten. Dann bin ich auf einen Manager (1Password) gewechselt und heute möchte ich es nicht mehr missen. Browser-Integration und Handy-App sind auch dabei. ...
Bei Computerspielen ganz groß zu sehen die Tendenz das jeder größere Titel gleich einen Authentikator anbietet, damit man im Prinzip das Passwort wegwerfen kann. Googlemail und co. bieten ja auch verfahren zum Anmelden per Handycode den man geschickt bekommt usw. usw. als zusätzliche Sicherheit. D ...
Viele deutsche Arbeitnehmer sind mit der Vielzahl von Passwörtern, die sie sich für berufsbezogene Anwendungen merken müssen, überfordert. Zu diesem Ergebnis jedenfalls kommt eine aktuelle Befragung von Ping Identity. Dieser zufolge vergessen 46 Prozent der Arbeitnehmer bis zu vier Mal pro Jahr ihr ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.