Teenagern ist die Tragweite des Internet oft nicht bewusst
Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM-NRW) hat eine Studie zum Selbstoffenbarungsverhalten in sozialen Netzwerken durchgeführt und am gestrigen Montag „im Rahmen einer Fachtagung in Düsseldorf“ die Ergebnisse präsentiert. Es wurde das Verhalten von 1.300 Nutzern sozialer Netzwerke zwischen 12 und 24 Jahren analysiert. Auf der einen Seite stellte sich heraus, dass Datenschutz Anwendung findet und auch gewünscht wird, andererseits gibt es sehr wohl noch Aufklärungsbedarf, was das online-Stellen persönlicher Informationen betrifft.
Das größte Risikoverhalten zeichnet sich in der Gruppe der 15- bis 17-Jährigen, in der Pubertät befindlichen Jugendlichen ab: Diese gehen besonders freizügig und unbefangen damit um, Persönliches von sich selbst oder von anderen ins Netz zu stellen. Auch das Bildungsniveau spielt eine deutliche Rolle; Menschen mit niedrigerem Bildungsstand tendieren dazu, mehr sensible Informationen preiszugeben als jene, welche ein höheres Bildungsniveau besitzen. Insofern gilt es, die Medienkompetenz bei den genannten Zielgruppen besonders zu schulen. Ein erfreulicher Umstand ist, dass „kaum öffentlich über familiäre Dinge, Beziehungsprobleme oder Krankheiten“ gesprochen wird, da diese Themen doch allgemein am ehesten als Privatsphäre verstanden werden und das Feingefühl hierfür gewachsen zu sein scheint. Bedenklich hingegen ist der Umgang mit den Daten Dritter: 47 Prozent der 12- bis 14-Jährigen haben schon „Inhalte online gestellt, an denen sie kein Urheberrecht besaßen“. Zugleich mussten 38 Prozent der befragten Nutzer bereits selbst die Erfahrung machen, dass Inhalte ohne ihre ausdrückliche Zustimmung online gestellt wurden.
Was man nicht vergessen darf und was offenbar vielen der jungen Nutzer nicht in seiner Tragweite bewusst ist: Inhalte, die einmal im Internet veröffentlicht wurden, lassen sich „kaum noch aus dem Netz tilgen“. Auch bei der Frage, in wie großem Kreis Dinge öffentlich gemacht werden, braucht es wohl noch einiges an Aufklärungsarbeit. Denn wenngleich die Nutzer auch zum Großteil „restriktive Datenschutzeinstellungen“ benutzen und ihre Inhalte nur für ihre eigenen Kontakte freischalten, finden sich gerade bei jungen Menschen auf der Kontaktliste oftmals Personen, über die sie kaum etwas wissen („friends-of-friends“ beispielsweise). Insgesamt ist es deshalb auch in Zeiten der fortgeschrittenen Vertrautheit mit dem Internet jedenfalls erforderlich, dass die Medienkompetenz gefördert wird.
Bild-Quellen: kikuelric@deviantart.com
Joan Z. am Dienstag, 30.10.2012 11:24 Uhr
--> http://www.takethislollipop.com Der Zugriff auf diese Webseite wurde durch ESET Smart Security blockiert. Diese Adresse ist als Webseite mit möglicherweise gefährlichem Inhalt gelistet. Facebook owned by Smart Security :D Zur Lehrerschaft und fehlender Kompetenz. Das ...
Und wie bringst du ihnen das bei? Schüler sind Jugendliche, erste Reaktion ist erstmal "Was will uns der alte Sack/die olle Schabracke groß erzählen; der muss man doch erstmal erklären, was ein Browser ist..." Wenn du es ihnen beibringen willst, brauchst du Leute, die ...
Dazu sollte es grundsätzlich ein Schulfach geben, ein Jahr lang dürfte meistens reichen. Und wie bringst du ihnen das bei? Schüler sind Jugendliche, erste Reaktion ist erstmal "Was will uns der alte Sack/die olle Schabracke groß erzählen; der muss man doch erst ...
Bedenklich ist auf jeder Fall der Trend: "Biste nicht beim Fratzenbuch, biste niemand!". Mit dem Satz kann ich mich sehr gut identifizieren, bin 22 Jahre alt und in meiner Abitur Klasse haben von 24 Leuten 22 Failebook (Ich gehöre nicht dazu). Ich werde zwar nicht g ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.