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Vor drei Wochen wurde unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit ein Projekt der spanischen Telefongesellschaft Telefónica gestartet. Das Ziel von Telefónica Dynamic Insights: Die Daten von o2 nach verwertbaren Spuren analysieren, die sich an die Wirtschaft vermarkten lassen.
Für welche Daten sich die Wirtschaft interessieren könnte, wird schnell klar, wenn man sich ein Werbevideo anschaut: "Mit Telefónica Dynamic Insights können Sie ab jetzt sehen, wohin sich Kunden bewegen, während sie sich bewegen. Sie erfahren, wo Ihre potenziellen Kunden wirklich sind, wann sie da sind - und wie oft."
Ein typisches Szenario: Ein Besucher schlendert durch die Innenstadt oder ein Einkaufszentrum und bleibt vor einem Geschäft stehen. O2 registriert dies und bietet nun zum Beispiel dem Geschäftsinhaber verschiedene Informationen an: Er erfährt das Alter der Person, das Geschlecht, woher die Person kam und wie lange sie vor dem Geschäft verweilte.
Durch dieses Verfahren und das daraus resultierende Produkt "Smart Steps" werden Bestands- und Bewegungsdaten miteinander verbunden - aus Sicht des Datenschutzes ein mehr als heikler Umstand. Bei Bestandsdaten handelt es sich um Informationen wie Alter, Geschlecht, Name und Anschrift. Laut Telefónica sollen die Daten allerdings nur anonymisiert übermittelt werden.
Auch in Deutschland soll das Verfahren eingesetzt werden, nachdem es in Großbritannien gestartet wurde: "Wann und in welcher Form ein solches Produkt in Deutschland eingeführt wird, steht noch nicht fest."
Telefónica hingegen wiegelt ab. Man halte sich "grundsätzlich an die gesetzlich vorgegebenen datenschutzrechtlichen Bestimmungen." Datenschützer Thilo Weichert kritisiert: "Standortdaten sind hochsensibel, weil eben über sie eindeutig erkennbar ist, wo sich jemand aufhält. Insofern sehe ich es mit großen Bauchschmerzen, dass jetzt offensichtlich Telekommunikationsunternehmen beginnen, diese Daten in die Welt zu streuen."
Kunden von o2 haben allerdings der Verwendung ihrer Daten bereits zugestimmt. Im Kleingedruckten wird gegenüber o2 das Recht eingeräumt, personenbezogene Daten und Standortinformationen zur "Vermarktung" und "Marktforschung" zu verwenden.
Text-Quellen: tagesschau.de
Robert Clausen (g+) am Mittwoch, 31.10.2012 00:29 Uhr
Darum geht es hier doch gar nicht. Die Daten für Bewegungsprofile sind ja schon da. Auch geht es nicht darum einer Person Standortinformationen zuzuordnen, sondern umgekehrt- Standorten Personendaten. Das eine Anonymisierung der Daten da ausreichend ist, halte ich aber für zweifelhaft . Bei zuneh ...
Der "Ballon" wird dann von der politischen Seite her wieder aufgeblasen! ... evtl. werden sie eine ihrer Salamitaktiken anwenden! Die Politiker haben Blut geleckt und sie wollen "es" haben! Was? ... das Bewegungsprofil von angeblichen mutmaßlichen Terroristen! Da sich alle Al Kaida ...
Soweit ich weiß, ist O2 bereits zurückgerudert. War wohl nur ein "Testballon", der recht schnell geplatzt ist. Hatte meine Kündigung schon parat... :D ...
Die Politik (BKA, Innenministerium, Verfassungsschutz und andere Bürger terrorisierende Organisationen) wissen nun, das es diese Möglichkeit gibt und allein die Möglichkeit diese Daten "erwerben" zu können, weckt Begehrlichkeiten! ... und sie werden alles daran setzen, damit diese Begehrlichkeiten b ...
Damit könnte ich leben, sofern die Unternehmen ihre Angebote an O2 weitergeben und, unter der Voraussetzung dass ich dem zugestimmt habe (was ich nie tun würde :D), O2 meine Standortdaten dann verwendet um mir aus ihrer Datenbank interessante Angebote zu liefern. Aber, nur weil ich regelmäßig mit ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.