Jacob Appelbaum nahm den ihm verliehenen Preis als "Verteidiger der Freiheit" auf der Verleihung der österreichischen Big Brother Awards nicht nur für sich entgegen. Vielmehr erklärte er, er nehme den Preis stellvertretend für alle Mitarbeiter des Tor-Projects entgegen. "Von Julian Assange über die Mitarbeiter (des Kernteams) bis zu den Leuten im Publikum, die einen Tor-Node betreiben." Er erklärte, dass Überwachung ein großes Problem sei, und dass es wichtig sei, sich dagegen zu wehren: "Die Lösung beginnt bei uns, wenn wir 'Nein' zu Leuten sagen, die unseren Ausweis sehen möchten." Außerdem sei es wichtig, "nicht auf 'Stasibook' [zu] sein und sich gegen 'Menschendatenschmuggel' einzusetzen."
Ungewöhnlich für die Preisverleihung der Big-Brother-Awards: Einer der Preisträger, Kurt Schügerl, nahm den Preis persönlich entgegen. Normalerweise versuchen mit Negativpreisen ausgezeichnete Unternehmen oder Organisationen, keine große Aufmerksamkeit zu erregen oder die Preisverleihung herunterzuspielen. Der Geschäftsführer der Digilight Werbe- und Netzwerk GmbH, Gewinner in der Kategorie "Kommunikation und Marketing" äußerte sich gegenüber den Anschuldigungen, die Produkte seiner Firma suggerierten eine ständige Bedrohung und schürten so Paranoia. Die Firma betreibt Monitore an Wiener Bahnhöfen, auf denen unter anderem Fahndungsaufrufe der Polizei oder Vermisstenmeldungen zu sehen sind. Dies sei lediglich Panikmache und helfe nicht bei der Ergreifung der vermeintlichen Täter.
Doch Schügerl setzte sich gegen die Vorwürfe zu Wehr: Er kritisiert Fehler der Verantwortlichen der Big Brother Awards. Erstens sei ursprünglich statt ihm der unschuldige Bahnhofbetreiber nominiert worden, außerdem würden die Personen von der Staatsanwaltschaft zur Fahndung ausgeschrieben, häufig zeigten die vorgeführten Videos Personen bei der Begehung einer Straftat. Als er in diesem Kontext die Unschuldsvermutung hinterfragte und durch "Unmutsverschuldung" ersetzte, musste er unter Buh-Rufen das Podium verlassen.
Auch weitere Unternehmen wurden mit den Negativpreisen bedacht, darunter Google für "globalen Datenhunger" und Lobbyisten, die für ein unfreies Netz kämpfen für das Dasein als "lebenslanges Ärgernis".
Text-Quellen: heise.de
Robert Clausen (g+) am Freitag, 26.10.2012 23:25 Uhr
Ich bin schon gespannt auf die ganzen Appel-Basher. ...
Der feine Herr "Verteidiger der Freiheit" Jacob Appelbaum vergisst komischerweise aber bei jedem Vortrag über TOR zu erwähnen, dass das Projekt zu über 80% von Regierung und regierungsnahen Organisationen finanziert wird, ohne einen im Jah ...
Der Netzaktivist Jacob Appelbaum ist der Preisträger des diesjährigen Preises "Verteidiger der Freiheit", der vom Team der österreichischen Big Brother Awards verliehen wurde. Die Verleihung fand am gestrigen Donnerstag statt. Appelbaum ist unter anderem eine Teammitglied des Tor-Projekts. [url=htt ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
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Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.