Siegfried Kauder
Wenn ein Unionspolitiker eine sozialistisch angehauchte Idee für die bessere Alternative hält, ist relativ klar, was er über die andere Möglichkeit denkt. Siegfried Kauder jedenfalls hält nicht viel von der Idee seiner Partei, ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger gesetzlich festzuschreiben. Er sprach am Mittwoch Abend vor Anwesenden einer Veranstaltung des Verbandes eco, es sei besser, für notleidende Verlage einen Solidaritätszuschlag einzuführen.
Viel weiter führte Kauders Sozialismus allerdings nicht. Wieder in der Welt der freien Märkte angekommen sagte er, die Zeitungsverleger sollten lieber funktionierende Geschäftsmodelle entwickeln. Das Leistungsschutzrecht als Marktregulativ werde nicht funktionieren. Ganz im Gegenteil, das Leistungsschutzrecht sei vielmehr ein "Taschenspielertrick" und eine unzulässige "Mogelpackung". Kauder machte aber klar, dass das Leistungsschutzrecht ein Punkt des Koalitionsvertrags sei. Deshalb müsse man den Entwurf in Ruhe prüfen.
Mit dieser Einstellung stand Kauder auf der eco-Veranstaltung nicht alleine da. Selbst der Vertreter des Deutschen Journalisten-Verbandes DJV erklärte, man solle lieber am Urheberrecht arbeiten und dessen Bedingungen für Autoren verbessern, als ein Schutzrecht zu schaffen.
Justus Haucap von der Monopolkommission zeigte annährend Verständnis für die Situation der Verlage. Gefährlich könne es aber werden, wenn das Leistungsschutzrecht als Abmahnmodell gesehen und missbraucht würde. Es sei seiner Meinung nach verständlich, dass Verlage neue Geldquellen erschließen wollten, doch Google zeige bei GoogleNews keine Werbung an. Auf andere Dienste könne aber Geld abfallen: "Google ist nicht die Caritas".
Bild-Quellen: cducsu.de
Text-Quellen: heise.de
Robert Clausen (g+) am Donnerstag, 25.10.2012 22:48 Uhr
Nichts gegen den Artikel aber ich finde man hätte ein neutraleres Foto nehmen sollen... (oder will gulli hier CDU-Anhänger promoten??) ...
Da Google in der mächtigeren Position ist, werden sie sich schon zu wehren wissen. Ich bin ja mal sehr gespannt wie das weitergeht, wenn sie den News-Aggregator abschalten bzw. einzelne Verlage auszuschließen. ...
mmhh, wenn der Euro doch noch stirbt, können wir ja Abmahnungen als neue Währung einführen. Man stelle sich nur die neuen Arbeitsplätze vor, jeder könnte machen was er will, und würde Abmahnungen verdienen. "Arbeitslose" könnten die Agentur für Arbeit abmahnen usw. Aber mal eine andere Idee: Wenn i ...
Das sagt Kauder vlt., trotzdem würde er es jederzeit unterzeichnen, wenn er selbst davon profitiert. ...
Natürlich geht es beim Leistungsschutzrecht nichts anderers als um's Abmahnen und Abzocken. Denn mit Abmahnungen generiert man mit minimalen Aufwand Einnahmen, die spielend das Hundertfache von derer ehrlicher Arbeit übertreffen. Massenabmahnungen müssen gesetzlich verboten und als Nötigung bzw. Ge ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.