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Kaspersky: Spam-Bedrohung in Deutschland am höchsten

Spam

Spam

Jeder kennt die ominösen E-Mails in seinem Postfach, die ein lukratives Finanzgeschäft versprechen, eine Aufforderung zum Öffnen eines Links enthalten oder einfach nur ein Produkt anpreisen: Spam. Das Sicherheits-Software-Unternehmen Kaspersky hat in seinem Spam-Bericht vom September erstmals Deutschland zum Spitzenreiter in der Riege der Länder gekürt, in der die Bedrohung am gefährlichsten ist.

Dem Bericht von Kaspersky zufolge hat Deutschland damit den bisherigen Tabellenführer USA abgelöst. Dazu beigetragen haben ein immer höheres Aufkommen an Spam und auch, dass sich die Absender der unerwünschten E-Mails politischer geben. So entbehrt es nicht einer unfreiwilligen Komik, wenn der Absender sich als Ehefrau von Barack Obama oder Bashar al-Assad auszugeben versucht. Man muss oft noch nicht einmal genauer hinschauen, um den versuchten Betrug zu entlarven, zumal es auch äußerst unwahrscheinlich ist, dass der gemeine Internet-Nutzer elektronisch Post von First Ladies bekommt.

Viel beunruhigender dagegen ist der stetige Anstieg von Schadsoftware, die mit den Spam-Mails verschickt wird. So berichtet Kaspersky, dass knapp 14 Prozent der weltweit sich in Umlauf befindenden schädlichen Anhänge und Links in diesen Mails im Monat September in Deutschland auftauchten. Das bedeutet einen Anstieg um sage und schreibe Prozent im Vergleich zum Vormonat August. Und hier handelt es sich "nur" um Kaspersky bekannte Schadsoftware. Die Dunkelziffer dürfte hier noch um einiges höher sein.

Zum Vergleich: das weltweite E-Mail-Aufkommen im gleichen Zeitraum, das schädliche Anhänge oder Links enthielt, lag insgesamt bei nur 3,4 Prozent. Dennoch macht hier die Masse das Ergebnis. Erwartungsgemäß hat Kaspersky vor allem bei den Trojanern und Backdoor-Programmen einen signifikanten Anstieg registriert. Der Anteil der Phishing-Software hat sich sogar verdreifacht und lag gemessen am gesamten E-Mail-Aufkommen im September bei 0,03%. Hauptsächliches Opfer der Phishing-Attacken waren soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter.

Bemerkenswert ist ebenfalls, dass die Versender der Mails selbst immer mehr auf politische Inhalte zurückgreifen. So wird die Syrien-Krise als Grund dafür genommen, dass die Ehefrau von Bashar al-Assad unbedingt Staatsgelder ins Ausland schaffen müsse oder dass Michele Obama Gelder aus einem Fonds zu verteilen hätte. Selbstredend ist es völlig logisch, dass hier ein unbedarfter Internet-Nutzer aus Deutschland erster Ansprechpartner ist.

Aber im Ernst: das Schadprogramm-Aufkommen wird immer größer. Eingedämmt werden kann es kaum mehr und zeigt daher nur, dass ein wirksamer Schutz des hauseigenen PCs oder Laptops wichtiger geworden ist denn je.

Bild-Quellen: Wikipedia

Text-Quellen: Kapersky

Tobias Raff (g+) am Freitag, 26.10.2012 22:51 Uhr

Tags: kaspersky spam trojaner e-mails

 
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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Dispatcher7007 am 27.10.2012 20:24:07

    Kaspersky erklärt das die Malwarebedrohung höher ist als je zuvor? Wundert mich nicht... auch Massenvernichtungsmalware aus dem Irak wäre durchaus plausibel:) ...

  • P4schka am 27.10.2012 03:20:28

    Die Hälfte davon kommt von GMX. ...

  • SluGGer1 am 27.10.2012 00:41:30

    schön passend dazu dieses video, welches ich vor einigen tagen gesehen habe: the history of spam ...

  • FlySoft am 26.10.2012 22:56:13

    Das bedeutet einen Anstieg um sage und schreibe Prozent im Vergleich zum Vormonat August Wow, so viel gleich? Ganze Prozent? Da fehlt ne Zahl ;) ...

  • tobiasraff am 26.10.2012 22:51:49

    Jeder kennt die ominösen E-Mails in seinem Postfach, die ein lukratives Finanzgeschäft versprechen, eine Aufforderung zum Öffnen eines Links enthalten oder einfach nur ein Produkt anpreisen: Spam. Das Sicherheits-Software-Unternehmen Kaspersky hat in seinem Spam-Bericht vom September erstmals Deutsc ...

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